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Kampagnensujet Lohnnebenkosten
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Lohnnebenkostensenkung stärkt Kärntens Betriebe

Ab 2028 sinken die Lohnnebenkosten um einen Prozentpunkt. Kärntens Unternehmen werden dadurch jährlich um 109,7 Millionen Euro entlastet.

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Aktualisiert am 14.07.2026

Mit dem Bundesbudget wird eine langjährige Forderung der Wirtschaft umgesetzt: Ab 2028 sinken die Lohnnebenkosten um einen Prozentpunkt. Der Arbeitgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) wird von 3,7 % auf 2,7 % reduziert. Österreichweit bedeutet das eine jährliche Entlastung der Unternehmen von rund zwei Milliarden Euro.

Für Kärnten beläuft sich die Entlastung auf rund 109,7 Millionen Euro pro Jahr, davon entfallen 79,1 Millionen Euro auf die Betriebe der gewerblichen Wirtschaft. Die frei werdenden Mittel schaffen Spielraum für Investitionen, Innovationen und neue Arbeitsplätze.

Mehr Wettbewerbsfähigkeit für Kärntens Betriebe

Die Senkung der Lohnnebenkosten kommt für Kärntens Unternehmen zur richtigen Zeit. Hohe Arbeitskosten, die schwache Konjunktur und der internationale Wettbewerb belasten viele Betriebe. Niedrigere Lohnnebenkosten stärken die Wettbewerbsfähigkeit und erleichtern Investitionen sowie Neueinstellungen.

Laut Berechnungen von EcoAustria kann die Maßnahme in Kärnten rund 562 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen und die jährliche Wertschöpfung um rund 69,8 Millionen Euro steigern. Dabei handelt es sich um Modellrechnungen.

Besonders wichtig für Export und Industrie

Rund 58.800 Arbeitsplätze in Kärnten hängen direkt oder indirekt vom Export ab. Vor allem Industrie- und Produktionsbetriebe profitieren von niedrigeren Arbeitskosten und einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Wettbewerb.

Die größten Entlastungen entfallen gerundet auf:

  • Industrie: 22,6 Millionen Euro
  • Gewerbe und Handwerk: 21,7 Millionen Euro
  • Handel: 12 Millionen Euro
  • Tourismus: 8,1 Millionen Euro
  • Information und Consulting: 5,8 Millionen Euro
  • Bank und Versicherung: 4,6 Millionen Euro
  • Transport und Verkehr: 4,4 Millionen Euro

Von der Maßnahme profitieren Unternehmen aller Größen. Während kleinere Betriebe jährlich mehrere tausend Euro einsparen, gewinnen größere Unternehmen zusätzlichen Spielraum für Investitionen, Digitalisierung und Innovation.

Mit der beschlossenen Senkung der Lohnnebenkosten wird eine zentrale Forderung der Wirtschaftskammer umgesetzt. Die Maßnahme stärkt den Wirtschaftsstandort Kärnten und setzt einen wichtigen Impuls für Wachstum, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit.

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