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Europaflagge im Wind wehend im Sonnenuntergang.
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EU-Konjunkturradar 1/2026: EU-Wachstum verlangsamt sich 

Konjunkturelle Entwicklungen in der EU und ihren Mitgliedstaaten

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25.06.2026
Regelmäßiges Update: Wie entwickelt sich die Wirtschaft in der EU? Anhand von Indikatoren stellen wir Trends dar und geben einen Ausblick.

EU-Konjunkturradar 1/2026: EU-Wachstum verlangsamt sich  

Die Europäische Union befindet sich 2026 in einem zunehmend herausfordernden ökonomischen Umfeld. Wachsende Unsicherheit und geopolitische Risiken belasten die wirtschaftliche Entwicklung und verschärfen bestehende strukturelle Schwächen. Während das vergangene Jahr vor allem von der US-Zollpolitik geprägt war, stehen im laufenden Jahr insbesondere die Auswirkungen des Nahostkonflikts sowie die damit verbundenen Energie- und Preisschocks im Vordergrund.

Diese dämpfen das Wachstum, erhöhen den Inflationsdruck, schwächen die Wettbewerbsposition Europas weiter und verschärfen fiskalische Ungleichgewichte. Vor diesem Hintergrund zeichnet sich nach einem moderaten Wachstum im Jahr 2025 für das laufende Jahr eine weitere Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik ab.

Steigende Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck

Jährliche Wachstumsrate (%), Euroraum

Liniendiagramm mit fünf Datenreihen zur Preisentwicklung zwischen Mai 2018 und Mai 2026. Insgesamt: Anstieg bis etwa 2022 auf rund 10 %, danach Rückgang auf etwa 3–4 %
© WKÖ Quelle: Eurostat.

Schwerpunkte im aktuellen EU-Konjunkturradar

  • Die Wirtschaftsstimmung in der EU zeigt sich durchwachsen
  • Die Inflation gerät unter Aufwärtsdruck
  • Geopolitik belastet das europäische Wirtschaftsmodell

Fazit

Energiepreisschocks und handelspolitische Veränderungen treffen auf strukturell sehr unterschiedliche EU-Mitgliedstaaten. Von zentraler wirtschaftspolitischer Bedeutung ist es daher, die Anfälligkeit gegenüber globalen Energiepreisschwankungen zu verringern – insbesondere durch den Ausbau erneuerbarer Energien und einer stärkeren Energiemarktintegration.

Darüber hinaus gilt es, Handelsbeziehungen zu diversifizieren, um geopolitisch robuste Marktzugänge zu sichern. Dringend voranzutreiben ist auch die Vertiefung des Binnenmarkts, vor allem durch den Abbau regulatorischer Fragmentierung sowie eine stärkere Integration der Dienstleistungs- und Kapitalmärkte. Dazu flankierend braucht es eine zielgerichtete EU-Industriepolitik, um im globalen Wettbewerbsdruck zu bestehen und Abhängigkeiten zu reduzieren.

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