Konjunkturbeobachtung Gewerbe und Handwerk Q2: Erholung erneut ausgebremst
Gestiegene Energiepreise und hohe Inflation belasten die Betriebe – Entlastung, Energie-Resilienz und Rückenwind für die Lehre gefordert
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Aktualisiert am 08.07.2026
Die erhoffte Konjunkturerholung im Gewerbe und Handwerk ist ausgeblieben. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse der vierteljährlichen Konjunkturbeobachtung der KMU Forschung Austria. Auch der Ausblick auf das kommende Quartal bleibt gedämpft.
Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick:
- Im 1. Quartal 2026 gingen die Auftragseingänge bzw. Umsätze gegenüber dem Vorjahresquartal nominell um 2,1% zurück. Real ergibt sich ein Minus von 4,6%.
- Knapp ein Viertel der Betriebe verzeichnete steigende Umsätze, ein Drittel meldete Rückgänge und 43% lagen auf Vorjahresniveau.
- Das Stimmungsbarometer blieb auch im 2. Quartal 2026 mit einem Saldo von -8 Prozentpunkten im negativen Bereich. Gegenüber dem Vorquartal (-12 Prozentpunkte) zeigt sich jedoch eine leichte Verbesserung.
- In den investitionsgüternahen Branchen entwickelten sich vor allem Hafner, Platten-, Fliesenleger und Keramiker (+10,1%), das Baugewerbe (+8%), die Chemischen Gewerbe, die Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger (+4,7%) sowie die Metalltechniker (+4,2%) positiv. Deutliche Rückgänge gab es bei den Kunststoffverarbeitern (-15,3%), im Bauhilfsgewerbe (-14,9%) und im Holzbau (-11,5%).
- In den konsumnahen Branchen verzeichnete keine einzige Branche im 2. Quartal hinsichtlich ihrer Umsatzentwicklung einen positiven Saldo. Verbesserungen gab es lediglich bei der Fahrzeugtechnik (-1 Prozentpunkt), den Friseuren (-6 Prozentpunkte) und den Mechatronikern (-20 Prozentpunkte).
- Auch die Erwartungen für das 3. Quartal 2026 bleiben gedämpft. Der Saldo liegt bei -11 Prozentpunkten, wobei die investitionsgüternahen Branchen (-15 Prozentpunkte) pessimistischer sind als die konsumnahen (-5 Prozentpunkte).