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Bild von einer Kirche in Warna, in Bulgarien.
© Valkov I stock.adobe.com

Osteuropa trotzt dem Abwärtstrend

Die Volkswirtschaften Mittel- und Osteuropas spüren die Konjunkturdelle, zeigen aber stabile Wachstumsaussichten.

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 25.10.2024
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Trotz des unsicheren internationalen Umfelds präsentiert sich die Konjunktur in den meisten Volkswirtschaften Mittel-, Ost- und Südosteuropas robust. Einige der stark mit der deutschen Industrie verflochtenen Staaten wie Tschechien, die Slowakei und Ungarn, aber auch Rumänien spüren die Rezession in Deutschland erheblich. Das manifestiert sich unter anderem in der sinkenden Produktion in der Automobilindustrie, deren Exporte etwa in der Slowakei rund ein Drittel der Wirtschaftsleistung ausmachen und auch in Tschechien, Slowenien und Ungarn etwa 15 Prozent des BIP entsprechen.

Trotzdem dürften die Volkswirtschaften im nächsten Jahr wieder an Fahrt gewinnen. So sollen Polen, Tschechien, die Slowakei und Ungarn sowie Slowenien 2024 im Durchschnitt um 2,3 Prozent expandieren und ihr Wachstum 2025 auf 3,1 Prozent steigern können. Spitzenreiter beim Wachstum unter den östlichen EU-Mitgliedern ist Polen, und zwar sowohl heuer (3,1 Prozent) als auch im nächsten Jahr (3,7 Prozent). 

Insgesamt prognostiziert das Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) den EU-Mitgliedern der Region für 2024 ein Wachstum von durchschnittlich 2,2 Prozent. Das bedeutet zwar eine Revision nach unten um 0,4 Prozentpunkte gegenüber dem Sommer, 2025 sollte das Konjunkturwachstum aber wieder  auf 2,9 Prozent anziehen.

Expertenvorträge beim Exporttag 

„Haupttreiber des Wachstums in den EU-Mitgliedstaaten Ostmitteleuropas ist und bleibt der private Konsum aufgrund stark steigender Reallöhne“, bilanziert das wiiw in seiner aktuellen Herbstprognose für 23 Länder der Region – einer Region, die auch im Fokus des diesjährigen steirischen Exporttages am 5. November in Graz steht. Unter dem Titel „Positiver Wandel, geopolitische Bruchlinien“ bietet die vom Internationalisierungscenter Steiermark (ICS) organisierte Veranstaltung ab 9.30 Uhr einen Blick auf die aktuelle Marktlage, analysiert Brandherde wie die Ukraine und leuchtet künftige Entwicklungspotentiale in dieser dynamischen Region aus. Informationen unter www.ic-steiermark.at