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Tafeln und Symbole auf Fahrzeugen

Verwendung und Bedeutung im Überblick

Routen Zeichen
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„R“ (in schwarzer Schrift auf gelber kreisrunder Tafel)

Bei Fahrzeugen, die nur für bestimmte Straßenzüge (Routen) zugelassen sind, muss neben der vorderen und hinteren Kennzeichentafel, bei Kraftwagenzügen neben der vorderen Kennzeichentafel des Zugfahrzeuges und der hinten am letzten Anhänger angebrachten Kennzeichentafel je eine kreisrunde gelbe Tafel mit mindestens 20 cm Durchmesser, schwarzem Rand und dem lateinischen Buchstaben „R“ in dauernd gut lesbarer und unverwischbarer schwarzer Schrift vollständig sichtbar angebracht sein. Durch diese Tafeln sind die eingeschränkt zugelassenen Fahrzeuge erkennbar, wodurch die Überwachung der Einhaltung der vorgeschriebenen Route erleichtert wird.

Hinweis: Bis zum 27.10.2005 gab es auch noch „H“- und „E“-Tafeln!

„45“ Tafel
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„45“ (in schwarzer Schrift auf weißer kreisrunder Tafel)

An vierrädrigen Leichtkraftfahrzeugen muss hinten annähernd lotrecht und senkrecht zur Längsmittelebene des Fahrzeuges in einem Abstand von mindestens 40 cm zur Fahrbahnoberfläche eine kreisrunde weiße retroreflektierende Tafel (oder ein Aufkleber) mit schwarzer Aufschrift „45“ angebracht sein. Der Durchmesser muss mindestens 15 cm betragen. Die Aufschrift muss in einer Strichstärke von mindestens 10 mm und einer Höhe von mindestens 110 mm oder in verbreiteter Strichbreite von durchschnittlich 13 mm und einer Höhe von mindestens 75 mm ausgeführt sein.

Lärmarm Zeichen
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„L“ (in weißer Schrift auf grüner kreisrunder Tafel)

Lärmarme Kfz sind neben der vorderen Kennzeichentafel mit einer kreisrunden grünen Tafel mit mindestens 15 cm Durchmesser, weißem Rand und dem lateinischen Buchstaben „L“ in dauernd gut lesbarer und unverwischbarer weißer Schrift zu kennzeichnen. Diese Tafel steht in Zusammenhang mit dem Nachtfahrverbot für Lkw mit über 7,5 t höchstzulässigem Gesamtgewicht (hzG) von 22 bis 5 Uhr. Von diesem Fahrverbot sind u.a. Fahrten mit lärmarmen Kfz ausgenommen. In Deutschland wird der Buchstabe „G“ (für geräuscharm) verwendet.

Spikes
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Zeichen (Symbol) für „Spikes“

An Fahrzeugen, die mit Spikesreifen versehen sind, muss hinten auf einer Tafel oder auf dem Fahrzeug selbst ein Zeichen senkrecht zur Längsmittelebene des Fahrzeuges, annähernd lotrecht und vollständig sichtbar angebracht sein. Wenn das Fahrzeug nicht mehr mit Spikesreifen versehen ist, ist das Zeichen ganz oder teilweise abzudecken oder zu entfernen. Dieses Zeichen erleichtert die Kontrolle der besonderen Geschwindigkeitsgrenzen, welche für Kfz und Anhänger gelten, die mit Spikesreifen versehen sind (80 km/h bzw. 100 km/h auf Autobahnen).

10km Tafel rechteckig

„10 km“ (in schwarzer Schrift auf weißer rechteckiger Tafel)

Bei Kfz mit einer Bauartgeschwindigkeit von nicht mehr als 10 km/h muss hinten am Fahrzeug eine weiße Tafel mit der dauernd gut lesbaren und unverwischbaren Aufschrift „10 km“ in schwarzer Farbe vollständig sichtbar angebracht sein. Die Tafel muss 15 x 20 cm sowie rechteckig ausgeführt sein.

Solche Kfz sind von den meisten Bestimmungen des Kraftfahrgesetzes (KFG) ausgenommen; so unterliegen sie nicht der Zulassungspflicht und es ist keine Lenkberechtigung erforderlich (Mindestalter 16 Jahren).

Die Tafel ist auch bei der Verwendung von nicht zum Verkehr zugelassenen Anhängern vorgeschrieben.

25kmh Tafel

Für einzelne Kfz bewilligte Höchstgeschwindigkeiten

Der Landeshauptmann kann für einzelne Kfz und für das Ziehen von Anhängern mit einem bestimmten Kfz zum Zwecke ihrer Erprobung das Überschreiten der für solche Fahrzeuge allgemein festgesetzten höchstzulässigen Geschwindigkeit auf Freilandstraßen für eine bestimmte Zeit bewilligen, wenn dadurch die Verkehrssicherheit nicht gefährdet wird. Die höchstzulässige Geschwindigkeit, die für solche Fahrten bewilligt wurde, muss hinten am Fahrzeug vollständig sichtbar und dauernd gut lesbar angeschrieben sein. 

Lange Ladung

Ladung ragt um mehr als einen Meter über das hintere Fahrzeugende hinaus

Ragt die Ladung um mehr als einen Meter über den vordersten oder hintersten Punkt des Kfz oder des (letzten) Anhängers hinaus, müssen die äußersten Punkte der hinausragenden Teile der Ladung anderen Straßenbenützer gut erkennbar gemacht werden. Der äußerste Punkt eines über den vordersten oder den hintersten Punkt des Fahrzeuges hinausragenden Teiles der Ladung muss durch eine 25 x 40 cm große, weiße Tafel mit einem roten 5 cm breiten Rand erkennbar gemacht sein. Die hinten an der Beladung angebrachte Tafel muss annähernd lotrecht und senkrecht zur Längsmittelebene des Fahrzeuges eingestellt sein und darf nicht mehr als 90 cm über der Fahrbahn liegen. Ihr roter Rand muss rückstrahlend sein.

Während der Dämmerung, bei Dunkelheit oder Nebel oder dann, wenn es die Witterung sonst erfordert, müssen die äußersten Punkte der Ladung mit je einer Leuchte und einem Rückstrahler versehen sein, mit der nach vorne weißes, nach hinten rotes Licht ausgestrahlt/zurückgestrahlt wird.

Dienstkraftwagen

Dienstkraftwagen

Pkw im Besitz des Bundes, der Länder, der Gemeinden sowie der von diesen unter ihrer Haftung betriebenen Unternehmungen müssen die Aufschrift „Dienstkraftwagen“ am Fahrzeugheck führen.

Fahrschul-Fahrten

„L“ (in weißer Schrift auf blauer quadratischer Tafel)

Für Schulfahrten (von Fahrschulen) verwendete Fahrzeuge müssen durch am Fahrzeug angebrachte Tafeln mit dem Buchstaben „L“ in vollständig sichtbarer und dauernd gut lesbarer und unverwischbarer weißer Schrift auf hellblauem Grund sowie durch am Fahrzeug angebrachte Tafeln mit der Aufschrift „Fahrschule“ in schwarzer Schrift auf gelbem Grund aus beiden Fahrtrichtungen anderen Straßenbenützern als für Schulfahrten verwendete Fahrzeuge erkennbar sein. Bei Motorrädern können die vorgeschriebenen Aufschriften statt auf dem Fahrzeug auch über der Kleidung des Fahrschülers und des Lehrenden angebracht sein. Auch bei privaten (aber bewilligungs-pflichtigen) Übungsfahrten muss vorne und hinten am Fahrzeug eine Tafel mit dem Buchstaben „L“ sowie eine Tafel mit der Aufschrift „Übungsfahrt“ angebracht sein. Das Verwenden dieser Tafel bei anderen als Übungsfahrten ist verboten! Die oben erwähnten Tafeln („L“) für Schulfahrzeuge, für Schulfahrten oder für Übungsfahrten müssen folgende Größen aufweisen: 12 x 12 cm für Krafträder; 16 x 16 cm für Kraftwagen und Anhänger.

L-17-Tafel

„L 17“ (in weißer Schrift auf blauer rechteckiger Tafel)

Für Schulfahrten (vorgezogene Lenkerberechtigung) verwendete Fahrzeuge sind durch am Fahrzeug angebrachte Tafeln mit der Aufschrift „L 17“ in vollständig sichtbarer und dauernd gut lesbarer und unverwischbarer weißer Schrift auf hellblauem Grund sowie durch am Fahrzeug angebrachte Tafeln mit der Aufschrift „Ausbildungsfahrt“ in schwarzer Schrift auf weißem Grund aus beiden Fahrtrichtungen anderen Straßenbenützern als für Ausbildungsfahrten verwendete Fahrzeuge erkennbar sein. Die „L 17“-Tafeln müssen die Größe 16 x 32 cm aufweisen.

Schülertrangsport

Zeichen (Symbol) „Kinder“ bei Schülertransporten

An den für Schülertransporte verwendeten Pkw oder Omnibussen muss vorne und hinten am Fahrzeug je eine gelbrote, quadratische Tafel aus rückstrahlendem Material von 40 cm Seitenlänge mit einer 3 cm breiten schwarzen Umrandung angebracht sein, die in der Mitte die im Verkehrszeichen „Achtung Kinder“ ersichtliche Darstellung mit einer Höhe von 20 cm zeigt. Bei anderen als Schülertransporten sind die Tafeln abzudecken oder zu entfernen. Bei Leerfahrten im Rahmen von Schülertransporten müssen die Tafeln nicht abgedeckt oder entfernt werden. Diese Tafeln in Verbindung mit eingeschalteter Alarmblinkanlage und gelbroten Warnleuchten (in den beiden oberen Ecken des Fahrzeuges) verbieten gemäß § 17 Abs. 2b Straßenverkehrsordnung (StVO) das Vorbeifahren am Fahrzeug (aussteigende Schüler).

TIR

„TIR“ (auf blauer rechteckiger Tafel)

Straßenfahrzeuge, die einen TIR-Transport mit Carnet TIR durchführen, müssen vorne und hinten eine rechteckige, 25 x 40 cm große Tafel mit der Aufschrift „TIR“ in weißer Farbe auf blauem Grund tragen. Diese Tafeln müssen abnehmbar und so angebracht sein, dass sie gut sichtbar sind.

Unter einem „TIR-Transport“ ist die Beförderung von Waren - ohne Umladung über eine oder mehrere Grenzen - von einem Abgangszollamt bis zu einem Bestimmungszollamt, im Rahmen des so genannten „TIR-Verfahrens“ zu verstehen. Dies bedeutet, dass für Waren, die unter Verwendung eines Carnet TIR befördert werden, Eingangs- oder Ausgangsabgaben bei den Durchgangszollämtern nicht gefordert werden und für Waren, die unter Zollverschluss mit Straßenfahrzeugen unter Verwendung eines Carnet TIR befördert werden, eine Beschau bei den Durchgangszollämtern grundsätzlich nicht vorgenommen wird. Für die vorübergehende Einfuhr von Straßenfahrzeugen, die für den Warentransport mit Carnet TIR benutzt werden, ist kein besonderes Zolldokument erforderlich.

Austria-Länderzeichen

Internationales Unterscheidungskennzeichen

Bei Fahrten ins Ausland sind Unterscheidungszeichen für den Heimatstaat des betreffenden Kfz vorgeschriebenen („A“ für Österreich, „B“ für Belgien, „F“ für Frankreich usw.), die hinten am Fahrzeug angebracht sein müssen.

Die weiße Ellipse für österreichische Fahrzeuge muss (jeweils mindestens) 175 mm breit und 115 mm hoch sein, das schwarze „A“ 10 mm stark und 80 mm hoch. Das Führen von anderen Unterscheidungszeichen außer dem des Heimatlandes ist unzulässig.

Seit 2002 werden in Österreich nur mehr Kennzeichen mit blauem EU-Symbol ausgegeben. Dieses EU-Symbol ersetzt in allen EU-Staaten und in der Schweiz das Internationale Unterscheidungskennzeichen. Wenn also am Fahrzeug bereits die Kennzeichen mit blauem Rand angebracht sind, kann die zusätzliche Anbringung des Unterscheidungskennzeichens entfallen.
© WKO
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Abgasklassen-Kennzeichnungsplakette

Bei Fahrten in österreichischen Sanierungsgebieten nach Immissionsschutzgesetz – Luft (IG-L) ist zur Kennzeichnung der Abgasklasse des Kfz die der Abgasklasse entsprechende Plakette auf der Windschutzscheibe zu führen. Derzeit ist eine solche Kennzeichnung des Lkw in den Sanierungsgebieten in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark, Burgenland und Tirol erforderlich. Die Plakette ist bei Werkstätten mit Berechtigung zur wiederkehrenden Begutachtung nach § 57a KFG („Pickerl-Überprüfung“) und bei ÖAMTC und ARBÖ erhältlich.

Warntafeln

Weitere Tafeln (Auszug)

Orangefarbige Warntafeln

Im oberen Bereich der orangefarbigen Tafel ist die Nummer zur Kennzeichnung der Gefahr anzugeben. Im unteren Bereich die sogenannte „UN-Nummer“. Die UN-Nummer ist eine vierstellige Zahl zur Kennzeichnung von Stoffen oder Gegenständen gemäß den UN-Empfehlungen für die Beförderung gefährlicher Güter. Jedem Gefahrgut ist in den Gefahrgutlisten der Regelwerke sämtlicher Verkehrsträger eine UN-Nummer zugeordnet.

Taxi-Schild

Taxi-Schild

Die Kennzeichnung eines Taxis durch die Aufschrift „Taxi“ ist nur im Fahrbetrieb notwendig. In Wien hat das Schild schwarz-gelb zu sein.


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