Woman in Business Circle am 20.5.2026 – Rückblick
Zukunft gestalten: Unternehmerinnen & KI
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Unter dem Motto „Zukunft gestalten: Unternehmerinnen & KI“ fand am 20. Mai 2026 ein „Woman in Business Circle“ im Bundeskanzleramt statt. Im Gespräch mit WKÖ-Präsidentin Martha Schultz sprach Staatssekretär Alexander Pröll über Chancen und Herausforderungen von Künstlicher Intelligenz (KI) für die Wirtschaft auf sowie die neue Regierungsinitiative „She goes AI“, welche die Stärkung von Frauen rund um das Thema KI zum Ziel hat.
Mit Unternehmerinnen kann die Zukunft mehr
WKÖ-Präsidentin und FiW-Bundesvorsitzende Martha Schultz betonte in ihrer Eröffnung, dass Unternehmerinnen Gestalterinnen der Zukunft sind. Sie treffen täglich Entscheidungen, schaffen Arbeitsplätze und bringen neue Perspektiven und Lösungsansätze ein - auch im Bereich der Künstlichen Intelligenz.
KI sei die Schlüsseltechnologie der kommenden Jahrzehnte und eröffne enorme Chancen für Innovation, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig seien die rasanten Entwicklungen von KI sind oft auch mit Unsicherheiten verbunden. Für Schultz soll es in der Diskussion rund um KI aber nicht darum gehen, was KI mit den Menschen macht, sondern was Menschen mit KI schaffen können.
„KI kann Freiräume schaffen für Kundinnen und Kunden, für neue Strategien, für Innovation und Wachstum. Sie ist ein Werkzeug, das uns unterstützen kann.“, betont Schultz.
Besonders wichtig sei ihr, dass Frauen in der Wirtschaft bei dieser technologischen Revolution nicht nur zuschauen, sondern am Regiepult sitzen, wo die Weichen für morgen gestellt werden.
Auch Alexander Pröll, Staatssekretär für Digitalisierung, Verfassung, öffentlichen Dienst, Koordinierung und Kampf gegen Antisemitismus ist überzeugt: „KI eröffnet Chancen, die es zu nutzen gilt.“
KI als strategischer Hebel für den Wirtschaftsstandort
Pröll unterstrich die strategische Bedeutung von KI für die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs und Europas. Gerade in Zeiten globaler Veränderungen sei es entscheidend, digitale Souveränität auszubauen und technologische Abhängigkeiten zu reduzieren.
KI könne dabei Wachstumstreiber für den Wirtschaftsstandort werden. „Studien zeigen, dass KI in den nächsten zehn Jahren eine Wertschöpfungssteigerung von bis zu 18% ermöglichen kann,“ so Pröll.
Die Aufgabe der Politik sei es, bestmögliche Rahmenbedingungen zu schaffen, um KI sicher und unkompliziert nutzen zu können. Dazu gehören u.a. der strategische Ausbau der digitalen Infrastruktur, Entbürokratisierung hinsichtlich Implementierung und Datenschutz sowie der gezielte Aufbau von KI-Kompetenzen in der Gesellschaft. Besonders der letzte Punkt sei essenziell, um das volle Potential von KI ausschöpfen zu können. „Schulungen und Ausbildungen sind das Fundament. Selbst die beste Technologie bringt uns nichts, wenn wir nicht wissen, wie sie genutzt werden kann“, so der Staatssekretär.
„She goes AI“ für eine gendergerechte KI-Zukunft
Mit der Initiative „She goes AI“ will die Bundesregierung Frauen im Bereich KI gezielt stärken und den Gender Gap in der KI zu schließen, „Der Anteil von Frauen im KI-Sektor liegt aktuell bei nur rund 20 %, was zu einem männlichen Gender Bias in KI Systemen und Algorithmen führt“, so Alexander Pröll. Es brauche daher mehr Sichtbarkeit, Vernetzung und praxisnahe Angebote für Frauen und Unternehmerinnen in diesem Zukunftsfeld.
Die Initiative setzt dabei auf Weiterbildung, Workshops, Förderungen sowie den Austausch mit Expertinnen, Role Models und Politik. Anhand von Best Practices soll gezeigt werden, wie dank KI mehr Effizienz und Innovation geschaffen werden kann.
Mut zu Veränderung
Der Woman im Business Circle mit rund 80 Unternehmerinnen machte deutlich: Künstliche Intelligenz wird Wirtschaft und Arbeitswelt nachhaltig verändern – und Unternehmerinnen wollen diese Entwicklung aktiv mitgestalten.
„Über 150.000 Unternehmerinnen bewirken Veränderung, treiben Fortschritt voran und prägen Unternehmenskulturen. Mit ihrem Ideenreichtum und ihrer Umsetzungskraft haben sie den Anspruch, die digitale Zukunft aktiv mitzugestalten“, betonte WKÖ-Präsidentin Martha Schultz abschließend. Neben den inhaltlichen Impulsen stand vor allem der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Das starke Netzwerk von Frau in der Wirtschaft und Initiativen wie „She goes AI“ bot den Teilnehmerinnen den passenden Rahmen für Vernetzung, neue Perspektiven und Diskussionen über die Chancen von KI für Unternehmerinnen.
Text: Daniela Stockhammer