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Spartenobfrauen Elisabeth Rothmüller-Jannach und Sylvia Loibner.
© WKK I Peter Just

Kärnten und Steiermark bündeln Kräfte bei Mobilität und Verkehr

Bei der ersten gemeinsamen Spartenkonferenz der Wirtschaftskammern Kärnten und Steiermark standen Mobilität und AREA Süd im Fokus. 

Lesedauer: 3 Minuten

Aktualisiert am 11.09.2026

Bei einem steirischen Unternehmen steht eine Maschine still. Ein wichtiges Ersatzteil muss dringend nach Kärnten. Heute übernimmt ein Transportunternehmen die Zustellung – künftig vielleicht eine Drohne. Was heute noch ein wenig nach Zukunftsmusik klingt, ist in manchen Bereichen bereits Realität. Drohnen werden für Inspektionen und Überwachungsaufgaben eingesetzt, neue Logistikkonzepte erprobt. Gerade bei zeitkritischen Lieferungen könnten sie künftig bestehende Verkehrsträger sinnvoll ergänzen. 

Mobilität geht neue Wege

Wie stark sich Mobilität und Transport derzeit verändern, war bei der ersten gemeinsamen Spartenkonferenz Transport und Verkehr der Wirtschaftskammern Kärnten und Steiermark im Lakeside Science & Technology Park in Klagenfurt unmittelbar zu erleben. Bei der Besichtigung der größten Indoor-Drohnenhalle Europas erhielten die Teilnehmer Einblicke in neue Technologien und mögliche Anwendungen. Doch die Drohne war nur eines von vielen Zukunftsthemen: Die Konferenz spannte den Bogen vom automatisierten öffentlichen Verkehr über neue Mobilitätskonzepte bis zur weiteren Entwicklung der AREA Süd.

Für Elisabeth Rothmüller-Jannach, Spartenobfrau Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Kärnten, liegt gerade darin eine große Aufgabe: „Unsere Branche ist ständig in Bewegung. Neue Technologien und automatisierte Mobilität verändern die Art, wie wir Menschen und Güter transportieren. Wir wollen diese Entwicklungen nicht nur beobachten, sondern uns frühzeitig damit beschäftigen und die Chancen für unsere Betriebe nutzen.“

Auch Sylvia Loibner, Spartenobfrau Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Steiermark, sieht in der engeren Zusammenarbeit großes Potenzial: „Viele Fragen, die unsere Unternehmen beschäftigen, machen an der Landesgrenze nicht halt. Kärnten und die Steiermark stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen und dort gemeinsam Lösungen zu entwickeln, wo es sinnvoll ist.“

Wie konkret diese Themen bereits sind, zeigte das Programm der Konferenz. Christoph Knauder von ALP.Lab gab Einblicke in das österreichische Leitprojekt ROBERTA und die Zukunft des automatisierten öffentlichen Verkehrs. Kurt Fallast präsentierte Ergebnisse und Maßnahmen aus der Mobilitätsstudie AREA Süd. Eva Wutte und Ewald Verhounig beleuchteten den aktuellen Stand und die weitere Entwicklung des gemeinsamen Wirtschaftsraums. 

Gemeinsam über Landesgrenzen hinausdenken

Dabei wurde eines deutlich: Während neue Technologien die Mobilität verändern, rücken Kärnten und die Steiermark auch wirtschaftlich und verkehrstechnisch enger zusammen. Für die Transportwirtschaft beider Bundesländer entstehen daraus neue Möglichkeiten – und gleichzeitig viele Themen, die künftig gemeinsam angegangen werden können.

Rothmüller-Jannach und Loibner ziehen daher ein gemeinsames Resümee: „Die Koralmbahn bringt Kärnten und die Steiermark näher zusammen und gibt der AREA Süd zusätzlichen Schub. Jetzt liegt es an uns, diese neue Nähe auch mit Leben zu füllen. Die Transportwirtschaft spielt dabei eine zentrale Rolle – denn ohne Mobilität und funktionierende Verkehrsverbindungen kann ein gemeinsamer Wirtschaftsraum nicht wachsen. Unsere erste gemeinsame Spartenkonferenz war ein Anfang. Diesen Austausch wollen wir fortsetzen.“