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Barbara Thaler, Präsidentin der Wirtschaftskammer Tirol
© Thomas Schrott

Kundenzentrierung der WK Tirol: ­Die nächsten Reformschritte

Lesedauer: 1 Minute

03.08.2026
Liebe Unternehmerin, lieber Unternehmer,

beim Kundenzentrierungsprozess der Wirtschaftskammer Tirol folgen die nächsten Reformschritte: Aus bestehenden Beratungsleistungen werden klar definierte Leistungspakete, die für unsere Mitglieder einfacher zugänglich, verständlicher und stärker lösungsorientiert sind.

Eine wichtige Grundlage dafür waren unsere Bezirksdialoge. Sie haben eindeutig gezeigt: Unsere Betriebe erwarten proaktiven Kontakt, klare Zuständigkeiten, verständliche Angebote und konkrete Lösungen – in Innsbruck genauso wie in den Bezirken.

Vier Bereiche im Fokus

Diese Angebote wird es gleichwertig in Innsbruck und in allen Bezirken geben. Wir konzentrieren uns dabei auf jene Themen, bei denen wir als WK Tirol besondere Kompetenz haben und unseren Mitgliedern konkreten Mehrwert bieten können. Jedes dieser Pakete wird für Mitglieder klar buchbar sein – mit festgelegtem Umfang, strukturiertem Ablauf und definiertem Ergebnis.

  • Gründungsbegleitung: Gründerinnen und Gründer werden von der Geschäftsidee bis zur Aufnahme ihrer Tätigkeit gebündelt begleitet.
  • Rechtsberatung und Unterstützung im Tagesgeschäft: Dazu zählen etwa Vertragsprüfungen im Bereich Arbeitsrecht, firmenrechtliche Begutachtungen, Interventionen bei unseriösen Geschäftspraktiken sowie gerichtliche Vertretung im Bereich Arbeits- und Sozialrecht.
  • Krisenprävention und Begleitung: Mit Insolvenzkompass, Betriebshilfe, Unterstützung bei Elementarschäden und neu auch einer Entschuldungsbegleitung für ehemalige Unternehmerinnen und Unternehmer bauen wir unser Angebot in herausfordernden unternehmerischen Situationen weiter aus.
  • Nachfolgemanagement: Mit Übergabe-Navigator und Erstberatung sollen Betriebsübergaben früher und systematischer vorbereitet werden.

Klare Zuständigkeiten 

Ein wesentlicher Punkt ist „One Face to the Customer“: mit einer klaren Ansprechperson, die den Fall intern koordiniert und für eine strukturierte Rückmeldung sorgt. Für unsere Mitglieder soll damit noch klarer werden, wer zuständig ist und wie es weitergeht. Gleichzeitig wollen wir die Informationsflut reduzieren. Informationen sollen künftig gezielter nach Unternehmensphase und konkretem Bedarf ausgespielt werden.

Auch digital entwickeln wir unsere Services weiter. Die Google-KI-Suche ist bereits integriert, ebenso ein Chatbot. Zusätzlich wird an Service-Agents für definierte Anwendungsfälle gearbeitet. Klar ist aber: Digitale Angebote ersetzen nicht die persönliche Beratung, sondern ergänzen sie dort, wo es sinnvoll ist.

Der Nutzen für die Betriebe entscheidet

Wichtig ist schließlich die Messbarkeit. Nutzung, Zufriedenheit und konkreter Mehrwert der neuen Leistungen werden laufend überprüft. So können Angebote weiterentwickelt, besser aufeinander abgestimmt und noch stärker am tatsächlichen Bedarf der Betriebe ausgerichtet werden. Dafür werden Controlling, klare Kennzahlen und regelmäßige Evaluierungen verankert. Genau so wie es unsere Mitglieder in Ihren Unternehmen auch machen.

Unser Ziel ist klar: Eine Wirtschaftskammer Tirol, die noch offensiver, klarer, digitaler und näher an den Bedürfnissen unserer Mitglieder ist.


Ihre Barbara Thaler
Präsidentin der Wirtschaftskammer Tirol