Licht ins Dunkel, aber nur bei Bedarf
Das Grazer Unternehmen Lixtec bietet smartes Lichtmanagement für bedarfsorientierte Helligkeit im öffentlichen Raum.
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Lampen, die nur bei Bedarf leuchten: Klingt in Zeiten hoher Energiekosten nach nachhaltigem Einsparungspotential, ist im öffentlichen Raum, auf Plätzen, in Parks, entlang von Straßen und an Kreuzungen aber noch nicht in der Realität angekommen.
An fehlender Technologie scheitert es nicht. Die hat Günther Spath, Gründer des Grazer Unternehmens Lixtec, entwickelt. Spath hat die Idee einer dynamischen, bedarfsabhängigen Beleuchtung, die in einem Forschungsprojekt wurzelt, seit 2012 zur Marktreife geführt. So melden Radarsensoren, wenn sich jemand in der Nähe befindet oder annähert. Die Lampe wird umgehend aktiviert. Verlässt eine Person, ein Radfahrer oder ein Fahrzeug einen vordefinierten Korridor, schaltet sich die Lampe über eine Zeitautomatik oder einen Bewegungsmelder je nach Voreinstellung entweder wieder aus oder es wird zumindest die Strahlkraft auf ein Mindestmaß an Helligkeit abgedimmt.
Energieeinsparung und weniger Lichtverschmutzung
Das spart Energie, reduziert die Tiere negativ beeinflussende Lichtverschmutzung – ein immer wichtiger werdender Aspekt, betont man bei Lixtec – und verringert den Wartungsaufwand sowie verlängert die Lebensdauer der Lichtanlagen. Neben der bewegungsabhängigen Lichtsteuerung für weniger frequentierte Plätze oder Straßen gibt es auch eine volumenbasierte für Haupt- und Durchzugsstraßen. Dabei wird auf Basis einer Verkehrszählung die durchschnittliche stündliche Verkehrsdichte hochgerechnet und das Lichtniveau entsprechend angepasst.
Die Kosten für diese smarte Beleuchtungsinfrastruktur liegen laut Lixtec bei 250 bis 300 Euro pro Lampe plus noch einmal rund 200 Euro für den Sensor, wobei es bei engem Abstand zwischen Lichtpunkten nicht notwendig ist, jede Leuchte mit einem Radarsensor auszustatten. Je nach Verkehrsdichte und damit Nutzungszeiten ist das Einsparungspotential standortabhängig. In Testgebieten wurden rund 60 Prozent erzielt, in wenig frequentierten Wohnstraßen sogar bis zu 85 Prozent, heißt es bei Lixtec.
Während die Leiterplatten in Asien produziert werden, erfolgt die Bestückung – noch – in Slowenien und ab Herbst in Kärnten. Die Endfertigung mit der Implementierung der Software passiert wiederum in Graz. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt 25 Mitarbeiter. Die Nachfrage steigt.