Wohin entwickelt sich das europäische Unternehmenssteuerrecht?
Rückblick zur Veranstaltung im März 2026
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Am 17. März 2026 veranstaltete die Wirtschaftskammer Österreich gemeinsam mit der Landesgruppe Österreich der International Fiscal Association (IFA) eine spannende Diskussionsveranstaltung zum Thema „Tax decluttering and simplification - wohin entwickelt sich das europäische Unternehmenssteuerrecht?“.
In den Panelvorträgen beleuchteten Birgit Hebenstreit, Expertin für europäisches Steuerrecht im BMF, und Reinhard Biebel, Head of Unit Direct Tax Policy & Cooperation DG TAXUD European Commission, die geplanten Vorhaben der EU zur Vereinfachung des Unternehmenssteuerrechts. Veronika Rauner-Andrae, Expertin für internationales Steuerrecht in der WKÖ, betonte, dass es zukünftig dringend Erleichterungen für Unternehmen, insbesondere im Bereich der Mindeststeuer geben muss und beleuchtete konkrete, mit betroffenen Unternehmen abgestimmte Vorschläge dazu. Christoph Marchgraber, Partner bei KPMG, beschrieb anhand eines anschaulichen Beispiels welche Komplexität sich auch hinter sehr einfachen Sachverhalten verbirgt, weil es in den letzten Jahren durch Anti-BEPS-Maßnahmen auf EU-Ebene zu Überregulierungen gekommen ist.
Neben den Ursachen für EU-Initiativen wurden auch mögliche Lösungsansätze diskutiert und ein Blick in die Zukunft der europäischen Steuerpolitik geworfen. Die einleitenden Worte sprach Michael Eberhartinger, stellvertretender Abteilungsleiter der Finanz- und Steuerpolitik in der WKÖ und die lebhafte Diskussionsrunde nach den Vorträgen wurde von Claus Staringer, Professor an der Wirtschaftsuniversität Wien, geleitet. Die Diskussion fand großen Anklang bei zahlreichen Besucher:innen, allerdings gibt es noch große Meinungsdifferenzen, wie eine zukünftige Entlastung und Vereinfachung für europäische Unternehmen aussehen sollten.
Mehr Infos: Präsentation Taxation Omnibus und DAC recastTax