A robots world, what else?
Dennis W. Hong (KR/US)
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Dennis Hong schließt den Kreis mit einer der vielleicht drängendsten Fragen für Unternehmerinnen und Unternehmer: Was kommt von den rasanten Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz tatsächlich in den Fabriken an? Und was bedeutet das für die Zukunft der Arbeit?
Während KI bislang vor allem in der digitalen Welt für Aufsehen gesorgt hat, beginnt nun etwas grundlegend Neues: Künstliche Intelligenz bekommt einen Körper. Mit Physical AI entstehen Roboter, die ihre Umgebung wahrnehmen, aus Erfahrungen lernen und eigenständig in der realen Welt handeln können. Doch Hong blickt hinter den Hype. Denn zwischen beeindruckenden Demonstrationen humanoider Roboter und ihrem zuverlässigen, sicheren und wirtschaftlich sinnvollen Einsatz im Alltag liegt eine entscheidende Herausforderung.
Dabei geht es nicht nur darum, was Roboter bereits können, sondern auch darum, wie sie lernen. Fabriken, Lagerhäuser und Arbeitsplätze könnten künftig nicht nur Einsatzorte, sondern auch Lernorte intelligenter Maschinen werden. Hong zeigt, warum die Entwicklung physischer KI neue Möglichkeiten eröffnet, aber auch grundlegende Fragen nach Zuverlässigkeit, Sicherheit und menschlicher Verantwortung aufwirft.
Seine Botschaft ist ebenso pragmatisch wie weitreichend: Die Roboter kommen, aber nicht alle auf einmal. Aufgabe für Aufgabe, Branche für Branche. Und während Maschinen immer leistungsfähiger werden, stellt sich eine Frage, die über den technologischen Fortschritt hinausgeht: Nicht nur, was können Roboter für uns tun, sondern welche Aufgaben wollen wir ihnen tatsächlich übertragen?
Dennis W. Hong, geboren 1971 in Kalifornien, ist Robotiker, Ingenieur und Künstler. Er ist Gründungsdirektor des RoMeLa — des Robotics & Mechanisms Laboratory an der UCLA —, einem der weltweit führenden Labore für Robotik und Mechanismen. Das Washington Post Magazine bezeichnete ihn als den „Leonardo da Vinci der Roboter." Hongs Forschungsschwerpunkte liegen in Roboterbewegung und -manipulation, autonomen Fahrzeugen und humanoiden Robotern. Er versteht Robotik dabei ausdrücklich auch als künstlerisches Medium: Seine Maschinen sind Instrumente der Reflexion, nicht nur der Funktion — bewegliche Installationen, in denen verkörperte Agenten physische Grenzen und dynamische Umgebungen aushandeln. Zu seinen Auszeichnungen zählen der National Science Foundation CAREER Award sowie die Aufnahme in die „Brilliant 10"-Liste des Magazins Popular Science. Hong ist außerdem Hobbykoch — sein Roboter CARL agierte als Sous-Chef in der US-Fernsehsendung MasterChef — und Hobbymagier, was erklärt, warum seine Vorträge regelmäßig Säle füllen.