Neuer Rekord mit 2.791 Gründungen im ersten Halbjahr in der Steiermark
Trotz des schwierigen Umfelds verzeichnete die Steiermark im ersten Halbjahr 2026 den höchsten Gründungswert aller Zeiten: Pro Tag waren es 15 Gründungen.
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Sein eigener Chef zu werden, liegt nach wie vor voll im Trend – daran hat auch die herausfordernde Gesamtkonjunktur der letzten Monate nichts geändert: Mit 2.791 Neugründungen verzeichnete die Steiermark von Jänner bis Juni den höchsten Gründungs-Halbjahreswert aller Zeiten. Bis dato stammte diese Marke aus dem Jahr 2021, damals lag der Wert zur Jahreshälfte bei 2.766 Neugründungen. Auf die Steiermark entfallen damit 12,9 Prozent aller bundesweiten Firmengründungen (21.718). Rechnet man noch die selbständigen Personenbetreuer dazu, waren es sogar 3.087 Neugründungen. Für WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk ist das ein „äußerst positives Zeichen für den Standort Steiermark“.
Schließlich belegen die Zahlen, „dass die Selbständigkeit auch oder gerade in herausfordernden Zeiten wie diesen eine echte Perspektive für die Steirerinnen und Steirer ist. Trotz erschwerter Planbarkeit haben diese Menschen Eigenverantwortung und echten Leistungswillen bewiesen. Genau jene Eigenschaften, die gefordert sind, um den Standort weiterzuentwickeln und durchzustarten. Denn die Unternehmerinnen und Unternehmer schaffen Arbeitsplätze und damit Wohlstand im Land.“ Am meisten Firmengründungen (ohne Personenbetreuung) gab es im ersten Halbjahr in den Branchen Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) mit 12,3 Prozent, Werbung und Marktkommunikation (7,9 Prozent), Persönliche Dienstleister (6,2 Prozent) sowie Versand- und Internethandel (5,9 Prozent).
Umfassendes Serviceangebot für angehende Unternehmer
Im Vorfeld der Gründung werden die angehenden Unternehmerinnen und Unternehmer mit einem umfassenden Serviceangebot der Wirtschaftskammer unterstützt. „Wir bieten umfangreiche Workshops, Gründertrainings und Sprechtage an, die von den angehenden Gründerinnen und Gründern auch hervorragend genutzt werden“, betont Markus Reiter, Leiter des Gründerservice in der WKO Steiermark. „Schwerpunkte bilden Themen wie Steuern und Businessplan bis hin zu Versicherungen, Gewerberecht, Rechtsformen, Buchhaltung und Kundengewinnung.“ Warum die Selbständigkeit auch im ersten Halbjahr 2026 für so viele Steirerinnen und Steirer eine Option war, erklärt Reiter so: „Wir verzeichnen im Gründerservice schon seit längerem einen Trend zur nebenberuflichen Tätigkeit, dieser hat sich fortgesetzt. Unsere Arbeitswelt wird hier immer bunter und vielfältiger“, so Reiter.
Und die Statistik fördert weitere interessante Details aus der Gründerlandschaft zutage: So beträgt das rot-weiß-rote Durchschnittsalter bei der Gründung (ohne selbständige Personenbetreuer) aktuell 36,6 Jahre, wobei 42,5 Prozent auf Frauen entfallen. Gegliedert nach Rechtsformen, machen die Einzelunternehmen mit einem bundesweiten Anteil von 82,6 Prozent das Gros der Gründungen aus, gefolgt von der GmbH (13,2 Prozent). Regional betrachtet entfallen die meisten Gründungen auf die steirische Landeshauptstadt (857), gefolgt von Graz-Umgebung (361), Hartberg-Fürstenfeld (203) sowie Weiz (187) und Bruck-Mürzzuschlag mit 179 Neugründungen.
Die vergangenen Monate waren von einer sehr herausfordernden Gesamtsituation geprägt. Dennoch haben sich im Schnitt 15 Steirerinnen und Steirer pro Tag selbständig gemacht und damit viel Leistungswillen und Eigenverantwortung bewiesen.

Josef Herk
Präsident der WKO Steiermark