th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Familienbeihilfe

Anspruchsvoraussetzungen - Höhe - Kinderabsetzbetrag und Schulgeld - Mehrkindzuschlag - Studierende

Einen Anspruch auf Familienbeihilfe haben Eltern,

  • deren Lebensmittelpunkt sich in Österreich befindet und

  • deren Kind (auch Adoptiv-, Pflege-, Stief- und Enkelkind) mit ihnen zusammen in einem Haushalt lebt oder für das sie überwiegend Unterhalt leisten. 

Besondere Regeln gelten für Sachverhalte mit Berührungspunkten zu anderen EU-Mitgliedstaaten. So kann aufgrund von EU-Recht etwa auch ein Anspruch auf Familienbeihilfe entstehen, wenn ein Elternteil in Österreich erwerbstätig und sozialversichert ist und die Kinder in einem anderen EU-Mitgliedstaat wohnen.

Der Anspruch besteht unabhängig von Beschäftigung oder Einkommen der Eltern.
Vorrangig anspruchsberechtigt ist die Mutter. Die Familienbeihilfe ist beim zuständigen Wohnsitzfinanzamt zu beantragen.

Vorsicht!
Für Fragen zu Ihrem Antrag auf Familienbeihilfe, wenden Sie sich direkt an Ihr Wohnsitzfinanzamt!

Höhe                                                                  

Die – nach dem Alter gestaffelte - Familienbeihilfe beträgt monatlich: 

  • ab Geburt: € 111,80
  • ab 3 Jahren: € 119,60
  • ab 10 Jahren: € 138,80
  • ab 19 Jahren: € 162,00


Der Zuschlag für ein erheblich behindertes Kind beträgt monatlich € 152,90. Dieser Betrag ist unabhängig vom Alter des Kindes.  

Der monatliche Gesamtbetrag der Familienbeihilfe erhöht sich 

  • bei zwei Kindern um € 13,80, 
  • bei drei Kindern um € 51,--, 
  • bei vier Kindern um € 104,--, 
  • bei fünf Kindern um € 157,--, 
  • bei sechs Kindern um € 210,-- und 
  • bei sieben Kindern um € 357,--.

Kinderabsetzbetrag und Schulgeld 

Der Kinderabsetzbetrag wird gemeinsam mit der Familienbeihilfe ausbezahlt und beträgt monatlich € 58,40 pro Kind, unabhängig davon wie alt das Kind ist. Im September wird jeweils ein Schulstartgeld in Höhe von € 100,- pro Kind zwischen 6 und 15 Jahren ausbezahlt. Ein gesonderter Antrag ist nicht notwendig. 

Zur Berechnung der Familienbeihilfe nützen Sie den Familienbeihilfenrechner.

Mehrkindzuschlag 

Der Mehrkindzuschlag beträgt monatlich € 20,- und gebührt ab dem dritten Kind, wenn das jährliche Familieneinkommen des Vorjahres € 55.000,- nicht überschritten hat.
Der Mehrkindzuschlag ist für jedes Kalenderjahr gesondert beim zuständigen Wohnsitzfinanzamt im Rahmen der (Arbeitnehmer-)Veranlagung zu beantragen.              

Studierende 

Der Anspruch auf Familienbeihilfe endet mit Vollendung des 24. Lebensjahres. Bis zum vollendeten 25. Lebensjahr kann Familienbeihilfe bezogen werden, für

  • Studierende, die den Präsenz-, Ausbildungs- oder Zivildienst abgeleistet haben,

  • Studierende, die bereits ein Kind geboren haben oder schwanger sind,

  • Studierende, die eine Behinderung von mindestens 50 % nachweisen.

  • Studien, die mind. 10 Semester dauern und in dem Kalenderjahr begonnen werden, in dem das Kind das 19. Lebensjahr vollendet hat, sofern die Mindeststudienzeit eingehalten wird,

  • Absolvierung einer freiwilligen Hilfstätigkeit im Ausmaß von 8 bis 12 Monaten bei einem gemeinnützigen Träger der freien Wohlfahrt mit Einsatzstelle im Inland.  

Die Auszahlung erfolgt nur für fortgesetzt gemeldete Semester und richtet sich nach der gesetzlichen Studiendauer plus ein Toleranzsemester pro Studienabschnitt bzw. plus ein Studienjahr bei Studien ohne Abschnittsgliederung. 

Für das erste Studienjahr ist ein Studienerfolgsnachweis zu erbringen. Dieser hat

  • 16 ECTS-Punkte (oder acht Wochenstunden) aus Wahl- oder Pflichtfächern des betriebenen Studiums oder

  • eine Teilprüfung der ersten Diplomprüfung (des ersten Rigorosums) zu erbringen (einmaliger Leistungsnachweis) oder

  • Prüfungen der Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEOP) mit mindestens 14 ECTS-Punkten

zu umfassen. 

In der weiteren Folge muss kein Studienerfolgsnachweis erbracht werden. Auf Anfrage des Finanzamtes muss aber die Ernsthaftigkeit des Studiums durch Vorlage von Zeugnissen nachgewiesen werden, da sonst Rückforderungen nicht ausgeschlossen sind. 

Wird der Zeitrahmen überschritten oder der Studienerfolgsnachweis nicht erbracht, fällt die Familienbeihilfe weg. Bei Beginn eines nächsten Studienabschnitts bzw. bei Erbringung des Studienerfolgsnachweises kann die Familienbeihilfe beim zuständigen Finanzamt wieder beantragt werden. 

Ein zweimaliger Studienwechsel ist unschädlich für den Bezug der Familienbeihilfe.
Bei mehrmaligem Wechsel oder auch einem Studienwechsel, der später als nach dem absolvierten zweiten fortgesetzt gemeldeten Semester erfolgt fällt die Familienbeihilfe weg.

Vorsicht! 
Dies alles gilt nicht für behinderte Studierende. Bei diesen ist der Studienfortgang nach den Gegebenheiten des Einzelfalles zu prüfen.

Tipp! 

Details können dem Informationsblatt „Familienbeihilfe für Studierende“ des Bundesministeriums für Finanzen entnommen werden.

Bitte wählen Sie oben ein Bundesland aus, um Kontakte und Serviceangebote des Bundeslandes zu erhalten.