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Maxlaunmarkt in Niederwölz
© Gemeinde Niederwölz

5,2 Millionen Euro Wirtschaftsleistung durch Niederwölzer Maxlaunmarkt

Laut einer aktuellen IWS-Studie werden davon in der Steiermark 4,06 Millionen Euro wirksam. Zudem zeigt die Studie deutliche Beschäftigungseffekte.

Lesedauer: 4 Minuten

Aktualisiert am 21.09.2026

Der Maxlaunmarkt verbindet seit Jahrhunderten gelebte Markttradition mit wirtschaftlicher Dynamik. Heuer findet die Veranstaltung in Niederwölz zum 490. Mal statt. Welche Bedeutung sie für den Standort hat, zeigen die vom Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung der WKO Steiermark – anhand von Daten aus dem Vorjahr – berechneten volkswirtschaftlichen Effekte des Maxlaunmarkts: Insgesamt löst die Veranstaltung österreichweit eine zusätzliche Wirtschaftsleistung von 5,2 Millionen Euro aus. Davon werden 4,06 Millionen Euro in der Steiermark wirksam. Die gesamte Bruttowertschöpfung beläuft sich auf 4,65 Millionen Euro, davon entfallen 3,63 Millionen Euro auf die Steiermark.

Hinter diesen Kennzahlen stehen konkrete Umsätze, Einkommen und Beschäftigungsmöglichkeiten für Betriebe und Menschen. Im Jahr 2025 besuchten 96.210 Gäste den viertägigen Maxlaunmarkt. Sie blieben durchschnittlich vier Stunden und 20 Minuten auf dem Veranstaltungsgelände. 86 Prozent der Besucherinnen und Besucher kamen aus der Steiermark, zugleich wurden 570 internationale Gäste gezählt. Mehr als 300 Unternehmen präsentierten ihre Produkte und Dienstleistungen auf rund 56.175 m² Markt- und Verkaufsfläche. Damit bietet der Maxlaunmarkt gerade regionalen Betrieben eine Bühne, auf der sie neue Kundinnen und Kunden erreichen, bestehende Kontakte festigen und ihre Leistungen weit über Niederwölz und den Bezirk Murau hinaus sichtbar machen können.

Der Niederwölzer Maxlaunmarkt zeigt eindrucksvoll, wie eng Tradition, Unternehmergeist und regionale Wertschöpfung miteinander verbunden sind. Über vier Millionen Euro zusätzliche Wirtschaftsleistung in der Steiermark und die damit verbundenen Beschäftigungseffekte sind ein starkes Signal: Wer solche Veranstaltungen besucht und bei regionalen Betrieben einkauft, stärkt Arbeitsplätze, Einkommen und Lebensqualität vor Ort. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wird sichtbar, wie viel Kraft in gewachsenen regionalen Netzwerken steckt.

„Der Niederwölzer Maxlaunmarkt zeigt eindrucksvoll, wie eng Tradition, Unternehmergeist und regionale Wertschöpfung miteinander verbunden sind. Über vier Millionen Euro zusätzliche Wirtschaftsleistung in der Steiermark und die damit verbundenen Beschäftigungseffekte sind ein starkes Signal: Wer solche Veranstaltungen besucht und bei regionalen Betrieben einkauft, stärkt Arbeitsplätze, Einkommen und Lebensqualität vor Ort“, betont Albert Brunner, Bürgermeister und WKO-Regionalstellen Obmann Stellvertreter. „Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wird sichtbar, wie viel Kraft in gewachsenen regionalen Netzwerken steckt.“

Besonders stark profitieren Beherbergung und Gastronomie: Österreichweit entfallen 2,15 Millionen Euro der errechneten Bruttowertschöpfung auf diese Bereiche. Der Einzelhandel erreicht einen Wertschöpfungseffekt von 600.000 Euro. Weitere Impulse gehen unter anderem an das Grundstücks- und Wohnungswesen, den Verkehr, die Lebensmittelproduktion, den Großhandel, das Baugewerbe und die Energieversorgung. Die Wirkung endet damit nicht am Marktgelände. Bestellungen bei Lieferbetrieben, zusätzliche Transporte sowie die weitere Verwendung der erzielten Einkommen tragen den Nachfrageimpuls in zahlreiche Branchen und Regionen. Diese direkten, indirekten und induzierten Effekte wurden mit dem Econmove-Wertschöpfungsrechner ermittelt. Das Modell basiert auf der in der Wirtschaftsforschung etablierten Input-Output-Analyse und nutzt insbesondere Daten der Statistik Austria. Direkte Effekte entstehen dort, wo Besucherinnen und Besucher unmittelbar Ausgaben tätigen. Indirekte Effekte betreffen die benötigten Vorleistungen anderer Betriebe. Induzierte Effekte ergeben sich, wenn die dadurch entstandenen Einkommen wiederum für Konsum und Investitionen verwendet werden.

Beachtliche Beschäftigungseffekte

Auch der Beschäftigungseffekt ist beachtlich. In der Steiermark stehen mit dem Niederwölzer Maxlaunmarkt insgesamt 50 Beschäftigte beziehungsweise 39,22 Vollzeitäquivalente in Verbindung. Österreichweit sind es 55 Beschäftigte beziehungsweise 43,86 Vollzeitäquivalente. Die damit verbundene Lohn- und Gehaltssumme beträgt rund 1,38 Millionen Euro. Auf Beherbergung und Gastronomie entfallen laut Simulation österreichweit 32 Beschäftigte, weitere acht auf den Einzelhandel. „Dass eine viertägige Veranstaltung mit 55 Beschäftigten beziehungsweise 43,86 Vollzeitäquivalenten und einer Lohn- und Gehaltssumme von rund 1,38 Millionen Euro in Verbindung steht, unterstreicht ihre wirtschaftliche Reichweite. Der Niederwölzer Maxlaunmarkt ist nicht nur ein Ort der Begegnung, sondern auch ein bedeutender Absatz- und Präsentationsraum für mehr als 300 Unternehmen“, erklärt Albert Brunner, Bürgermeister und WKO-Regionalstellen Obmann Stellvertreter. „Die 490. Auflage steht damit für eine Tradition, die ihre Wurzeln bewahrt und zugleich Jahr für Jahr neue wirtschaftliche Impulse setzt.“

Darüber hinaus fließen durch die wirtschaftlichen Aktivitäten rund um den Maxlaunmarkt insgesamt 2,015 Millionen Euro an Steuern und Abgaben an den Staat zurück. Darin enthalten sind 1,085 Millionen Euro Umsatzsteuer, 360.000 Euro Einkommensteuer, 219.000 Euro Körperschaftsteuer, 136.000 Euro Lohnsteuer und 215.000 Euro Sozialversicherungsbeiträge. Zusätzlich ergibt sich ein geschätztes Kommunalsteueraufkommen von rund 41.400 Euro.