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Kabotage und Werkverkehr

Informationen und Praxistipps für Unternehmen

Fahrten im Werkverkehr transportieren mit firmeneigenen Fahrzeugen Güter, die dem Unternehmen gehören. Bei LKW über 3,5 t höchst zulässiges Gesamtgewicht muss im Zulassungsschein der Vermerk „Werkverkehr“ eingetragen sein.

Unter Kabotage ist die Bezeichnung für Transporte eines ausländischen Verkehrsunternehmens in einem anderen Land zu verstehen. In Österreich ist Kabotage für Transporteure aus den meisten EU-Mitgliedsstaaten und teils EWR-Staaten erlaubt. Die Lenker müssen Entsendungsmeldungen mitführen.

Werkverkehr und Güterbeförderung

Transporte gelten als Werkverkehr, wenn Güter, die dem Unternehmen gehören, von firmeneigenen oder gemieteten LKW befördert werden. Beim Werkverkehr fährt der Unternehmer oder firmeneigenes oder Leihpersonal. Hat der verwendete LKW mehr als 3,5 Tonnen höchstes zulässiges Gesamtgewicht, muss im Zulassungsschein „Werkverkehr“ vermerkt sein. Im Unterschied zum Werkverkehr dürfen Frächter und Kleintransproteuren eigene und fremde Waren transportieren. 

Kabotage

Unter Kabotage versteht man Transporte eines ausländischen Verkehrsunternehmens in einem anderen Land. Beispiel: Ein belgischer Frächter liefert nach Österreich. Auf der Heimfahrt darf er höchstens 3 Kabotage-Transporte in Österreich oder einem anderen EU-Staat durchführen. 

Bei der Personenbeförderung mit Bussen sind Kabotage-Fahrten im Gelegenheits- und grenzüberschreitendem Linienverkehr möglich. Die Kabotage-Regelungen gelten für alle EU- und EWR-Staaten. Werkverkehr, Transport von Medikamenten und Hilfsgütern in Notfällen sind von den Kabotage-Regelungen ausgenommen.

Bei Kabotage-Transporten muss der Lenker folgende Belege mitführen:

  • Name, Anschrift und Unterschrift des Absenders
  • Name, Anschrift und Unterschrift des Absenders Verkehrsunternehmers
  • Name und Anschrift des Empfängers; nach erfolgter Lieferung dessen Unterschrift und das Datum der Lieferung
  • Ort und Datum der Waren-Übernahme und Lieferadresse
  • Beschreibung der Ware und ihrer Verpackung
  • die Bruttomasse der Güter oder eine sonstige Mengenangabe
  • das Kennzeichen des Kraftfahrzeuges und des Anhängers
  • EU-Entsendebestätigung oder eine Kopie des Antrags bei der Zentralen Koordinationsstelle

Lenker gelten bei Kabotage-Fahrten von Warentransporten oder der Personenbeförderung als entsendete Arbeitnehmer. Für alle Fahrer - aus EWR- und EU-Staaten oder Drittstaaten - muss der Arbeitgeber eine EU-Entsendebestätigung bei der Zentralen Koordinationsstelle (ZKO) für die Kontrolle illegaler Arbeitnehmerbeschäftigung beantragen.

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