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Eine Person mit oranger Warnweste und Helm steht in einem Umspannwerk und blickt auf ein Tablet, das sie in Händen hält.
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WKO begrüßt Investitionsprogramm der Energie Steiermark 

Die WKO Steiermark sieht die Kapitalerhöhung der Energie Steiermark um 25 Prozent als positives Signal in Richtung Wirtschaftsstandort. 

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 15.09.2026

Die Energie Steiermark will bis 2035 insgesamt 5,8 Milliarden Euro investieren. Ein langfristiger Wachstumspartner soll dafür über neue Aktien frisches Kapital einbringen, während das Land Steiermark Mehrheitseigentümer bleibt. Die Investitionen in Netze, erneuerbare Erzeugung, Speicheranlagen und Wasserstoff stärken grundsätzlich die Versorgungssicherheit und den Wirtschaftsstandort.

 Wettbewerbsfähige Energiekosten werden erwartet

Seitens der WKO Steiermark wird diese Maßnahme als wichtiger Schritt und auch Impuls begrüßt, speziell für die heimischen Zuliefererunternehmen. Gleichzeitig sind aus Sicht der Wirtschaft damit aber auch klare Erwartungshaltungen verbunden: Die Kapitalerhöhung muss sich an langfristige Investoren richten und darf sich nicht nur in zusätzlichen Projekten widerspiegeln, sondern müsse langfristig auch zu wettbewerbsfähigen Energiekosten beitragen. Das gilt insbesondere für die Netzkosten, die in der Steiermark unter anderem durch die Topographie und Zersiedelung höher sind als in anderen österreichischen Bundesländern. Gleichzeitig liegen die Strommarktpreise aktuell um 40 Prozent über dem Vorjahresniveau – mit weiter steigender Tendenz. Diese Kombination belastet vor allem energieintensive Unternehmen, aber auch Gewerbe, Handel, Tourismus und Dienstleistungsbetriebe. 

„Wir begrüßen die Kapitalerhöhung, weil die Steiermark leistungsfähige Netze, mehr heimische Erzeugung und zusätzliche Speicherkapazitäten braucht. Der Erfolg dieser Investitionsoffensive wird sich aber daran messen, ob Energie für unsere Betriebe sicher und international zu wettbewerbsfähigen Preisen verfügbar ist“, erklärt Josef Herk, Präsident der WKO Steiermark. „Gerade bei den Netzkosten erwarten wir einen klaren Weg hin zu vergleichbaren Bedingungen. Ein Unternehmen darf keinen Wettbewerbsnachteil haben, nur weil es in der Steiermark produziert.“

Gerade bei den Netzkosten erwarten wir einen klaren Weg hin zu vergleichbaren Bedingungen. Ein Unternehmen darf keinen Wettbewerbsnachteil haben, nur weil es in der Steiermark produziert.

Neben Investitionen braucht es aus Sicht der WKO Steiermark auch eine Entlastung bei den staatlich beeinflussten Kostenbestandteilen. Herbert Ritter, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Steiermark, betont: „Wenn geopolitische Krisen die Energiepreise explodieren lassen, darf der Staat nicht auch noch extra mitverdienen. Wir müssen unsere Betriebe hier dringend im Sinne eines Anti-Inflations-Pakts entlasten. Das heißt: Energiesteuern deckeln, CO2-Abgabe pausieren, Industriestrompreispaket beschleunigen und nicht zuletzt auch eigene Rohstoffe fördern. Diese hätten wir ja vor allem im Gasbereich, wo wir uns mit unnötigen Auflagen behindern.“

Damit das zusätzliche Kapital rasch Wirkung entfalten kann, sind außerdem kürzere Genehmigungsverfahren für Netze, Erzeugungsanlagen und Speicherprojekte notwendig. Speichertechnologien müssen dabei stärker in den Mittelpunkt rücken: Sie stabilisieren das Stromsystem, reduzieren Engpässe und machen erneuerbare Energie dann nutzbar, wenn Betriebe sie benötigen.