Zum Inhalt springen

Stellungnahme – PV-Freiflächenanlagen Kapfenberg

25.8.2026

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 10.09.2026

Empfänger

Amt der Stmk. Landesregierung
A13 Umwelt und Raumordnung
Referat Bau- und Raumordnung
Stempfergasse 7
8010 Graz




Absender

WKO Steiermark
Präsidium
Körblergasse 111–113
8010 Graz


Datum

Graz, am 25.8.2026

Inhalt


Stellungnahme - Verordnungen der Stmk. Landesregierung, mit der in der Stadtgemeinde Kapfenberg Flächen als Sonderstandorte für PV-Freiflächenanlagen (Emberg Süd und Deponie Emberg)

GZ: ABT13-2018136/2024-7 und ABT13-157988/2026-3


Sehr geehrte Damen und Herren, 

die Wirtschaftskammer Steiermark dankt für die Übermittlung der Verordnungen der Stmk. Landesregierung, mit der in der Stadtgemeinde Kapfenberg Flächen als Sonderstandorte für PV-Freiflächenanlagen (Emberg Süd und Deponie Emberg) ausgewiesen werden sollen und nimmt dazu wie folgt Stellung:

Die überörtliche Ausweisung der beiden gegenständlichen Flächen als Sonderstandorte für PV-Freiflächenanlagen im Wege einer Verordnung der Landesregierung wird von der Wirtschaftskammer Steiermark ausdrücklich begrüßt. Diese Vorgangsweise entspricht dem raumordnungsrechtlichen Grundsatz, energiewirtschaftlich bedeutsame Standorte einer überörtlichen und koordinierten Planung zuzuführen. Sie entfaltet zudem eine unmittelbare Bindungswirkung für die örtliche Raumplanung der Stadtgemeinde Kapfenberg. Aus wirtschaftlicher Sicht ist dies in mehrfacher Hinsicht positiv zu bewerten.

Durch die verbindliche Standortfestlegung entfällt die Notwendigkeit eigener, zeitintensiver Widmungsverfahren auf Gemeindeebene. Dadurch kann sich die Genehmigungsdauer für konkrete Anlagenprojekte spürbar verkürzen. Zudem schafft die ausdrückliche Vorrangstellung der Solarenergienutzung gegenüber konkurrierenden Nutzungsansprüchen auf diesen Flächen Rechtssicherheit und reduziert das Risiko divergierender Interessenabwägungen in nachgelagerten Verfahren.

Diese Standortsicherung leistet einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit des Wirtschafts- und Industriestandorts Steiermark. Dies gilt insbesondere für die im Raum Kapfenberg ansässigen energieintensiven Industriebetriebe, für die eine regionale und planbare Stromaufbringung einen entscheidenden Standortfaktor darstellt.

Aus Sicht der Wirtschaft ist zudem wesentlich, dass der Ausbau von PV-Freiflächenanlagen nicht isoliert erfolgt, sondern in eine konsistente Speicher- und Netzstrategie eingebettet wird. Wir schlagen daher erneut vor, auf Landesebene einen strukturierten Plan zur Bewältigung der Speicherproblematik (Tag/Nacht- sowie Sommer/Winter-Verschiebung) im Kontext des Ausbaus von Wind- und Solarenergie zu erarbeiten.

Die Wirtschaftskammer Steiermark unterstützt beide Verordnungsentwürfe ausdrücklich und steht für einen vertiefenden fachlichen Austausch hinsichtlich der Entwicklung einer landesweiten Speicherstrategie jederzeit gerne zur Verfügung.



Freundliche Grüße

Ing. Josef Herk, Präsident

Dr. Karl-Heinz Dernoscheg, MBA, Direktor 


Die unterfertigte Stellungnahme finden Sie zum Download rechts in der Downloadbox. (Achtung: Das Download-Dokument ist nicht barrierefrei.)