WKÖ-Wirtschaftsbarometer: Erholung gewinnt Halt, aber noch keinen Schwung
Sommer 2026: Ergebnisse der Umfrage unter rund 4.300 Unternehmen
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Nach einer längeren Phase der konjunkturellen Schwäche mehren sich im aktuellen WKÖ-Wirtschaftsbarometer mit über 4.300 befragten Unternehmen die Anzeichen einer allmählichen Erholung. Die Erwartungen zu Auftragslage, Umsatz und Kapazitätsauslastung fallen positiver aus als zuletzt; auch bei der Beschäftigung zeichnet sich eine Trendwende ab.
Gleichzeitig bleibt die konjunkturelle Stabilisierung fragil: Die Investitionsbereitschaft der heimischen Unternehmen ist weiterhin verhalten, während hohe Arbeitskosten, bürokratische Belastungen und der zunehmende internationale Wettbewerbsdruck zentrale Herausforderungen für die österreichische Wirtschaft darstellen.
Geschäftsentwicklung: Salden aus positiven und negativen Antworten
Anmerkung: Antworten gewichtet nach Anzahl Beschäftigter
Schwerpunkte im WKÖ-Wirtschaftsbarometer (Sommer 2026)
- Hauptergebnisse WKÖ-Wirtschaftsbarometer
- Auftragslage: Nachfrage stabilisiert sich schrittweise
- Gesamtumsatz: Positive Erwartungen stützen die Erholung
- Kapazitätsauslastung: Auslastung dreht wieder ins Plus
- Beschäftigung: Trendwende zeichnet sich ab
- Investitionen: Unternehmen bleiben zurückhaltend
- Top-Herausforderungen: Arbeitskosten, Bürokratie und Energiepreise im Fokus
Fazit
Um die beginnende konjunkturelle Erholung in einen tragfähigen Aufschwung zu überführen, gilt es, die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen zu verbessern. Dazu zählen aus Sicht der heimischen Unternehmen insbesondere wettbewerbsfähige Arbeits- und Energiekosten, ein konsequenter Abbau bürokratischer Belastungen sowie strukturelle Reformen in zentralen Bereichen, etwa im Gesundheitswesen oder Pensionssystem.
Sie bilden wesentliche Voraussetzungen, um die Investitionsbereitschaft zu stärken, die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu erhöhen und die Grundlage für einen breiten Aufschwung zu schaffen. Diese Prioritäten spiegeln sich auch in den interessenpolitischen Schwerpunkten 2026+ der WKÖ wider.