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FAQ eMobility

Antworten auf die wichtigsten Fragen zur E-Mobilität

Sind E-Fahrzeuge wirtschaftlich?

Die Anschaffungskosten bei E-Autos sind im Vergleich derzeit noch höher als die Verkaufspreise von vergleichbaren Verbrennern. Der Mehrpreis wird v.a. durch die Batteriekosten und die noch geringeren Stückzahlen in der Produktion verursacht. Die Batteriekosten sind jedoch in den letzten Jahren durch Effizienzsteigerungen erheblich gesunken.

Förderungen und steuerliche Vorteile verringern den Unterschied im Kaufpreis wesentlich, besonders für Unternehmen. Informationen zur Förderberatung finden sie im Onlineratgeber E-Mobilität der Wirtschaftskammer.

Weiter Vorteile:

  • Die Verbrauchskosten pro Kilometer sind beim Laden an der eignen Ladestelle um bis zu 65% günstiger.
  • Auch die Versicherungskosten sind bei E-Fahrzeugen zumeist günstiger.
  • E-Autos haben deutlich weniger Wartungs- und Reparaturkosten, da sie weniger bewegliche (Verschleiß-) Teile als Verbrenner haben. Ebenso entfallen die Kosten für Schmierstoffe fast zur Gänze.

Welche Steuererleichterungen gibt es für E-Fahrzeuge von Betrieben?

Elektrofahrzeuge sind generell von der Normverbrauchsabgabe sowie von der motorbezogenen Versicherungssteuer befreit.

Weitere Steuererleichterungen gibt es für Betriebe und deren MitarbeiterInnen für Elektrofahrzeuge. Vorsteuerabzugsberechtigte Betriebe können den Vorsteuerabzug auch für die Anschaffung von Elektrofahrzeugen geltend machen. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die das Dienstfahrzeug auch privat nutzen, entfällt im Falle eines Elektrofahrzeugs der Sachbezug.

Weiterführende Informationen: Elektromobilität aus steuerlicher Sicht.

Welche Reichweite haben Elektroautos und wie sind deren Einflussfaktoren?

Wie weit ein E-Fahrzeug fahren kann, hängt von zwei entscheidenden Größen ab:

  • dem Verbrauch des E-Motors und
  • der Leistungsfähigkeit der Batterie.

Je mehr Speicherkraft eine Batterie hat, desto höher ist die Reichweite. Hersteller kalkulieren die Reichweite bei einem Kleinwagen mit 200 km. Bei Modellen der Oberklasse geben Hersteller bis zu 600 km an. Nutzfahrzeuge liegen derzeit zwischen 200 und 400 km. Es wird erwartet, dass diese Wert in Zukunft steigen werden.

Die vom Importeur angegebenen WLTP-Werte können jedoch, je nach Fahrverhalten in der Praxis stark abweichen. Ein sportlicher Fahrstil, mit hoher Geschwindigkeit kann die Reichweite deutlich verringern. Ebenso beeinflusst die Außentemperatur sowohl das Laden als auch das Fahren. Um niedrige Temperaturen auszugleichen, verfügen viele Modelle über eine Akkuheizung.

Was ist WLTP?

WLTP steht für „Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure“. Es ist ein Testverfahren, welches den Verbrauch von Fahrzeugen misst. Das Verfahren beinhaltet unterschiedliche Testzyklen mit Beschleunigungs- und Bremsanteilen, unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Standzeiten. Zusätzlich werden Sonderausstattungen für Gewicht, Aerodynamik und Eigenverbrauch berücksichtigt. Da in der Praxis anders als in genormten Testrunden gefahren wird, liegen die Verbräuche in der Praxis höher.

Wie lange hält der Akku meines Elektroautos?

Aktuelle Akkus sind für mehrere Tausend Lade- und Entladezyklen ausgerichtet. Herstellergarantien von 100.000 km bis 240.000 km Laufleistungen und einem Zeitraum von acht bis zehn Jahre sind schon bei vielen Fahrzeugbauern Standard. In der Praxis zeigt sich, dass die Lebensdauer der Akkus die Erwartungen der Hersteller oft übertreffen. Selbst bei einer Laufleistung von mehr als 200.000 Kilometern erbringen die Akkus in der Regel noch über 90 Prozent ihrer ursprünglichen Leistung.

Sind E-Autos wirklich umweltfreundlicher?

Ein durchschnittliches Elektroauto bringt bis in den Verkaufsraum durch die Herstellung einen CO2 „Rucksack“ von in etwa 6,5 t mit. Demgegenüber ist der „Rucksack“ eines durchschnittlichen „Verbrennermodells“ bei 5,5 t.

Dieser zum Start höhere CO2-Fußabdruck wird aber bei Einsatz von erneuerbarer Energie innerhalb von 30.000 km bis 50.000 km egalisiert.

Viele Autobauer haben sich auch weitreichende Selbstverpflichtungen im Bezug der Rohstoffe für Akkus auferlegt. Das betrifft nicht nur die Regionen, aus welchen die Rohstoffe kommen, auch der sozialen Standards, unter welchen diese abgebaut werden sind ein wichtiger Faktor. 

Auch das Recycling ausgedienter Autoakkus wird mittels der Batterieverordnung der EU nachhaltig geregelt.

Zusätzlich arbeitet Österreich daran, dass auch die Erzeugung des zusätzlichen Stroms aus erneuerbaren Quellen gesichert wird. Damit kann eine Importabhängigkeit, wie sie heute beim Mineralöl gegeben ist, vermieden werden.

Wo und wie lade ich Strom?

Die Erfahrung zeigt: 80-90 Prozent der Ladevorgänge erfolgen am eigenen Standort. E-Autos sollten dort über eine Wandladebox (Wallbox) geladen werden. Weiters verfügt Österreich über ein gut ausgebautes öffentliche Ladenetz, welches auch laufend erweitert wird. Anbieter von Ladestationen (Ladesäulen, Wallboxen) finden Sie in unserer Liste.

Wie lange dauert eine Ladung?

Je nach Kapazität des Fahrzeugakkus dauert eine vollständige Ladung (meist während der Nacht) am Schuko-Stecker mit 2,3 kWh zwischen acht und elf Stunden. Mittels Wallbox (11 kWh) kann das Fahrzeug binnen 3-6 Stunden vollgeladen sein. Im öffentlichen Raum werden auch Ladestationen mit Leistungen bis zu 350 kWh angeboten. Das erlaubt eine Ladung auf 80% in kürzer als 20 Minuten. Die Ladeleistung eines E-Fahrzeugs ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Oftmals ist eine langsame Ladung über Nacht für Ihr Nutzungsprofil ausreichend. Erkundigen sie sich bei ihrem Fahrzeughändler über die Ladeleistungen seiner Modelle.

Welche Ladearten gibt es?

Es gibt zwei „Arten“ von Strom, die in Elektroautos verwendet werden: Wechselstrom (AC) und Gleichstrom (DC). Der Strom, der aus dem Stromnetz der Energieversorger zur Verfügung steht, ist immer Wechselstrom. Batterien, wie die in einem Elektrofahrzeug, können jedoch nur Gleichstrom speichern. Aus diesem Grund ist in Fahrzeugen ein „Wandler“ eingebaut. Eine Schnellladestation gibt schon „gewandelten“ Gleichstrom an das Fahrzeug ab.

Welche Steckertypen gibt es für Elektrofahrzeuge?

In Europa haben sich die Standards Typ 2 für das Wechselstromladen (AC-Ladung) und CCS (Combo2) für das Gleichstromladen (DC-Ladung) durchgesetzt. Neben den europäischen Standards gibt es in Europa noch den asiatischen CHAdeMO-Standard für Gleichstrom (DC)-Ladung. Weitere Informationen

Wie finde ich eine öffentliche Ladestation?

Wird unterwegs eine Ladung benötigt, können Sie dafür ein Netz an öffentlichen Ladestationen nutzen. Über das Navigationsgerät des Autos, dem Energieversorger oder Smartphone-Apps, von unterschiedlichen Anbietern, erhalten Sie Informationen über nahe gelegene Ladestationen, Preise und Leistungen. Liste der Ladestationen

Wie sicher ist das Laden von E-Autos?

Das Laden von E-Autos bietet in jeder Hinsicht Sicherheit. Für das Laden am eigenen Standort wird die Installation einer Wallbox (technische Sicherheit und kommunikationsfähig) empfohlen. Der Ladevorgang an öffentlichen Ladestellen lässt sich durch Unbefugte nicht unterbrechen. Dafür kommt es zu einer elektrischen Verriegelung. Das Kabel kann weder vom E-Auto, noch von der Ladesäule ungewünscht entfernt werden.

Gefahren für den Nutzer selbst lassen sich beim Laden ebenso ausschließen. Die dafür vorgesehenen Ladesäulen sind umfassend geschützt, indem die Stecker beispielsweise abgesichert sind. Nässe oder Schnee können zudem keinen Stromschlag hervorrufen. Die Energie fließt erst dann, wenn das E-Auto mit der Ladesäule verbunden wurde.

Was muss ich beachten, wenn ich als Besitzer einer Immobilie eine Ladestation errichte?

Der Aufbau einer Ladestelle unter 11kwh im oder am eigenen Gebäude bedürfen keiner besonderen Genehmigung. Sie sollten jedoch in jedem Fall von einem Elektro-Fachbetrieb ausgeführt werden. Dieser kann auch prüfen und beraten, wenn mehrere Ladestellen parallel angebunden werden sollen.

Wer kann meinen Standort auf die verfügbare Energieleistung überprüfen?

Über den Onlineratgeber der Wirtschaftskammer können sie ihren zertifizierten Experten zum „e-Mobility Check“ in ihrer Nähe auswählen. Auch Ihr Netzbetreiber kann diese Überprüfung durchführen. Bitte vergewissern sie sich vor dem Kauf Ihrer E-Fahrzeuge, dass Ihr bestehender Netzanschluss über ausreichend Reserven zum Laden der Fahrzeuge verfügt.

Wie sicher ist ein Elektroauto?

Ein E-Auto steht einem Fahrzeug mit einem Verbrennungsmotor in Sachen Sicherheit in nichts nach. Zu diesem Ergebnis sind Unfallforscher mehrfach gekommen. Sollte es zu einem Unfall kommen, wird der Batteriestrom umgehend automatisch abgeschaltet.

Gibt es in Sachen Führerschein Vorteile mit Elektroautos?

Da bei Lieferfahrzeugen die Nutzlast durch die verbauten Akkus sinkt, hat der österreichische Gesetzgeber hier vorgesorgt: Ist der Code 120 im Führerschein eingetragen, dürfen mit einem Führerschein der Klasse B auch elektrisch betriebene Fahrzeuge in Österreich mit einem zulässigen Höhergewicht bis 4250 kg gelenkt werden. Die Fahrzeuge müssen zum Gütertransport dienen. Voraussetzung zur Erlangung des Code 120: der Lenker muss in einer Fahrschule 5 Unterrichtseinheiten absolviert haben.

Ab 1.3.2022 wird der Code 120 nicht mehr eingetragen. Dann reicht ein durchgehender Besitz des Führerscheins der Klasse B für 2 Jahre.

Stand: