Konjunkturradar 4/2026: Hormus-Blockade hebt Inflation an
Konjunkturelle Trends anhand von Indikatoren
Lesedauer: 1 Minute
Regelmäßiges Update: Wie steht es um die österreichische Wirtschaft? Anhand von Indikatoren stellen wir die Entwicklung dar.
Konjunkturradar 4/2026: Hormus-Blockade hebt Inflation an
Der Irankonflikt gefährdet die Fortsetzung der konjunkturellen Erholung der österreichischen Wirtschaft. Vor dem Hintergrund des Energiepreisschocks halbiert das Institut für Höhere Studien (IHS) seine BIP-Prognose und rechnet für dieses Jahr nur noch mit einem Wachstum von 0,5 %.
Gleichzeitig hob der Energiepreisschock die zu Jahresbeginn deutlich gesunkene Inflation wieder klar über das EZB-Ziel. Das IHS erwartet für 2026 einen Verbraucherpreisanstieg von 2,9 %. Der Teuerungsschub und die gestiegene Unsicherheit dämpfen die Investitionsbereitschaft der Unternehmen und führen zu Konsumzurückhaltung.
Harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPI)
Jährliche Veränderungsrate des HVPI in %
Weitere Schwerpunkte des Konjunkturradars
- Leichte Erholung gebremst
- Verhaltene Branchenbelebung, stärker im Finanzsektor
- Seitwärtsbewegung in der Industrie- und Bauproduktion
- Kräftiger Anstieg der Güterexporte im 1. Quartal erwartet
- Inflationsschub durch den Irankonflikt
Fazit
Der Nahostkonflikt treibt die Inflation und trübt den Konjunkturausblick. Laut den Wirtschaftsforschungsinstituten dürfte sich die Erholung der österreichischen Wirtschaft dennoch fortsetzen, allerdings in abgeschwächter Form.
Es besteht jedoch erhebliche Unsicherheit in Bezug auf das Ausmaß und die Auswirkungen des Nahostkonflikts, woraus sich beträchtliche Abwärtsrisiken für die Konjunkturentwicklung ergeben. Der erneute Inflationsschub birgt zudem Risiken für die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der exportorientierten österreichischen Wirtschaft.
Weitere Ausgaben als PDF
2026
2025
2024
2023
2022
Mehr frühere Ausgaben