Nahost: Daten und Fakten zu Exporten
Die Länder des Nahen Ostens waren und sind trotz geopolitischer Spannungen wichtige Märkte für die österreichische Exportwirtschaft.
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Trotz der hohen politischen Volatilität im gesamten Nahen Osten entwickelte sich die Gesamtzahl österreichischer Exporte in diese Region letzthin positiv. Vor allem die Golfregion hat für die österreichische Exportwirtschaft deutlich an Bedeutung gewonnen. Im Jahr 2024 exportierten Österreichische Firmen Waren im Wert von 2,8 Mrd. Euro in die gesamte Region – ein Zuwachs von rund +7,5 % innerhalb von zehn Jahren.
Vor allem in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten verzeichnen Österreichs Unternehmen wichtige Erfolge. 2025 exportierte Österreich Waren im Wert von EUR 845,2 Mio. in die VAE bzw. EUR 678,5 Mio. nach Saudi Arabien. Der Erhalt der hohen wirtschaftlichen Dynamik in der Region hängt maßgeblich von einer raschen Beendigung jeglicher Kampfhandlungen bzw. einer generellen politischen De-Eskalation ab.
Die wirtschaftliche Bedeutung der Region für Österreichs Exportwirtschaft im Überblick
Die Warenexporte in die Länder des Nahen und Mittleren Ostens entsprechen 1,4 % der heimischen Gesamtexporte. Größter Exportmarkt in der Region sind die VAE. Laut Statistik Austria haben die VAE 2025 österreichische Waren im Wert von mehr als 845 Mio. Euro bezogen. Nach einem deutlichen Zuwachs von 24,2 % im Jahr 2024 konnten die österreichischen Warenausfuhren im Vorjahr erneut um 3,6 % gesteigert werden.
Die VAE sind damit auf Rang 32 der größten Exportmärkte. Wichtigste Exportgüter waren elektrische Maschinen gefolgt von Kesseln, Maschinen, Apparaten und mechanischen Geräten und Fahrzeugen.
Alle relevanten Informationen über die Vereinigten Arabischen Emirate
Die österreichischen Exporte nach Saudi-Arabien sind 2024 auf knapp 800 Mio. Euro gestiegen. Dies entsprach einem Zuwachs von 48,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2025 gaben die Exporte um 15 Prozent auf 678 Mio. Euro nach.
Made in Austria ist in diesen Bereichen stark vertreten:
- Export von Rohren
- Antisera
- Schalter & Sicherungen
- Feuerfeste Zemente & Mörtel
- Arzneiwaren
Die österreichischen Exporte nach Israel stiegen im Gesamtjahr 2024 um 10 % auf 594 Mio. Euro. Im Vorjahr gaben die Ausfuhren um 11 % auf annähernd 530 Mio. Euro nach. Zu den wichtigsten österreichischen Ausfuhren zählen pharmazeutische Erzeugnisse, mechanische Maschinen, Apparate und Geräte, elektrische Maschinen, Apparate und Waren.
Nach einem Rekord-Tourismusjahr mit über 1 Mio. Nächtigungen 2023 kehrten israelische Gäste aufgrund mangelnder Flugverbindungen weniger oft in Österreich ein. Mit 217.000 Ankünften und knapp über 700.000 Nächtigungen war Israel aber nach wie vor ein wichtiger Überseemarkt und kam auf den 17. Platz der Herkunftsländer.
Österreichs Exporte in den Iran sind seit Jahren wegen der Konflikte in der Region und der verschärften internationalen Sanktionen massiv rückläufig. Österreichische Exporte sanken 2024 um 25,2 % auf 118,7 Mio. Euro. Im Jahr 2025 gingen diese abermals um 6,24 % auf 111,3 Mio. Euro zurück.
Zu den wichtigsten österreichischen Exportgütern zählen pharmazeutische Erzeugnisse. Die Zahl österreichischer Niederlassungen ist in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen und heute verschwindend gering.
2024 exportierte die heimische Wirtschaft Waren im Wert von 60 Mio. Euro. 2025 belief sich der österreichische Warenexport nach Katar auf 99 Mio. Euro und lag damit um mehr als 60 % über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Zu den wichtigsten Exportgütern gehören PKW mit Hubkolbenmotoren über 3.000 cm³, Tannen- und Fichtenholz sowie Apparate zum Filtern und Reinigen von Gasen.
2024 entwickelten sich die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und Jordanien trotz globaler Herausforderungen relativ stabil. Die österreichischen Exporte nach Jordanien erreichten 2025 ein Volumen von mehr als 48 Mio. Euro. Das entspricht einem Rückgang von 9,9 %.
Die wichtigste Warengruppe bilden Getränke, an zweiter Stelle folgten Zugmaschinen und Kraftfahrzeuge gefolgt von Maschinen und mechanischen Geräten.
Informationen zur Wirtschaftslage
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