Mit KI passende Texte für Praktikum und Schnuppertage erstellen
Wie Betriebe mit künstlicher Intelligenz für die Zielgruppen Jugendliche, Schüler und Eltern passende Text erstellen
Lesedauer: 4 Minuten
Schüler für Praktikum und Schnuppertage ansprechen
Viele kleine Handwerksbetriebe bieten Jugendlichen die Möglichkeit, einen guten Einblick in ihren Beruf zu erhalten. Oft erfahren Schüler aber nur zufällig, dass ein Praktikum oder ein Schnuppertag im Betrieb möglich wäre.Gerade für Jugendliche, die noch nicht genau wissen, welcher Beruf zu ihnen passt, kann ein erster Einblick in den Betriebsalltag interessant sein. Für Betriebe ist das zugleich eine Möglichkeit, früh mit Jugendlichen in Kontakt zu kommen, die sich später für eine Lehre interessieren könnten.
KI kann helfen, vorhandene Informationen so aufzubereiten, dass unterschiedliche Zielgruppen passend angesprochen werden: Jugendliche selbst, Schulen und Lehrkräfte oder auch Eltern.
Das bringt im Betrieb konkret etwas
- Praktikums- und Schnuppermöglichkeiten werden sichtbarer.
- Jugendliche erhalten verständliche Informationen darüber, was sie im Betrieb kennenlernen können.
- Aus denselben Angaben lassen sich verschiedene Texte für unterschiedliche Zielgruppen erstellen.
- Schulen und Lehrkräfte können eine kompakte Information erhalten, die sie an interessierte Jugendliche weitergeben können.
- Kleine Betriebe müssen nicht für jeden Kanal einen neuen Text von Grund auf schreiben.
Praxisbeispiel
Ein Installationsbetrieb mit sechs Mitarbeitern nimmt grundsätzlich gerne Schüler für Schnuppertage auf. Aktiv beworben wurde das bisher jedoch nicht. Gelegentlich fragt eine Schule oder ein Elternteil telefonisch nach.
Der Betriebsleiter sammelt deshalb zunächst einige einfache Angaben:
- Welche Berufe können Jugendliche kennenlernen?
- Für welchen Zeitraum sind Schnuppertage oder Praktika möglich?
- Wer begleitet sie?
- Was sollten sie mitbringen?
- Wie können Interessierte Kontakt aufnehmen?
- Welche Ausbildungs- oder Entwicklungsmöglichkeiten gibt es in weiterer Folge?
Diese Informationen gibt er ohne personenbezogene Daten in ein KI-Tool ein.
Daraus lässt er drei unterschiedliche Texte erstellen:
- Für Jugendliche: eine kurze, direkte Einladung, die verständlich beschreibt, was sie im Betrieb kennenlernen können.
- Für Schule oder Lehrkraft: eine sachliche Information mit Dauer, Ansprechpartner, Beruf und Kontaktmöglichkeit.
- Für Eltern: eine etwas ausführlichere Beschreibung des Ablaufs und der Möglichkeit, den Beruf kennenzulernen.
- Für die Website: eine etwas ausführlichere Beschreibung, die sich an Jugendliche und Eltern richtet.
Die inhaltliche Grundlage bleibt unverändert. Sprache, Länge und Schwerpunkt werden an die jeweilige Zielgruppe angepasst.
Der Einstieg
Für einen ersten Versuch müssen Sie keine neue Praktikumsbroschüre erstellen. Sammeln Sie zunächst die Informationen, die Interessierte ohnehin von Ihnen brauchen.
Zum Beispiel:
- Welcher Lehrberuf kann kennengelernt werden?
- Für wen ist das Angebot gedacht?
- Sind einzelne Schnuppertage oder mehrere Praktikumstage möglich?
- Was können Jugendliche bei Ihnen kennenlernen?
- Wer begleitet sie im Betrieb?
- Gibt es etwas, das sie mitbringen sollten?
- Wann sind Praktika grundsätzlich möglich?
- Wie erfolgt die Kontaktaufnahme?
Je konkreter diese Angaben sind, desto glaubwürdiger wird später auch der Text.
Praktischer Prompt
"Erstelle aus den folgenden Angaben drei kurze Texte für einen kleinen Handwerksbetrieb, der Schüler für ein Praktikum, einen Schnuppertag oder berufspraktische Tage gewinnen möchte.
Verwende ausschließlich die Angaben, die ich dir gebe, und erfinde keine Tätigkeiten oder Angebote.
Erstelle:
- einen kurzen und verständlichen Text direkt für Jugendliche,
- eine sachliche Information für Schulen und Lehrkräfte,
- einen etwas ausführlicheren Text für die Website, der Jugendliche und Eltern anspricht.
Die Texte sollen freundlich und einladend sein, aber keine übertriebenen Werbeversprechen enthalten. Beschreibe möglichst konkret, was Jugendliche im Betrieb kennenlernen können.
Weise mich am Ende darauf hin, welche wichtigen Informationen in meinen Angaben noch fehlen.
Angaben zum Betrieb und zum Praktikum:
[Angaben einfügen]"
Mögliches Vorgehen im Betrieb
- Festlegen, welche Praktikums- oder Schnuppermöglichkeiten tatsächlich angeboten werden können.
- Die wichtigsten Informationen in Stichpunkten sammeln.
- Mit KI unterschiedliche Textfassungen für Jugendliche, Schulen und Website erstellen lassen.
- Prüfen, ob alle Angaben tatsächlich stimmen.
- Sprache und Ton an den eigenen Betrieb anpassen.
- Den Text über geeignete Wege weitergeben – beispielsweise Website, Schule, Aushang oder persönliche Kontakte.
- Kontaktdaten und mögliche Zeiträume regelmäßig aktualisieren.
Konkret beschreiben, was Jugendliche kennenlernen können
"Lerne unseren Betrieb kennen" ist freundlich, sagt Jugendlichen aber noch wenig Informationen über die konkreten Inhalte eines Schnupper- oder Praktikumtages. Interessanter wird eine Einladung, wenn sie konkret beschreibt, was zu sehen oder kennenzulernen ist.
- Statt: "Bei uns kannst du den Beruf des Installateurs kennenlernen."
- könnte beispielsweise stehen: "Du bekommst einen Einblick in unseren Arbeitsalltag, lernst typische Werkzeuge und Materialien kennen und siehst, wie ein Auftrag vorbereitet und organisiert wird."
Welche Tätigkeiten Jugendliche tatsächlich beobachten oder selbst ausprobieren können, muss der Betrieb selbstverständlich vorab festlegen. KI kann bei der Formulierung helfen. Die interessanten Inhalte liefert der Betrieb selbst.
Wichtig
Auch bei einer einladenden Ansprache sollten nur Angebote beschrieben werden, die der Betrieb tatsächlich ermöglichen kann.
Zeiträume, Ansprechpartner, Tätigkeiten und organisatorische Angaben müssen vor der Veröffentlichung geprüft werden.
Welche Tätigkeiten Schüler während eines Praktikums oder Schnuppertages kennenlernen oder selbst durchführen dürfen, ist vom Betrieb unter Berücksichtigung der jeweiligen fachlichen und sicherheitsbezogenen Vorgaben festzulegen.
Für die Erstellung allgemeiner Texte sind in der Regel keine personenbezogenen Daten von Schülern erforderlich.