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Die Aufbereitungsanlagen werden von pro aqua in der Steiermark für den Weltmarkt produziert.
© pro aqua

Diamantelektroden helfen bei der Wasseraufbereitung

Das Unternehmen pro aqua hat eine Technologie entwickelt, mit der Wasser gereinigt und „haltbar“ gemacht werden kann.

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 28.09.2026

Ewigkeitschemikalien: Schon der Name klingt in Verbindung mit kontaminierten Böden oder Wasser bedrohlich. Auch ihr Kürzel PFAS (für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sorgt tendenziell für Unbehagen. Tatsächlich gehören sie aufgrund ihrer außergewöhnlich stabilen Kohlenstoff-Fluor-Verbindungen zu den größten Herausforderungen in der Wasseraufbereitung. Dazu wächst mit strenger werdenden regulatorischen Vorgaben der Bedarf an Verfahren, die PFAS nicht lediglich aus dem Wasser entfernen, sondern tatsächlich zerstören. Die Technologie des in Niklasdorf beheimateten Unternehmens  pro aqua schafft das mittels bordotierter Diamantelektroden. 

Im Jahr 2002 als Spin-off der Montanuniversität Leoben von Wolfgang Staber gegründet, hat man sich zunächst sieben Jahre der Entwicklung dieser Technologie gewidmet. 2009 erfolgte schließlich der Markteintritt, 2011 wurde der erste Mitarbeiter eingestellt. Heute lenkt Staber ein 15-köpfiges Team, hat mit WSP einen strategischen Partner aus Kanada mit an Bord und erzeugt auf Basis der patentierten und in der Obersteiermark produzierten Diamantelektroden Produkte und Lösungssysteme für die elektrochemische Trinkwasser-, Prozesswasser- und Abwasserbehandlung sowie für die Erzeugung von Elektrolysewasser. 

„Die Nachfrage nach sauberem und desinfiziertem Wasser steigt.“

„Während des Elektrolyseprozesses entstehen hochreaktive oxidierende Spezies, die für den Abbau organischer Schadstoffe genutzt werden können“, erklärt Staber. In industriellen Anwendungen kommen dabei Zellen mit einer hydraulischen Durchsatzmenge von bis zu 20.000 Litern pro Stunde zum Einsatz. Eine Anlage besteht dabei aus 20 bis 40 derartigen Zellen. „Durch das Auffinden immer neuer Eintragsquellen ist das Thema PFAS auch in Europa angekommen“, sagt Staber. 

Regenwasser sichern

Mit einem „Rain Fresher“ hat man aber auch ein Gerät für Privathaushalte im Portfolio des eigenen Onlineshops, das in Tonnen gesammeltes Regenwasser sauber hält und das „Kippen“ aufgrund von Veralgung unterbindet. „Nach dem heurigen regenarmen Hitzesommer werden wir über derartige Wasserspeicher nachdenken müssen“, sieht Staber Potenzial.