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Hintereinander stehende Starkstrommasten unter dem blauen Himmel mit Sternen, die Stromleitungen leuchten golden.
© Arthur Nichiporenko | stock.adobe.com

Industriestrompreis rasch umsetzen und so den Standort stärken

Mit der Ankündigung einer umfassenden Industriestromabsicherung setzt die Bundesregierung einen ersten wichtigen Schritt für Österreichs Industrie – für mehr Planungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 15.01.2026

Die Industrie befindet sich weiterhin in einer herausfordernden Situation. Der massive Nachfragerückgang nach Industrieerzeugnissen trifft Österreichs Betriebe besonders hart. Schwache Auftragsentwicklungen im In- und Ausland sowie starke Einbußen im Baubereich hinterlassen deutliche Spuren. Gleichzeitig steigen die Kosten, insbesondere für Energie. Damit schrumpft für viele Unternehmen der wirtschaftliche Spielraum – eine gefährliche Entwicklung mit potenziell gravierenden Folgen für hochwertige Arbeitsplätze, allgemeinen Wohlstand und die nachhaltige Finanzierung unseres Sozialstaats. 

Besonders betroffen sind energieintensive Betriebe, die sich in einem harten internationalen Wettbewerb behaupten müssen: Laut Energieinstitut der Wirtschaft (EIW) ist in der EU der Strom für Industriekunden deutlich teurer als etwa in den USA oder China – und Österreich liegt konstant über dem EU-Durchschnitt. Angesichts dieser Ungleichgewichte ist klar: Ohne wettbewerbsfähige Energiepreise gerät der Standort weiter ins Hintertreffen.

Eine Grafik zur Entwicklung des Stroms für Industriekunden in Österreich, im EU-Durchschnitt, den USA und China von 2020 bis 2025. Wobei die Kosten vor allem in Österreich und dem EU-Durchschnitten gestiegen sind
© EIW, WKÖ/DMC

Industriestromabsicherung rasch umsetzen und endlich mehr Planungssicherheit und Chancengleichheit gewährleisten

Mit der gestern im Ministerrat angekündigten Industriestromabsicherung wird eine wichtige Forderung der Wirtschaft erfüllt – und damit ein wichtiger Schritt zur Stärkung des Industriestandorts Österreich gesetzt. Konkret wird im Rahmen des Standortabsicherungsgesetzes die Strompreiskompensation für energieintensive Betriebe bis 2029 verlängert. Zusätzlich soll ab 1. Jänner 2027 auf 50 % des Stromverbrauchs ein Industriestrompreis in Höhe von bis zu 5 Cent pro kWh gelten. Österreich reagiert damit nun auf ähnliche Modelle in anderen Ländern – allen voran Deutschland – und gibt Unternehmen im internationalen Wettbewerb wieder Luft zum Atmen.  

Fazit: Erster Schritt gesetzt – unbürokratische Umsetzung sicherstellen 

Entscheidend ist nun die rasche, praktikable und unbürokratische Umsetzung der angekündigten Maßnahme. Die Betriebe brauchen dringend Planungssicherheit. Ein international konkurrenzfähiger Strompreis ist keine Subvention, sondern eine Investition in die Zukunftsfähigkeit des Standorts – und in die industrielle Wertschöpfung in Österreich.

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