Von der Interessenvertretung im Bereich Innovation und Digitalisierung zur Wirkung für Betriebe
Wie die WKÖ konkrete Wirkung und messbaren Mehrwert für Betriebe schafft
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Durch unseren interessenpolitischen Einsatz schaffen wir jene Rahmenbedingungen, die es Betrieben ermöglichen, Forschung, Innovation und Digitalisierung wirksam umzusetzen. So entsteht jene politische Unterstützung, die Unternehmen in ganz Österreich brauchen, um innovativer, produktiver und wettbewerbsfähiger zu sein.
Wir sorgen für die nötigen Rahmenbedingungen – national und auf EU-Ebene
Als Abteilung Innovation und Digitalisierung sorgen wir dafür, dass die Anliegen und Bedürfnisse der österreichischen Betriebe in der nationalen wie europäischen Innovations‑ und Digitalpolitik gehört und umgesetzt werden. Wir analysieren laufend technologische und innovationspolitische Entwicklungen und identifizieren, gemeinsam mit Kolleg:innen in WKÖ‑Abteilungen, Bundessparten und Landeskammern, politischen Handlungsbedarf und Unterstützungsbedürfnisse der Betriebe.
Darauf aufbauend entwickeln wir Strategien, Positionen, Forderungs- und Maßnahmenpakete. Wir bringen fachliche Stellungnahmen ein, gestalten nationale und europäische Gesetzesvorhaben, Programme und Richtlinien aktiv mit und arbeiten kontinuierlich an spürbar besseren Rahmenbedingungen für Unternehmen. Gleichzeitig steuern wir die Umsetzung von Maßnahmen und evaluieren ihre Wirkung.
Um die interessenpolitische Schlagkraft zu erhöhen, bauen wir starke Allianzen mit Partnern im österreichischen und europäischen Innovations‑ und Digitalisierungsökosystem auf, fungieren als zentrale Schnittstelle zur Innovations‑ und Digitalcommunity und vertreten die Interessen der Betriebe in regelmäßigen Gesprächen mit Ministerien, auf Fachveranstaltungen und in relevanten Gremien. Kurz gesagt: Wir sorgen dafür, dass Österreichs Unternehmen die bestmöglichen Rahmenbedingungen für Innovation, Digitalisierung und Wettbewerbsfähigkeit haben – heute und in Zukunft.
Innovation und Digitalisierung als Wachstumstreiber für Österreichs Wirtschaft
Innovation und Digitalisierung sind heute zentrale Hebel für Wachstum, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit. Studien zeigen, dass bis zu zwei Drittel des europäischen Wirtschaftswachstums auf Forschung, Entwicklung und Innovation zurückgehen.
Damit diese Potenziale nicht abstrakt bleiben, sorgen wir für politische Rahmenbedingungen, die direkt in messbare Wirkung für Österreichs Betriebe übersetzt werden können.
Konkrete Wirkung: Was Interessenvertretung für Betriebe tatsächlich ermöglicht
Die Abteilung Innovation und Digitalisierung setzt sich dafür ein, politische Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Forschung, Innovation und Digitalisierung in den Betrieben besser wirksam werden können. Sei es durch Förderinstrumente, klare Rahmenbedingungen oder strategische Impulse.
Damit unterstützen wir Unternehmen dabei, Innovationsrisiken besser zu bewältigen und jene Voraussetzungen zu schaffen, die wirtschaftlichen Erfolg, höhere Produktivität und stärkere Wettbewerbsfähigkeit ermöglichen.
Vom Forschungsergebnis zum Unternehmenserfolg
Beispiel Forschungsförderung
Die zuständigen Ministerien (Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus sowie Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur) haben 2025 ihr Commitment zu den FFG‑Basisprogrammen erhöht, Budgets umgeschichtet und so die den antragstellenden Unternehmen zur Verfügung stehenden Mittel für das Jahr 2025 aufgestockt.
Eine auf Initiative der WKÖ mit Unterstützung der FFG und durch die KMU Forschung Austria durchgeführte Wirkungsstudie zu den FFG‑Basisprogrammen zeigt dabei eindrucksvoll, wie stark die Programme zur Innovationskraft österreichischer Unternehmen beitragen: 1 Euro Förderung löst 2,6 Euro zusätzliche private F&E‑Investitionen aus, langfristig entstehen 8,6 Euro zusätzlicher Ertrag je Euro Förderung, und 85 % der Projekte wären ohne Förderung gar nicht oder nur eingeschränkt realisiert worden.
Beispiel EU‑Forschungsprogramme
Das 9. EU‑Forschungsrahmenprogramm Horizon Europe stellt zwischen 2021 und 2027 rund 97 Mrd. Euro zur Verfügung. Österreichs Finanzierungsanteil liegt bei rund 2,5 %, der Rückfluss nach Österreich beträgt jedoch 3,2 % – ein überproportional hoher Erfolg.
Österreichische Unternehmen erhalten in diesem Zusammenhang intensive Unterstützung durch die Europäischen und Internationalen Programme (EIP) der FFG. Diese bieten Betrieben – im Auftrag der WKÖ und des Bundes – Beratung und Begleitung bei der Antragstellung. Zwischen 2020 und 2025 wurden 2.535 Unternehmen in knapp 15.000 Beratungen unterstützt. Sie konnten rund 353 Mio. Euro aus Horizon Europe-Mittel einwerben.
Vom digitalen Trend zur betrieblichen Anwendung
Beispiel Digitalisierung
Durch unsere Arbeit konnte die Fortführung und Weiterentwicklung von KMU.DIGITAL als zentrales Digitalisierungsprogramm für Österreichs Klein‑ und Mittelbetriebe (KMU) gesichert werden. Denn Studien zeigen, dass je stärker ein Unternehmen digitalisiert ist, desto höher ist sein Umsatz‑, Beschäftigungs‑ und Produktivitätswachstum. Digitale Champions erzielen bis zu 23 % höheres Umsatzwachstum (Accenture & IV, 2023). Seit 2017 wurden über 35.000 Digitalisierungsprojekte umgesetzt.
Beispiel Digitalisierung & KI
Um den Herausforderungen der regionalen Wirtschaft und der KMU im Bereich Digitalisierung gerecht zu werden, setzt sich die WKÖ seit Jahren für den Ausbau und die Finanzierung der Digital Innovation Hubs (DIHs) ein – den regionalen Anlaufstellen für betriebliche Digitalisierung. Seit 2019 unterstützen DIHs österreichische KMU, 2023 und 2025 konnten ihre Laufzeiten verlängert und damit zentrale Mittel gesichert werden.
Darauf aufbauend wurde die Serviceinitiative „KI Österreich“ weiterentwickelt, die seit 2022 Künstliche Intelligenz für Betriebe aller Größen niederschwellig zugänglich macht. Die Veranstaltungen werden von allen Landeskammern angeboten und fachlich von den drei bestehenden DIHs (DIH SÜD, DIH WEST, DIH OST) getragen. Bis Anfang 2026 wurden 100 Veranstaltungen mit rund 4.000 Teilnehmer:innen durchgeführt. Der Nutzen ist klar: Laut Economica‑Institut könnte Künstliche Intelligenz in Österreich 18 % zusätzliches Wachstum über zehn Jahre ermöglichen.