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Hinter einer Glasscheibe verlaufen Gleise. Vor der Glasscheibe ist ein großer, blauer Tisch, der mit der Glasscheibe teilweise verbunden ist. Auf dem Tisch sind verschiedene Knöpfe, Schalter, ein Mikrofon, Hebel, ein Telefon, Bildschirme und ein Tablet
© Ronald Rampsch | stock.adobe.com

Neue Ausschreibungen für Hochgeschwindigkeitszug zwischen Sydney und Newcastle

Debatte um High Speed Rail in Australien

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Australien Schienenverkehr Verkehrsinfrastruktur/Tiefbau Beratung
Stand: 31.03.2026

Für die erste Phase des Hochgeschwindigkeitszugs Sydney-Newcastle hat die australische Regierung sieben Ausschreibungen bekannt gegeben. Diese wurden auf der AusTender-Website veröffentlicht.

Die ausgeschriebenen Pakete umfassen:

  • Technische und architektonische Beratung
  • Beratung für Geschäftsstrategie, Betrieb und Instandhaltung
  • Beratung für kommerzielle Angelegenheiten und Transaktionen
  • Lieferpartner
  • Strategische Beratung für Grundstückserwerb
  • Beratung für Umweltplanung und -bewertung
  • Beratung für Nachfrageprognosen

Auch wenn australische Anbieter vorrangig berücksichtigt werden, besteht weiterhin ein hoher Bedarf an internationaler Expertise.

Hierzu findet am 21. April ein Industry Briefing in Newcastle statt, welches das AC Sydney besuchen wird.

Das AußenwirtschaftsCenter Sydney hilft Ihnen gerne bei der Vernetzung mit Konsulenten und Generalunternehmen.  

Debatte um High Speed Rail in Australien

Die Entwicklungsphase der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Newcastle und Sydney hat begonnen. Die neue Linie soll die Fahrzeit auf etwa 1 Stunde verkürzen. Sie gehört zu einem großangelegten Projekt, das Sydney, Newcastle, Canberra und Melbourne miteinander via Hochgeschwindigkeitsstrecken verbinden soll.

Befürworter sehen die Strecke als wichtig für Wirtschaft und Mobilität. Vor allem Pendler profitieren von der stark verkürzten Reisedauer. Zudem heißt es, das Projekt würde in den nächsten 50 Jahren 99.000 neue Arbeitsplätze schaffen, und bis zu 104.000 neue Wohnräume. Damit könnte das Projekt auch dem Wohnungsproblem in Sydney entgegenwirken, wo die Nachfrage nach leistbarem Wohnraum seit Jahren ansteigt.

Die Australasian Railway Association (ARA) sieht nun den richtigen Zeitpunkt für die Umsetzung. Das liegt daran, dass die nationale Bautätigkeit im Schienenbereich bis 2031/2032 voraussichtlich um 35 % zurückgehen wird. Dadurch werden Kapazitäten und Ressourcen frei, die für solch ein Großprojekt genutzt werden können.

Trotz der Vorteile äußern Experten große Zweifel am Projekt. Hochgeschwindigkeitsbahnen benötigen gerade Strecken, um die erforderliche Geschwindigkeit zu erreichen. Das würde den Bau von rund 115 Kilometern Tunnel erfordern. Zudem hält ein Bericht des Grattan Institute Hochgeschwindigkeitsbahnen in Australien für ungeeignet. Das Institut rät der Regierung, keine weiteren Mittel für wiederholte Untersuchungen auszugeben. 

Auch Professor David Levinson der Universität Sydney kritisiert das Vorhaben und stellt infrage, ob Menschen wirklich an einen Ort ziehen, nur, weil dort Gleise verlegt wurden. Auch fehlt ihm die faktische Grundlage der, von der Regierung veröffentlichten Zahlen.

Ein weiteres Problem stellen die hohen Kosten dar, die häufig unterschätzt werden. Derzeit wird bereits mit Kosten von bis zu 54,51 Mrd. EUR gerechnet. Die Regierung hofft, dass der private Sektor einen Teil der Finanzierung übernimmt.

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