Neuer Rekordwert für die steirische Exportwirtschaft
Im ersten Halbjahr 2023 exportierte die Steiermark Waren im Wert von 15,3 Milliarden Euro. Die Zukunft bereitet aber Sorgen.
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Es sind eigentlich durchaus positive Zahlen, die für Optimismus sorgen sollten: In den ersten sechs Monaten 2023 wurden aus der Steiermark Waren im Wert von 15,3 Milliarden Euro ins Ausland exportiert – 6,2 Prozent oder 900 Millionen mehr als im bisherigen Rekordjahr 2022 (14,4 Milliarden Euro). „Die Bilanz ist erfreulich, darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die heimische Wirtschaft aktuell zu kämpfen hat“, schränkt Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl ein. Ins selbe Horn bläst auch WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk: „Auch die innovativsten Unternehmen mit den besten Produkten brauchen Rahmenbedingungen – Stichwort hohe Arbeits- und Energiekosten –, die eine Wettbewerbsfähigkeit auf den internationalen Märkten zulassen. Hier ein Plus trotz aller Herausforderungen zu erwirtschaften, zeugt von außerordentlichen unternehmerischen Leistungen, die wir als WKO Steiermark mit umfangreichen Serviceleistungen unterstützen.“ Damit das so bleibt, so Jürgen Roth, Aufsichtsratsvorsitzender des Internationalisierungscenters Steiermark (ICS), brauche es weiterhin einen Fokus auf Forschung und Entwicklung. „Es war ein gutes Exportjahr – aber das jetzige Marktumfeld ist nicht einfach. Wir können uns nur mit exzellenten Produkten absetzen. Dass das zum Erfolg führt, haben die steirischen Unternehmen schon oft bewiesen.“
Die aktuelle Export-Bilanz zeigt einmal mehr, wie innovativ und nachhaltig steirische Produkte sind. Gerade dadurch genießen sie weltweit einen hervorragenden Ruf.

Josef Herk
Präsident WKO Steiermark
Exporterfolge unserer Betriebe sind entscheidend für eine positive wirtschaftliche Entwicklung.
Barbara Eibinger-Miedl
Wirtschaftslandesrätin
Zu den Fakten: Wichtigster Handelspartner für steirische Unternehmen bleibt Deutschland (siehe Tabelle), die Exporte stiegen hier von Jänner bis Juni 2023 um 8,4 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro an. Die USA (+35,1 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro) liegen vor Italien (-8,8 Prozent auf 968 Millionen Euro) auf Platz zwei. Aus Produktsicht sind vor allem „Zugmaschinen und Kraftwagen“ (+329 Millionen Euro) sowie „Waren aus Eisen und Stahl“ (+289 Millionen Euro) für das Exportwachstum verantwortlich. Erstere Kategorie führt mit gesamt 3,7 Milliarden Euro auch die Liste der wichtigsten Exportgüter an, gefolgt von „Maschinen und mechanischen Geräten“ (1,9 Milliarden Euro) sowie „Elektrischen Maschinen und elektronischen Waren“ (1,4 Milliarden Euro).
Wichtigste steirische Exportpartner (1. HJ 2023)
| Land | in Mio. Euro | Land | in Mio. Euro |
| Deutschland | 4.189 | Schweiz | 560 |
| USA | 1.574 | Frankreich | 481 |
| Italien | 968 | Ungarn | 469 |
| China | 755 | Polen | 451 |
| UK | 637 | Slowenien | 392 |
Trotz schwierigem Marktumfeld müssen wir wettbewerbsfähig bleiben und anderen mit guter Ingenieurskunst und steirischem Hirnschmalz weiter einen Schritt voraus sein.
Jürgen Roth
ICS-Aufsichtsratsvorsitzender
Wir dürfen uns nicht verleiten lassen Für eine Prolongierung unserer Exporterfolge 2024 brauchen wir standortpolitische Attraktivierung, die unsere Betriebe im Land stärkt.
Stefan Stolitzka
IV-Präsident
Die vorliegende Statistik zeigt, dass unsere steirischen Außenhandelsunternehmen auch in herausfordernden Zeiten wirtschaftlich reüssieren können.
Manfred Kainz
Obmann Außenhandel