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Konsequenzen grenzüberschreitender unternehmerischer Tätigkeit – FAQ

Antworten auf die wichtigsten Fragen

1. Worin liegt die Problematik grenzüberschreitender unternehmerischer  Tätigkeit im Steuerrecht?

Im Zuge von grenzüberschreitenden Tätigkeiten kann es infolge doppelter Steueranknüpfungspunkte  zu Steueransprüchen zweier oder mehrerer Staaten kommen. 

2. Wodurch entsteht ein Besteuerungsanspruch?

Durch das Erfüllen eines sogenannten Steueranknüpfungspunktes. Dieser kann sich auf subjektive Merkmale beziehen, er kann sich nach dem Steuergut richten oder an wirtschaftliche Transaktionen anknüpfen.  

3. Was besagt der Steueranknüpfungspunkt: subjektive Merkmale?

Es kommt auf die persönlichen Beziehungen der steuerpflichtigen Person zum steuererhebenden Staat an. Als Kriterien können die Ansässigkeit oder Nationalität herangezogen werden.

Die subjektiven Merkmale entscheiden über die Steuerpflicht im Bereich der Ertragsteuern. 

4. Was bedeutet Besteuerungsanspruch nach dem Steuergut? 

Der jeweilige Staat kann auf alle in seinem Gebiet gelegene Vermögensgegenstände (Belegenheitsprinzip z.B. Grunderwerbsteuer) oder auf inländische Einkunftsquellen (Quellenprinzip) zugreifen, unabhängig davon, ob der Eigentümer des Steuergutes eine Beziehung zum steuererhebenden Staat hat.  

5. Wann knüpft die Steuer an Transaktionen an?

Im Bereich der indirekten Steuern, v.a. der Umsatzsteuer. Es geht um die Zuweisung des Steuerrechts bei der grenzüberschreitenden Lieferung von Gegenständen bzw. der grenzüberschreitenden Erbringung von Leistungen.  

6. Was ist die unbeschränkte Steuerpflicht?

Ein Begriff im Ertragsteuerrecht. Sie besagt, dass eine Person aufgrund ihrer persönlichen Zugehörigkeit zu einem Staat in diesem mit ihrem gesamten Welteinkommen steuerpflichtig ist.    

7. Wer ist in Österreich unbeschränkt steuerpflichtig?

Jede natürliche Person, die in Österreich einen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort hat und jede juristische Person, die hier ihren Sitz bzw. Ort der Geschäftsleitung hat.   

8. Was heißt beschränkte Steuerpflicht?

Personen, die dem jeweiligen Staat nicht persönlich angehören, in diesem aber eine Einkunftsquelle oder Vermögen besitzen, können mit diesem dort der Besteuerung unterliegen. Die Voraussetzungen dafür regeln die jeweiligen innerstaatlichen Gesetze. In Österreich sind diese im Einkommensteuergesetz erschöpfend aufgezählt.  

9. Wie kann eine doppelte Besteuerung vermieden werden?

Es gibt sowohl unilaterale Maßnahmen, die einen einseitigen Verzicht des Wohnsitzstaates bewirken als auch bilaterale Maßnahmen in Form von Doppelbesteuerungsabkommen. Das sind völkerrechtlich verbindliche Verträge zwischen zwei Staaten zwecks Vermeidung von Doppelbesteuerung.  

10. Welche Methoden zur Vermeidung von Doppelbesteuerung gibt es?

Welches Verfahren zur Anwendung gelangt, wird in den einzelnen Doppelbesteuerungsabkommen oder in innerstaatlichen Normen geregelt. In den von Österreich abgeschlossenen Doppelbesteuerungsabkommen werden die Befreiungsmethode (meist mit Progressionsvorbehalt) und die Anrechnungsmethode angewandt.  

11. Was ist die Befreiungsmethode mit Progressionsvorbehalt?

Der Ansässigkeitsstaat gewährt für diejenigen Einkünfte, die im anderen Staat besteuert werden dürfen, eine Steuerbefreiung. Zur Ermittlung des auf die inländischen Einkünfte  anzuwendenden Steuersatzes werden die ausländischen Einkünfte in der Bemessungsgrundlage zur Berechnung der Progression  berücksichtigt.  

12. Wie funktioniert die Anrechnungsmethode?

Der Ansässigkeitsstaat besteuert das gesamte Einkommen, die im anderen Staat erhobene Steuer wird auf die inländische Steuerschuld angerechnet.  

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