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Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht bei Weihnachts-, Punsch- und Maroniständen

Alle Informationen auf einen Blick!

Seit 1.1. 2016 gilt im Allgemeinen Belegerteilungs- und Registrierkassenpflicht. Bestimmte Umsätze sind jedoch unter gewissen Voraussetzungen ausgenommen.

Umsätze "im Freien" sind dann von der Belegerteilungs- und Registrierkassenpflicht ausgenommen, wenn sie nicht in Verbindung mit fest umschlossenen Räumen stehen und € 30.000,- netto im Kalenderjahr übersteigen. Eine "Verbindung mit fest umschlossenen Räumen" ist im Allgemeinen dann anzunehmen, wenn sie vor dem Geschäftslokal gemacht werden, wie das typischerweise bei Schanigärten der Fall ist. "Im Freien" wird der Umsatz dann gemacht, wenn die Verkaufsstelle zumindest an einer Seite ab der üblichen Verkaufshöhe vollständig geöffnet und während der Geschäftszeiten nicht verschließbar ist. Darunter fallen die üblichen Weihnachts-, Punsch- und Maronistände. 

Die € 30.000,- Grenze gilt für alle Umsätze im Freien. Wer mehrere solche Stände hat, muss die Umsätze zusammenrechnen. Auf Grund einer rückwirkenden Gesetzesänderung gilt hier die gesamtbetriebliche Betrachtung nicht mehr und sind daher die übrigen Umsätze des Betriebes (z.B. im Geschäftslokal) nicht mit zu zählen. 

Wird die Grenze nicht erreicht, besteht weder Belegerteilungs- noch Registrierkassenpflicht. Die Tageslosung darf mittels Kassasturzes ermittelt werden.  

Wird die Grenze im Kalenderjahr überschritten, müssen aber auch noch nicht sofort Belege ausgestellt und eine Registrierkasse verwendet werden. Die Belegerteilungs- und Registrierkassenpflicht beginnt nämlich erst mit Beginn des 4. folgendem Monat nach Ablauf des Umsatzsteuervoranmeldungszeitraumes. Auf Grund dieser Regelung werden viele Unternehmer, die nicht schon vorher Umsätze im Freien gemacht haben, wie z.B. auf Ostermärkten, heuer dafür noch gar keine Registrierkasse brauchen. Sind die Umsatzgrenzen überschritten und ist die Frist abgelaufen, können immer noch die Erleichterungen für "mobile" Umsätze angewendet werden.

Es genügt hierfür, dass Sie Zahlungsbelege (z.B. Paragons) ausstellen und die Durchschriften nach Rückkehr in das Geschäft in der Registrierkasse nacherfassen. Wer jedoch eine Registrierkasse beim Verkaufsstand im Einsatz hat, muss alle Barumsätze (einschließlich Becherpfand) erfassen und dem Kunden einen Registrierkassenbeleg aushändigen. Die Rückgabe des Becherpfandes ist ebenfalls in die Registrierkasse einzugeben, ein Beleg darüber muss jedoch nicht erteilt werden. 

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf wko.at. 

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