Konjunkturbeobachtung Gewerbe und Handwerk Q1: Erste Anzeichen für Trendwende
Aufträge in baunahen Branchen ziehen an – Kosten und Bürokratie als größte Herausforderungen für Betriebe
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Aktualisiert am 30.04.2026
Auch zu Jahresbeginn 2026 bleibt die konjunkturelle Lage im Gewerbe und Handwerk nach wie vor herausfordernd, zeigt aber erste vorsichtige Anzeichen einer Verbesserung. Nach sechs Jahren mit realen Rückgängen gibt es zarte Hinweise auf eine mögliche Trendwende, wie die aktuellen Ergebnisse der vierteljährlichen Konjunkturbeobachtung der KMU Forschung Austria zeigen.
Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick:
- 2025 war erneut ein negatives Jahr: Das endgültige nominelle Umsatzminus lag bei –0,6%, real betrug der Rückgang –3,3%. Damit fiel das Minus jedoch geringer aus als ursprünglich erwartet.
- Erstmals seit Längerem verzeichnen baunahe Branchen im 1. Quartal 2026 wieder deutliche Zuwächse bei den Auftragsbeständen. Unterm Strich stand im Jahresauftaktquartal 2026 bei den Aufträgen der investitionsgüternahen Branchen immer noch ein (geringfügiges) Minus von -1,7%.
- In den konsumnahen Branchen war die Entwicklung im 1. Quartal hingegen stärker negativ: Nur 13% der Betriebe melden Umsatzsteigerungen, 33% Rückgänge. Der Saldo liegt bei –20 Prozentpunkten und hat sich weiter verschlechtert.
- Investitionsbereitschaft so tief wie nie: Nur 36% der Betriebe investierten 2025, mit durchschnittlich 3.100 Euro pro Beschäftigten (–10%). Für 2026 planen lediglich 34% Investitionen.
- Auch die Personalplanung bleibt zurückhaltend: Der saisonal übliche Anstieg fällt mit +7,7% für das 2. Quartal ungewöhnlich niedrig aus.
- Die größten Herausforderungen für die Betriebe sind hohe Kosten und Bürokratie: Besonders häufig genannt werden Steuern und Abgaben (54%), Materialkosten (50%), Bürokratie (46%), Arbeitskosten (46%) sowie Energiepreise (43%).