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Person in Vogelperspektive an Schreibtisch sitzend auf dem Computer mit Statistik am Monitor steht, analysiert unterschiedliche Dokumente mit statistischen Diagrammen
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Konjunkturradar 4/2026: Hormus-Blockade hebt Inflation an  

Konjunkturelle Trends anhand von Indikatoren

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23.04.2026

Regelmäßiges Update: Wie steht es um die österreichische Wirtschaft? Anhand von Indikatoren stellen wir die Entwicklung dar.

Konjunkturradar 4/2026: Hormus-Blockade hebt Inflation an  

Der Irankonflikt gefährdet die Fortsetzung der konjunkturellen Erholung der österreichischen Wirtschaft. Vor dem Hintergrund des Energiepreisschocks halbiert das Institut für Höhere Studien (IHS) seine BIP-Prognose und rechnet für dieses Jahr nur noch mit einem Wachstum von 0,5 %.

Gleichzeitig hob der Energiepreisschock die zu Jahresbeginn deutlich gesunkene Inflation wieder klar über das EZB-Ziel. Das IHS erwartet für 2026 einen Verbraucherpreisanstieg von 2,9 %. Der Teuerungsschub und die gestiegene Unsicherheit dämpfen die Investitionsbereitschaft der Unternehmen und führen zu Konsumzurückhaltung.

Harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPI)

Jährliche Veränderungsrate des HVPI in %

Liniendiagramm mit zwei Datenreihen: „Österreich“ (grün) und „Euroraum“ (grau). X-Achse: Zeitraum 2023 bis 2026. Y-Achse: Wertebereich von 0 bis etwa 14. Beide Linien starten 2023 auf höherem Niveau (Österreich rund 11–12, Euroraum rund 8–9) und zeigen einen kontinuierlichen Rückgang bis 2024. 2024 liegen die Werte bei etwa 4–5 (Österreich) bzw. rund 2–3 (Euroraum). 2025 verlaufen beide Linien nahe der Marke von 2, mit leichten Schwankungen. Österreich steigt im Verlauf von 2025 zeitweise auf rund 3–4, der Euroraum bleibt näher bei 2. 2026 zeigt erneut leichte Anstiege: Österreich etwa bei 3, Euroraum etwa bei 2–3. Eine gestrichelte horizontale Linie markiert ungefähr den Wert 2.
© WKÖ Quelle: Statistik Austria

Weitere Schwerpunkte des Konjunkturradars

  • Leichte Erholung gebremst
  • Verhaltene Branchenbelebung, stärker im Finanzsektor
  • Seitwärtsbewegung in der Industrie- und Bauproduktion
  • Kräftiger Anstieg der Güterexporte im 1. Quartal erwartet
  • Inflationsschub durch den Irankonflikt

Fazit

Der Nahostkonflikt treibt die Inflation und trübt den Konjunkturausblick. Laut den Wirtschaftsforschungsinstituten dürfte sich die Erholung der österreichischen Wirtschaft dennoch fortsetzen, allerdings in abgeschwächter Form.

Es besteht jedoch erhebliche Unsicherheit in Bezug auf das Ausmaß und die Auswirkungen des Nahostkonflikts, woraus sich beträchtliche Abwärtsrisiken für die Konjunkturentwicklung ergeben. Der erneute Inflationsschub birgt zudem Risiken für die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der exportorientierten österreichischen Wirtschaft. 

 > zur Ausgabe 4/2026


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