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Der Weg zum eigenen Webshop

Der Start in den Onlinehandel

STEP 1: Ist ein Webshop für mein Unternehmen sinnvoll?   

Vor dem Einstieg in den Onlinehandel sollte eine sorgfältige Analyse der Ist-Situation bzw. Planung der beabsichtigten Strategie erfolgen.

Tipp!
Nehmen Sie unsere kostenlose Einstieg in den E-Commerce“-Beratung in Anspruch! Hierbei wird evaluiert, ob Onlinehandel oder Onlineaktivitäten für das Unternehmen sinnvoll sind und in welcher Form der Webauftritt erfolgen soll (eigener Shop, Plattform, Social Media,…)

Die nachfolgenden Fragen unterstützen Sie bei Analyse und Planung und sollten gemeinsam mit einem Experten im Bereich E-Commerce beantwortet werden.

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Tipp!
Ist der Webshop für Ihr Unternehmen nicht sinnvoll, so könnte  eine der zahlreichen Online-Handelsplattformen eine Lösung für Sie sein!

STEP 2: Welches Webshopsystem verwende ich? 

Die Pflege des Produktangebots im Webshop und der damit verbundene Aufwand sind ein wesentliches Auswahlkriterium für die geeignete Webshop-Lösung. Dabei sollte das Hauptaugenmerk auf den Mehrwert für den Kunden, die notwendige Funktionalität im operativen Geschäft, rechtliche Rahmenbedingungen und auch auf Erweiterungsmöglichkeiten bzw. Skalierbarkeit gelegt werden.

Grundsätzlich stehen unterschiedliche Möglichkeiten von der Eigenentwicklung über den Kauf von Standardlösungen oder den Einsatz kostenloser Open Source-Software bis hin zur Miete eines Webshops oder dem Outsourcing an externe E-Commerce-Dienstleister zur Verfügung.

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Tipp!
Eine Checkliste zur Unterstützung bei der Auswahl des geeigneten Webshops finden Sie im kostenlosen Leitfaden E-Marketing & E-Commerce.

Benutzerfreundlichkeit

Der Webshop sollte den Nutzern einen Mehrwert bieten. Die Benutzung der Website oder des Webshops sollte Spaß machen.

Dabei sind folgende Elemente von Bedeutung:

  • Erreichbarkeit
    • Browser-Unabhängigkeit
    • Multichannel-Ausgabefähigkeit der Inhalte für PC, Mobiltelefone, etc.
    • gute Auffindbarkeit in Suchmaschinen

  • Individuelle Ansprache
    • zielgruppenspezifische Zugänge
    • bedarfsorientierte Informationsarchitektur
    • Möglichkeit zur Individualisierung/Personalisierung von Funktionen

  • Funktionaler Bedienkomfort
    • konsistente und eindeutige Bezeichnungen von Navigationspunkten
    • intuitives und effektives Handling von Navigationsfunktionen

  • Inhaltlicher Mehrwert
    • Informationsbreite und -tiefe
    • klar strukturierte und lesbare Texte
    • kontextrelevante Querverlinkung (Cross-Linking)

  • Intelligente Suchfunktion
    • Rasche und unkomplizierte Auffindung der gewünschten Produkte
    • Fehlertoleranz bei Eingabe der Suchbegriffe
    • Dynamische Filternavigation (Herstellung von Trefferlisten durch den Benutzer mittels Filterung über Produktkategorien, Kategorien, Hersteller, Preis etc.)
    • Aussagekräftiges Reporting zur Analyse der Suchvorgänge im Webshop, um die Suche verkaufsfördernd zu gestalten.

STEP 3: Welche rechtlichen Rahmenbedingungen und Informationspflichten für Webshops sind zu beachten?

Das Recht rund um den Onlinevertrieb ist unter anderem in unserer  E-commerce Rechtsfibel (PDF) zusammengefasst. Wichtig ist, sich über die rechtlichen Grundlagen für den Webshop zu informieren.

Tipp!

Minimieren Sie das Risiko für Ihren Webauftritt mit Checklisten, Tipps, Formulierungsvorschlägen und Auszügen aus den geltenden Gesetzen mit Hilfe der Broschüre "So gestalten Sie Ihren Webauftritt gesetzeskonform".

Webshop: In 7 Schritten zur Bestellung

Muster für einen möglichen Ablauf einer Bestellung im Webshop.

Verstoß gegen Internetrecht - Was tun

Auf Anwaltsbriefe richtig reagieren - Allgemeiner Überblick.

Sie planen einen grenzüberschreitenden Webshop?

Bitte nehmen Sie vorab Kontakt mit dem entsprechenden WKÖ-Außenwirtschaftscenter auf!

Aufgrund der E-Commerce-Richtlinie der EU gilt im E-Commerce grundsätzlich das Herkunftslandprinzip

Das Herkunftslandprinzip bedeutet, dass auf Sachverhalte im Internet immer das Recht des Diensteanbieters (genau genommen das Recht jenes Staates, wo der Diensteanbieter seinen Sitz hat), anzuwenden ist. Das führt im Regelfall zur Anwendbarkeit des Rechts des Unternehmers, der seine Dienste im Internet anbietet. Für österreichische Unternehmer würde im Internet daher österreichisches Recht gelten.

Von diesem Herkunftslandprinzip bestehen jedoch einerseits zahlreiche Ausnahmen, andererseits hängt es von der Umsetzung in den einzelnen (anderen) Mitgliedsstaaten ab, wie weit das Herkunftslandprinzip tatsächlich verwirklicht ist. 

Eine ganz wesentliche Ausnahme vom Herkunftslandprinzip betrifft das Verbrauch- oder Konsumentenrecht. Bei allen Verträgen mit einem Verbraucher (B2C) sind immer die jeweiligen Verbraucherschutzvorschriften des Staates zu berücksichtigen, in dem der Verbraucher seinen Wohnsitz hat. Damit gilt zwar für einen österreichischen Internet-Diensteanbieter grundsätzlich österreichisches Recht, jedoch hat er (zusätzlich) auch das Verbraucherschutzrecht des jeweiligen Verbraucher-Staates zu beachten. Im Bereich der EU wurde durch die Verbraucherrechte-Richtlinie, die grundsätzlich vollharmonisiert ist, versucht einheitliche Verbraucherrechte zu schaffen.

Bei grenzüberschreitenden Webshops wird empfohlen, sich über die einschlägigen Bestimmungen des Ziellandes (besonders wichtig aufgrund der gleichen Sprache: Deutschland) zu informieren. Dies am besten in Zusammenarbeit mit einem Rechtsanwalt und/oder über die jeweiligen  AußenwirtschaftsCenter der WKO. Dies gilt auch für Länder innerhalb der EU, da die Verbraucherrechte-Richtlinie zwar das Rücktrittsrecht (Widerrufsrecht) vereinheitlicht hat, viele andere Bereiche jedoch nach wie vor nicht EU-weit vereinheitlicht sind. Die Außenwirtschaftsorganisation (AWO) gibt für die EU-Staaten einschlägige Broschüren (Fachreports) heraus (Beispiel: Fachreport Deutschland – Rahmenbedingungen für österreichische Onlinehändler auf dem deutschen Markt). Tun Sie das nicht und verstoßen gegen ausländisches Verbraucherschutzrecht, dann drohen Ihnen teure Unterlassungsklagen.

TIPP: Wenn Sie ausschließen wollen, dass Ihr Webauftritt „als auf einen anderen Staat/Markt“ eingestuft wird, dann stellen Sie dies auf Ihrer Homepage (Startseite) unmissverständlich und in allen Sprachen klar, in denen Ihre Website betrieben wird; zur Sicherheit auch in Englisch. Beachten Sie diesbezüglich das Thema Geoblocking

Insbesondere für Deutschland ist das notwendig, da auf Grund der gleichen Sprache ansonsten davon ausgegangen werden kann, dass sich Ihre Website auch an Nutzer aus Deutschland richtet. Ob das freilich ausreicht, ist im Einzelnen von der Rechtsprechung bislang noch nicht geklärt. Der EuGH hat dazu entschieden, dass das bloße Bestehen einer Website mit der Möglichkeit auf diese auch vom Heimatstaat des Verbrauchers zugreifen zu können, noch kein „Ausrichten“ auf diesen Staat darstellt. Damit als Gerichtsstand der Wohnsitz des Verbrauchers herangezogen wird, müssen weitere Anhaltspunkte hinzukommen, wie zB. Domänenamen mit anderen Länderbezeichnungen, Anfahrtsbeschreibungen von anderen Mitgliedstaaten, Angabe einer anderen Sprache oder Währung als der eigenen mit Möglichkeit der Buchung und Buchungsbestätigung in dieser anderen Sprache, usw.

Damit der Verbraucher vor dem Gericht des Ortes, an dem er seinen Wohnsitz hat, Klage erheben kann, kommt es aber nicht darauf an, ob der letztlich geschlossene Vertrag im Wege des Fernabsatzes zustande gekommen ist oder nicht.

Eine Sammlung rechtlicher Grundlagen finden Sie hier zum Download.

STEP 4:  Informieren Sie sich über Zahlungsverfahren und Risikomanagement im Onlinehandel

Um Zahlungsvorgänge online abzuwickeln, stehen unterschiedliche elektronische und mobile Bezahlmethoden und Zahlungssysteme (E-Payment und M-Payment) zur Verfügung. Bei der Auswahl der einzelnen Zahlungsverfahren sind für Webshop-Betreiber insbesondere Sicherheit und Kosten von Bedeutung. Gleichzeitig sollten Onlinehändler aber auch Überlegungen zum Geschäftsmodell des Webshops und zu den Zielgruppen anstellen.

Payment Service Provider bieten für die technische Anbindung und die Transaktionsabwicklung im E- und M-Commerce sozusagen die "virtuelle Kasse" im Internet an und integrieren die gewünschten Bezahlsysteme in Onlineshops.

Informieren Sie sich über Anbieter im bargeldlosen Zahlungsverkehr.

Tipp!
Eine Übersicht von geeigneten Zahlungsverfahren sowie Leitfragen finden Sie im Kaptitel 10 im kostenlosen Leitfaden E-Marketing & E-Commerce.

STEP 5: Lieferlogistik im Onlinehandel

Der Versand stellt dabei einen der Erfolgsfaktoren im Onlinehandel dar. Aus Händlersicht sind die Kosten, die durch Kommissionierung, Verpackung, Frankierung und Versendung entstehen sowie die Kosten durch Retouren möglichst gering zu halten.

Aus Sicht der Kunden sollte der Versand kostengünstig sein, die bestellte Ware schnell und sicher geliefert werden und bei Nichtgefallen auch problemlos und mit wenig Aufwand zurückgeschickt werden können.

Im Idealfall sollte die Versandabwicklung möglichst durchgängig und ohne große manuelle Eingriffe ablaufen, denn Medienbrüche stellen in der Regel potentielle Fehlerquellen dar. 

Tipp!
Eine Übersicht finden Sie im Kapitel 11 im kostenlosen Leitfaden E-Marketing & E-Commerce.

STEP 6: Konversion & Web-Controlling 

Durch vielfältige Maßnahmen im Online-Marketing (z.B. Newsletter, Online-Werbung, Affiliate-Marketing, etc.) werden Benutzer auf die eigene Website bzw. auf den Webshop geleitet. Diese Maßnahmen erfolgen in der Hoffnung, dass Besucher auch in reale Käufer im eigenen Onlineshop verwandelt werden können, also eine Konversion zu erzielen.

Zur zielgerichteten Verkaufssteigerung empfehlen wir Ihnen den Einsatz von Web-Controlling Werkzeugen.

Tipp!
Umfassende Informationen und  Checklisten zum Thema Konversion und Web-Controlling finden Sie im Kapitel 13 im kostenlosen Leitfaden E-Marketing & E-Commerce.

STEP 7: Zertifizierungen im Onlinehandel

Das Österreichische E-Commerce Gütezeichen ist ein wichtiges Qualitätskriterium für Webshops, das Verbrauchern einen sicheren Online Einkauf garantiert. Durch die Zertifizierung erhalten Onlinehändler nicht nur ein Zeichen für Seriosität, sondern auch kostengünstige Unterstützung und Beratung für ihren Onlineshop.

Tipp!
Bevor Sie mit Ihrem Webshop starten informieren Sie sich über unser Beratungsangebot und die Fördermöglichkeiten im Bereich E-Commerce!
Nach Fertigstellung empfehlen wir den für WKNÖ-Mitglieder kostenlos angebotenen WEB-Check!

Trotz sorgfältigster Recherche erfolgen die Angaben ohne Gewähr.