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Aktuelle Werte: Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

 Sonderausgaben

Sonderausgabenpauschale (bis 2020)

                €   60,-

Kirchenbeitrag ab 2005 - 2008

maximal €  100,-

Kirchenbeitrag ab 2009 - 2011

maximal €  200,-

Kirchenbeitrag ab 2012

maximal €  400,-

"Topfsonderausgaben“ - Rechtslage bis 31.12.2015

freiwillige Personenversicherungen, Beiträge zu Pensionskassen, Ausgaben für Wohnraumschaffung und Wohnraumsanierung

Höchstbetrag insgesamt

€ 2.920,-

Für Alleinverdiener oder Alleinerzieher weitere

€ 2.920,-

Ab drei Kindern weitere

€ 1.460,-

Für den Steuerpflichtigen, dem kein Alleinverdienerabsetzbetrag oder Alleinerzieherabsetzbetrag zusteht, erhöht sich der Höchstbetrag ebenfalls um € 2.920,-, sofern er mehr als 6 Monate im Kalenderjahr verheiratet oder eingetragener Partner ist und vom (Ehe-)Partner nicht dauernd getrennt lebt und der (Ehe-)Partner Einkünfte von höchstens € 6.000,- jährlich erzielt.

Bei den Topfsonderausgaben mindert innerhalb des oben angeführten Höchstbetrages nur ein Viertel der tatsächlich geleisteten Sonderausgaben die Steuerbemessungsgrundlage ("Sonderausgabenviertel“). 

Abzugsfähigkeit der Topfsonderausgaben/Einschleifregelung

Uneingeschränkte Abzugsfähigkeit des Sonderausgabenviertels bis zu

€ 36.400,-
Gesamtbetrag der Einkünfte

Abzugsfähigkeit in Höhe des Pauschbetrages von € 60,-

ohne Begrenzung

Aliquote Berücksichtigung des Sonderausgabenviertels (Einschleifung) zwischen

 

€ 36.400,- und € 60.000,-

"Topfsonderausgaben" - Rechtslage ab 1.1.2016

Topfsonderausgaben sind ab 1.1.2016 nicht mehr steuerlich absetzbar. Eine gesetzlich normierte Übergangsfrist sieht jedoch für folgende Ausgaben eine Fortsetzung der steuerlichen Berücksichtigung bis ins Jahr 2020 vor: 

  • Beiträge und Versicherungsprämien, sofern die Verträge vor dem 1. Jänner 2016 abgeschlossen wurden
  • Beiträge für Wohnraumschaffung und Wohnraumsanierung, sofern mit der tatsächlichen Bauausführung oder Sanierung vor dem 1.1.2016 begonnen wurde
  • Tilgung von Darlehen, welche für die Schaffung von begünstigtem Wohnraum oder die Sanierung von Wohnraum aufgenommen wurden, unter der Voraussetzung, dass das Darlehen vor dem 1.1.2016 aufgenommen wurde. 

Bereits ab der Veranlagung 2016 steht der Erhöhungsbetrag von € 1.460,- für mindestens drei Kinder im Rahmen von Topfsonderausgaben nicht mehr zu.

Für Beiträge an Kirchen und Religionsgesellschaften, freigebige Zuwendungen (Spenden) und Beiträge für die freiwillige Weiterversicherung und den Nachkauf von Versicherungszeiten ist ein automatischer Datenaustausch zwischen der empfangenden Organisation und der Finanzverwaltung vorgesehen.  

Der Steuerpflichtige muss die betreffenden Sonderausgaben nicht mehr im Rahmen der Steuererklärung dem Finanzamt bekannt geben. Die Finanzverwaltung hat übermittelte Sonderausgabendaten automatisiert in den Bescheid zu übernehmen. Die Neuregelung gilt für Zahlungen gelten, die ab dem Jahr 2017 geleistet werden.

Weitere Sonderausgaben

Neben den Topfsonderausgaben sind noch weitere Sonderausgaben in voller Höhe absetzbar, z.B. bestimmte Renten und dauernde Lasten, die freiwillige Weiterversicherung in der gesetzlichen Pensionsversicherung und Nachkauf von Versicherungszeiten sowie Steuerberatungskosten.

Spenden an begünstigte Spendenempfänger sind bis inklusive Veranlagungsjahr 2012 in Höhe von max. 10 % des Gesamtbetrages der Einkünfte des Vorjahres als Sonderausgaben absetzbar. Ab dem Kalenderjahr 2013 bezieht sich die Deckelung der abzugsfähigen Spenden auf das jeweils laufende Jahr.

Eine Liste der begünstigten Spendenempfänger finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Finanzen. Detaillierte Informationen zum Thema Sonderausgaben finden Sie in unserer Broschüre "Sonderausgaben“.

Außergewöhnliche Belastungen

Selbstbehalt 

Einkommen

Höhe des Selbstbehalts (errechnet vom Einkommen)

bis max.   € 7.300,-

 6 %

mehr als   € 7.300,- bis € 14.600,-

 8 %

mehr als   € 14.600,- bis € 36.400,-

10 %

mehr als   € 36.400,-

12 %

Der Selbstbehalt vermindert sich um einen Prozentpunkt, wenn dem Steuerpflichtigen der Alleinverdiener- oder Alleinerzieherabsetzbetrag zusteht, sowie für jedes Kind, für das mehr als 6 Monate der Kinder- oder Unterhaltsabsetzbetrag zusteht um einen weiteren Prozentpunkt.

Steht dem Steuerpflichtigen kein Alleinverdiener- oder Alleinerzieherabsetzbetrag zu, so vermindert sich der Selbstbehalt um einen Prozentpunkt dann, wenn er mehr als 6 Monate im Kalenderjahr verheiratet oder eingetragener Partner ist und vom (Ehe-)Partner nicht dauernd getrennt lebt und der (Ehe-)Partner Einkünfte von höchstens € 6.000,- jährlich erzielt. 

Steuerliche Berücksichtigung von Behinderungen des Steuerpflichtigen bzw. des (Ehe-) Partners

Pauschale Jahresfreibeträge bei Minderung der Erwerbsfähigkeit

Grad der Minderung der Erwerbsfähigkeit

Höhe des Freibetrages

25 – 34 %

€   75,-

35 – 44 %

€   99.-

45 – 54 %

€ 243,-

55 – 64 %

€ 294,-

65 – 74 %

€ 363,-

75 – 84 %

€ 435,-

85 – 94 %

€ 507,-

ab    95 %

€ 726,-

Die Behinderung und ihr Ausmaß sind auf Verlangen des Finanzamtes durch eine amtliche Bescheinigung folgender Stellen nachzuweisen: 

  • Landeshauptmann bei Empfängern einer Opferrente
  • Sozialversicherungsträger bei Berufskrankheiten bzw. Berufsunfällen von Arbeitnehmern
  • Bundesamt für Soziales und Behindertenwesen in allen übrigen Fällen sowie bei Zusammentreffen von Behinderungen verschiedener Art

Der Nachweis kann auch durch einen Behindertenpass des Bundesamts für Soziales und Behindertenwesen bzw. durch einen abschlägigen Bescheid - aus dem der Grad der Behinderung ersichtlich ist - erbracht werden.

Hinweis:

Die bis 2004 vom Amtsarzt ausgestellten Bescheinigungen bleiben gültig.

Pauschalsätze für einzelne außergewöhnliche Belastungen

Monatliche Mehraufwendungen wegen Krankendiätverpflegung:

Tuberkulose, Zuckerkrankheit, Zöliakie oder Aids

 €    70,-

Gallen-, Leber- oder Nierenkrankheit

 €    51,-

Magenkrankheit oder andere innere Krankheiten

 €    42,-

Aufwand

Zeitraum

Höhe

Mehraufwand von Körperbehinderten, die ein eigenes KFZ benützen

monatlich

€ 190,-

Aufwendungen für Taxifahrten bei Gehbehinderten mit einer mind. 50 % igen Erwerbsminderung

monatlich

€ 153,-

Mehraufwand für behindertes Kind, für das die erhöhte Familienbeihilfe gewährt wird

monatlich

€ 262,-

Aufwendungen für Berufsausbildung eines Kindes außerhalb des Wohnortes, wenn im Einzugsgebiet des Wohnortes keine entsprechende Ausbildungsmöglichkeit besteht

 

monatlich

 

€ 110,-

Aufwendungen für Kinderbetreuung

Aufwendungen für die Betreuung von Kindern bis zum 10. Lebensjahr bis höchstens € 2.300,- pro Kind und Kalenderjahr sind als außergewöhnliche Belastung abzugsfähig. Voraussetzung ist, dass die Betreuung in einer öffentlichen oder privaten institutionellen Kinderbetreuungseinrichtung oder durch eine pädagogisch qualifizierte Person erfolgt.

Detaillierte Informationen zum Thema außergewöhnliche Belastungen finden Sie in unserer Broschüre "Steuerermäßigungen bei außergewöhnlicher Belastung".

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