Infos über die Autobus-Branche
Interessenvertretung, Markt und Zahlen
Lesedauer: 3 Minuten
Fachverband der Autobus-, Luftfahrt- und Schifffahrtunternehmungen
Berufsgruppe Bus in der Wirtschaftskammer Österreich
(Mitglieder: Private Betriebe, kommunale Betriebe, ÖBB-Postbus GmbH)
- Obmann (seit 2012): Martin Horvath (Busunternehmer Pinkafeld, Burgenland)
- Geschäftsführer (seit 2002): Mag. Paul Blachnik
Der österreichische Markt
1. Allgemeines
Es gibt rd. 1140 Busunternehmer. Es handelt sich überwiegend um rein private Busunternehmen. Die österreichische Busflotte (gewerblich genutzte Fahrzeuge) besteht aus knapp über 9.800 in Österreich zugelassenen Bussen. Größtes Busunternehmen am österreichischen Markt ist die ÖBB-Postbus GmbH mit über 2300 Bussen und über 3900 Beschäftigten. Von den übrigen 7500 Linien- und Reisebussen sind nahezu 85 % rein im privaten Besitz.
Die privaten Busunternehmer sind überwiegend klein- bis mittelständische Unternehmen mit durchschnittlich 5 Bussen und 5 Beschäftigten (EU-Durchschnitt 5,3 Fahrzeuge). Rund 900 Unternehmer bieten Dienstleistungen im Geschäftsfeld Bustouristik/ Gelegenheitsverkehr an, 240 Unternehmen bilden als Linienverkehrsunternehmer eine wichtige Säule des öffentlichen Personennahverkehrs. Unseren Kunden stehen täglich rund 450.000 Sitzplätze zur Verfügung.
Busfahren bedeutet Klimaschutz
Busse verbinden hohe Beförderungskapazität mit niedrigen Emissionen pro Fahrgast. Nach den aktuellen Emissionskennzahlen des Umweltbundesamtes Österreich verursacht ein Reisebus durchschnittlich 34,6 Gramm CO₂-Äquivalent pro Personenkilometer. Bei einem Linienbus sind es 40,1 Gramm, beim Pkw-Durchschnitt hingegen 136,7 Gramm. Damit verursacht der Reisebus pro Personenkilometer rund 75 Prozent weniger direkte Treibhausgasemissionen als ein durchschnittlicher Pkw. Beim Linienbus liegen die Emissionen rund 71 Prozent darunter.
Busfahren heißt Energie effizient nutzen
Auch beim Energieverbrauch liegt der Bus deutlich vor dem Pkw: Ein Reisebus benötigt durchschnittlich 0,13 kWh pro Personenkilometer, ein Linienbus 0,15 kWh. Beim Pkw-Durchschnitt sind es 0,55 kWh. Der Pkw benötigt damit pro beförderter Person mehr als dreimal so viel Energie.
Busfahren reduziert Luftschadstoffe
Die durchschnittlichen Stickoxidemissionen betragen beim Reisebus 0,10 Gramm und beim Linienbus 0,05 Gramm pro Personenkilometer. Ein Diesel-Pkw verursacht im Vergleich dazu 0,54 Gramm pro Personenkilometer.
Quelle: Umweltbundesamt Österreich, Emissionskennzahlen für Verkehrsmittel, Datenbasis 2024, aktualisiert Mai 2026. Die Werte beziehen sich auf durchschnittliche Besetzungs- beziehungsweise Auslastungsgrade.
Busfahren heißt Staus vermeiden: 30 Pkw ersetzt ein Bus im Straßenverkehr. Das sorgt nicht nur für weniger Emissionen, sondern vor allem auch für mehr Platz in Städten und Gemeinden sowie für weniger Staus.
Busfahren heißt Verkehrssicherheit: Statistisch gesehen ist eine Fahrt 50 Mal sicherer als mit einem PKW, womit der Bus mit deutlichem Abstand als das sicherste Straßenverkehrsmittel gilt.
Mit unserer Flotte von rund 9.800 Bussen werden im Reiseverkehr jährlich über 1 Million Gäste befördert. Im ÖPNV sind wir für 600 Millionen Beförderungsfälle verantwortlich und legen dabei über 340 Millionen Kilometer zurück (das bedeutet 23mal täglich um die Erde!). Die Unternehmen investieren jährlich rund 300 Millionen Euro in die Erneuerung ihres Fuhrparks.
2. Eckdaten
- Zahl der Busunternehmer: rund 1.140 Mitglieder
- Zahl der Neuzulassungen: rund 950 Fahrzeuge
- Zahl der gewerblich genutzten Omnibusse in Österreich: rund 9.800 Fahrzeuge
- Bussse im Linienverkehr: rund 5500 Fahrzeuge
- Busse im Gelegenheitsverkehr: rund 4300 Fahrtzeuge