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Frau in der Wirtschaft 

Forderungsprogramm 2021

Vereinbarkeit fördern. Arbeit schaffen. 

Für Unternehmerinnen mit Kind/ern und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nach wie vor eine große Herausforderung. Die Betreuungsangebote für Kinder müssen flexibel weiterentwickelt werden. Damit sind auch zusätzliche Arbeitsplatzeffekte in strukturschwachen Regionen verbunden. Frau in der Wirtschaft fordert daher:

  •  Kinderbetreuungsangebot ausbauen
    Die Betreuungsquote der unter dreijährigen Kinder muss zeitnah auf
    33 Prozent (Barcelona-Ziele) gesteigert werden. Neben dem quantitativen Ausbau der Kinderbetreuungsplätze muss auch die Betreuungsqualität gesichert sein.

    Forderungsprogramm zur Kinderbetreuung 

  • Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab dem ersten Geburtstag
    Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist die Voraussetzung dafür, dass sich Frauen und Männer für Kinder entscheiden und qualifiziert erwerbstätig sind. Wir fordern einen gesetzlichen Anspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ab dem ersten Geburtstag des Kindes, leistbar und flächendeckend in ganz Österreich, wahlweise am Wohn- oder Arbeitsort. 

  • Erhebung des Bedarfs an Kinderbetreuungsplätzen
    Es gibt keine flächendeckende Bedarfserhebung an Kinderbetreuungsplätzen. Eine österreichweite sowie nach Bundesländern gesplittete Erhebung des Bedarfs an Kinderbetreuungsplätzen soll die Planung für Kinderbetreuungseinrichtungen ermöglichen.

  • Änderung der steuerlichen Behandlung bei betrieblicher Kinderbetreuung
    Grundsätzlich besteht Lohnsteuerfreiheit für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wenn der Arbeitgeber Einrichtungen und Anlagen zur Verfügung stellt (wie z.B. Betriebskindergärten) und diese von den Mitarbeitern kostenlos oder vergünstigt benützt werden. Das Öffnen der Betriebskindergärten für Betriebsfremde schadet allerdings der Steuerbefreiung. Da wollen wir ansetzen. Es braucht eine Änderung im Einkommensteuergesetz um eine Lohnsteuerfreiheit zu bewirken, wenn auch „Nichtbetriebsangehörige“ den Betriebskindergarten besuchen. Der Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen erhält so einen maßgeblichen Impuls.

  • Kinderbetreuungsangebote während der Ferien
    In den Sommerferien soll an Pflichtschulen eine zeitgemäße Ferienbetreuung angeboten werden. Dabei sollen schulische Förderungsangebote und außerschulische Betreuungsangebote vor Ort unter Einbindung entsprechender Institutionen und Vereine integriert werden.

TOP-Aktuell für Sommer 2021:

Frau in der Wirtschaft fordert während der Sommerferien im Ausmaß von 6 der 9 Wochen Sommerschulen, attraktive & kostenlose Lernangebote und Betreuung, konkret:

*  … ein bedarfsorientiertes Bildungsangebot um Bildungsrückstände aufzuholen, nicht nur in Deutsch, sondern ausgeweitet auf sämtliche Pflichtfächer.

*  … Schwerpunkte im Bildungsangebot zu setzen. Es braucht ein Angebot von Sprachen, Entrepreneurship-Bildung, Finanzbildung und eine Förderung der digitalen Kompetenzen.

*  … niederschwellige Betreuungsangebote für das soziale Umfeld, in Zusammenarbeit mit Feriencamps und privaten Anbietern. Denn es braucht Planungssicherheit für Eltern und verlässliche Lösungen für Unternehmen.

* … die Nutzung der Infrastruktur von Pflichtschulgebäuden und eine Öffnung auch für Angebote von privaten Anbietern.

*  … eine nachhaltig gesicherte Finanzierung der Sommerbetreuung (eine steuerliche Begünstigung bzw. öffentliche Förderung von Betreuungsangeboten und Feriencamps). 

  • Vereinheitlichung der schulautonomen Tage
    Nach Umsetzung der einheitlichen Herbstferien sollen auch die restlichen schulautonomen Tage in ganz Österreich vereinheitlicht werden, um die Planbarkeit für Eltern zu erhöhen. 

  • Familienfreundlichkeit fördern
    Die Erhöhung und Ausweitung der steuer- und sozialversicherungsfreien Zuwendungen des Arbeitgebers an Arbeitnehmer für Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördert Familienfreundlichkeit und stärkt Mitarbeiterbindung. 

 

Wirtschaftsstandort stärken. Betriebe entlasten  

Die österreichische Wirtschaft startet ihr Comeback im internationalen Vergleich von einem starken Fundament aus. Jetzt gilt es die richtigen Weichen für den Aufschwung zu stellen. 

  • Absetzbarkeit vom Arbeitsplatz im Wohnungsverband
    Da der Arbeitsplatz bzw. das Büro von Ein-Personen-Unternehmerinnen oft im Wohnbereich liegt und schwer räumlich trennbar ist, soll die steuerliche Abzugsfähigkeit von Aufwendungen für ein Arbeitszimmer im Wohnungsverband erleichtert werden.


  • Die Corona-Krise hat gezeigt, dass Unternehmerinnen nicht nur im Büro, sondern auch in ihrer Wohnung jederzeit einen Arbeitsplatz benötigen. Daher soll die Absetzbarkeit des Arbeitsplatzes im Wohnungsverband von 2021 auf 2020 vorgezogen werden. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass neben einem externen Büro auch der Arbeitsplatz im Wohnungsverband als Betriebsausgabe geltend gemacht werden kann. 

  • Stärkung Eigenkapital
    Die Corona-Krise betrifft viele Unternehmerinnen, um den Aufschwung zu schaffen, braucht es auch eine Stärkung von Eigenkapital. Das Ziel ist eine Steigerung der Zahl an Beteiligungen an Kleinen- und Mittleren Unternehmen (KMU), ein Anreiz für private Kapitalgeber soll gegeben werden. Deshalb fordern wir einen Beteiligungsfreibetrag in Höhe von mindestens 100.000 Euro (gleichmäßig verteilt auf 5 Jahre) für Investments in österreichische KMU.

 

Bildung verbessern. Unternehmertum fördern.  

  • Entrepreneurship besser in Bildungseinrichtungen verankern
    Wirtschafts- und Finanzunterricht muss fixer Bestandteil der Allgemeinbildung werden. Unternehmertum sowie grundlegendes Wirtschafts- und Finanzverständnis sollen fix in Lehr- und Ausbildungspläne integriert werden. Die internationalen Best-Practice-Projekte „Unternehmerführerschein" und „JUNIOR – Schüler gründen Unternehmen" sind nachhaltig im österreichischen Schulsystem zu implementieren. 


  • ORF-Bildungsauftrag für Kinder verbessern
    Zur Verbesserung der Englischkenntnisse sollen (Kinder-)Sendungen im Zweikanalton angeboten werden. Die Themen Ausbildung, Berufswahl sowie Wirtschafts- und Finanzwissen sollen in entsprechenden Formaten vermittelt werden. In der TVthek soll es ein eigenes Kinderarchiv geben. 


  • Native-Speaker nützen
    Native Speaker sollen als Begleitpersonen Projekt-, Sport-, Landschulwochen oder Skikurse betreuen, um so die Sprachkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu stärken. 


  • Digitale Kompetenzen auf allen Bildungsstufen
    Digitale Kompetenzen sollen schon ab der ersten Volksschulklasse als vierte Grundkompetenz neben Lesen, Schreiben und Rechnen verstanden werden. Von der Volksschule an soll Computational Thinking (Informatisches Denken) vermittelt und das Interesse am Programmieren spielerisch und kindgerecht geweckt werden. In allen Pflichtschulen soll das Wahlpflichtfach „Coding“ eingeführt werden.

 

Gesundheit stärken. Vorsorge leben. 

  • Sensibilisierung auf gendermedizinische Prävention und Vorsorge
    Gendermedizin ist der erste und wichtigste Schritt zu einer patientenzentrierten, individualisierten Medizin. Dabei handelt es sich um die Erforschung und Behandlung von Krankheiten unter besonderer Beachtung der biologischen Unterschiede von Mann und Frau. Die Prävention und Vorsorge muss im Bewusstsein jeder Unternehmerin sein und wir wollen das Verständnis der Politik schärfen.

 

Funktionärinnen fördern. Wirtschaftskammer weiterentwickeln. 

  • Mehr Funktionärinnen in der Wirtschaftskammer
    Der weiter wachsende Anteil von Unternehmerinnen unter den Mitgliedern muss zu einer Weiterentwicklung der Interessenvertretung der Wirtschaft führen: Der Anteil von Funktionärinnen in Sparten, Fachgruppen, Innungen und Gremien der Wirtschaftskammer soll spürbar erhöht werden.