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Thomas Marichhofer ist der neue Obmann in Bruck-Mürzzuschlag, ihm zur Seite steht Martina Romen-Kierner.
© Klaus Morgenstern

Neues Sprachrohr für 5.400 Unternehmen

Nach 23 Jahren gibt es an der Spitze der WK-Regionalstelle eine Rochade: Thomas Marichhofer übernimmt das Amt des Obmanns von Erwin Fuchs.

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 05.12.2023
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Geplant war die Übergabe von Obmann-Dauerbrenner Erwin Fuchs ja schon länger, wie sein Nachfolger Thomas Marichhofer im Gespräch mit der „Steirischen Wirtschaft“ berichtet. „Ich bin vom Erwin schon vor drei Jahren gefragt worden, aber der Zeitpunkt der Übergabe war jetzt doch überraschend. Wichtig ist, dass Erwin Fuchs und auch Franz Skazel mir und meinem Stellvertreter Michael Ulm noch als Mitglieder im Ausschuss zur Verfügung stehen. Es wird ohnehin schwer, in diese Fußstapfen zu treten.“

Als neuer Vertreter von rund 5.400 aktiven Betrieben steht man, in wirtschaftlich angespannten Zeiten, vor einer großen Herausforderung, aber Marichhofer zeigt sich optimistisch: „Wir sind sehr gut aufgestellt, denn wir haben viele Klein- und Mittelbetriebe sowie Industrie in der Region.“ Diesen möchte man in Zukunft ein verlässlicher Ansprechpartner sein und auch für Neugründerinnen und -gründer ein offenes Ohr haben. Einen besonderen Schwerpunkt will Marichhofer als Obmann im Bereich Lehrlingsausbildung setzen. In Zeiten des Fachkräftemangels sei dieser Fokus besonders wichtig, erklärt der Kapfenberger Unternehmer: „Unsere Lehrlinge sind unser Gold und dementsprechend sollten wir sie behandeln. Wenn wir sie heute gut ausbilden, dann haben wir bereits die optimalen Fachkräfte für morgen.“

Weitere Ziele für das kommende Jahr? „Wir werden schauen, dass wir die Schüler wieder mehr in Richtung Lehre bekommen. Da wollen wir den Betrieben aktiv zur Seite stehen.“

Mitarbeiterstand wurde mehr als vervierfacht

Dass Marichhofer sein Handwerk versteht, zeigt seine Vita: 1999 absolvierte er die Meisterprüfung, 2001 stieg er in den Kfz-Handel in Kapfenberg ein, ehe er den dortigen Betrieb 2007 komplett übernahm. „Ich bin 2007 mit gerade einmal sieben Mitarbeitern ins Rennen gegangen und habe schnell gemerkt, wie wichtig die Jugendarbeit ist. Jetzt stehe ich mit engagierten 30 Mitarbeitern da und habe auch mit Blick auf die große Pensionswelle in Österreich kein Problem.“

Künftig wird Marichhofer für die 5.400 Betriebe im Bezirk aktiv ins Gaspedal treten und als deren Interessensvertretung in den Ring steigen.