Internationale Fachkräfte gewinnen: WK Wolfsberg und CIC zeigen wie es geht
Der Fachkräftemangel stellt Kärntner Unternehmen zunehmend vor Herausforderungen.
Lesedauer: 1 Minute
Der demografische Wandel, bevorstehende Pensionierungen und weniger junge Menschen, die in den Arbeitsmarkt nachrücken, verschärfen den Fachkräftmangel. Welche Möglichkeiten Unternehmen haben, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig an den Betrieb zu binden, stand im Mittelpunkt der Veranstaltung „Internationale Fachkräfte gewinnen – Unternehmen stärken, Fachkräfte finden, Familien binden“ der WK-Bezirksstelle Wolfsberg gemeinsam mit dem Carinthian International Center (CIC). Im Festsaal der Wirtschaftskammer in Wolfsberg informierten Alexandra Truppe-Zeillinger, Geschäftsführerin des Carinthian International Center, und Anna Faggin, CIC Career Program Manager, über aktuelle Entwicklungen und konkrete Unterstützungsangebote für Unternehmen. „Der Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter wird in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Gerade für kleinere und mittlere Unternehmen braucht es daher praktikable Wege, um neue Mitarbeiter zu erreichen und sie auch langfristig für den Betrieb und den Standort Kärnten zu gewinnen“, betont Gerhard Oswald, Obmann der Bezirksstelle Wolfsberg.
Internationale Fachkräfte als Teil der Lösung
Neben der Entwicklung des heimischen Arbeitsmarktes wurde insbesondere die internationale Fachkräftegewinnung thematisiert. Die Teilnehmer erhielten Einblicke in neue Wege des Recruitings sowie in die Möglichkeiten, internationale Mitarbeiter bei ihrem Start in Kärnten zu unterstützen. Dabei wurde deutlich: Erfolgreiche internationale Fachkräftegewinnung endet nicht mit der Einstellung. Auch die Integration in den Betrieb, das soziale Umfeld und die Unterstützung von mitziehenden Familienangehörigen spielen eine wichtige Rolle, damit internationale Mitarbeiter langfristig in Kärnten bleiben. Das Carinthian International Center unterstützt Unternehmen dabei mit verschiedenen Angeboten und begleitet internationale Fachkräfte und ihre Familien beim Ankommen und bei der Integration in Kärnten.
Niederschwelliger Zugang auch für kleinere Betriebe
Ein besonderes Anliegen der Veranstaltung war es, auch jene Unternehmen anzusprechen, die bislang noch keine Erfahrung mit internationalem Recruiting haben. Anhand von Praxisbeispielen aus Kärntner Betrieben wurden konkrete Möglichkeiten aufgezeigt und Fragen der Teilnehmer direkt mit den Expertinnen diskutiert. Darüber hinaus informierten die Vortragenden über den Fachkräfte-Branchencall der Fachkräfteagentur Kärnten und weitere Unterstützungsangebote. „Nicht jedes Unternehmen muss bereits über eigene Erfahrungen im Onboarding internationaler Fachkräfte verfügen. Wichtig ist, dass Betriebe wissen, welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt und an wen sie sich wenden können“, so Alexandra Truppe-Zeillinger.
Austausch und Vernetzung
Beim anschließenden Networking nutzten die Unternehmer die Gelegenheit, sich persönlich auszutauschen, Erfahrungen zu teilen und individuelle Fragen mit den Expertinnen des Carinthian International Center zu besprechen. Mit Information, Beratung und konkreten Unterstützungsangeboten sollen Kärntner Betriebe dabei unterstützt werden, neue Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig an den Standort zu binden.