E-Commerce-Studie: Onlinehandel erreicht Rekordniveau
Onlinehandel wächst deutlich stärker als der Einzelhandel – von dieser Dynamik profitieren jedoch vor allem internationale Plattformen.
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Aktualisiert am 01.06.2026
Der heimische Onlinehandel hat 2025 ein neues Rekordniveau erreicht. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Österreichs Wirtschaft (iföw) im Auftrag der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Nach einer Konsolidierungsphase im Jahr 2023 und einer Erholung 2024 befindet sich der Onlinehandel wieder klar auf Wachstumskurs.
Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick:
- Mit einem Plus von +9,5% verzeichnete der Onlinehandel (B2C) in Österreich 2025 einen deutlichen Wachstumssprung. Der Bruttoumsatz erreichte mit 11,5 Mrd. Euro ebenso ein Rekordniveau wie der Onlinehandelsanteil am gesamten Einzelhandelsvolumen, der erstmals auf 10,1% stieg.
- Besonders stark legten die Bereiche Pflegeprodukte (+13,2%), Lebensmittel (+11,7%) und Mode (+10,9%) zu.
- Das Segment Mode bleibt mit einem Anteil von 23,1% der größte Bereich im Onlinehandel, gefolgt von Elektronik (21,0%) sowie Hobby und Freizeit (18,7%).
- Die Dynamik des Onlinehandels übertrifft jene des gesamten Einzelhandels deutlich: Seit 2017 stiegen die Bruttoumsätze im Onlinehandel um +67%, im Einzelhandel insgesamt hingegen nur um +28%. Auch 2025 lag das Wachstum des Einzelhandels mit +2,6% deutlich unter jenem des Onlinehandels.
- Gleichzeitig zeigt sich eine hohe Marktkonzentration: Die zehn größten Anbieter im Internethandel (B2C) vereinen 58,1% Marktanteil.
- Marktführer bleibt Amazon mit einem Anteil von 29,6%. Auf Platz zwei folgt in Österreich bereits die chinesische Plattform Temu mit 5,6%, knapp vor Zalando (5,5%). Dahinter rangieren eBay (4,5%) und Otto (3,0%).