Zum Inhalt springen
Luftaufnahme eines Lastkraftwagens auf einer dreispurigen Autobahn, in deren Mitte eine Abtrennung ist und danach wieder drei Spuren sind. Im Hintergrund sind braune und grüne Felder mit Windräder. Der Himmel ist wolkenverhangen.
© Guido Khoury | stock.adobe.com

Konjunkturtest Transport & Verkehr Q2: Konjunkturerholung noch nicht angekommen

Schwache Nachfrage und steigende Kosten setzen Verkehrswirtschaft unter Druck – Belastungsstopp für Betriebe gefordert

Lesedauer: 1 Minute

Einen Moment bitte. Ladevorgang läuft ...
0:00
Audio konnte nicht geladen werden. Erneut versuchen
0:00
0:00
Aktualisiert am 30.06.2026

Die leichte Erholung der österreichischen Gesamtwirtschaft ist in Verkehrswirtschaft bislang nicht angekommen. Schwache Nachfrage, steigende Kosten und internationale Krisen belasten die Branche weiterhin und trüben den Ausblick für die kommenden Monate. Das zeigen die Ergebnisse des Konjunkturtests für das 2. Quartal 2026 sowie aktuelle Branchendaten.

Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick:

  • Die 173 befragten Betriebe aus dem Bereich Transport und Verkehr bewerten die Nachfrage der vergangenen Monate mehrheitlich negativ. Auch für die kommenden drei Monate bleiben die Erwartungen zur Nachfrage getrübt.
  • Nur jeder dritte Betrieb gibt an, derzeit keine Behinderungen in der Geschäftstätigkeit zu haben. Als größte Einschränkungen werden eine unzureichende Nachfrage und der anhaltende Arbeitskräftemangel genannt.
  • 6 von 10 Betriebe bezeichnen ihren Auftragsbestand als „zumindest ausreichend“. Damit sind umgekehrt 40% mit ihrer Auslastung alles andere als zufrieden.
  • Hohe Preise und die Sperre der Straße von Hormus belasten die Branche zusätzlich. Aufgrund der anhaltenden Situation wird ein weiterer Anstieg der Transport- und Energiepreise erwartet.
  • Der RWI/ISL-Containerumschlag-Index verzeichnet einen Rückgang und zeigt, dass Lieferketten zunehmend unter Druck geraten und die Transportkosten steigen. Auch beim Nordrange-Index machen sich die Belastungen durch den Iran-Krieg bemerkbar.
  • Im Straßengüterverkehr bleiben bei Transporten von Österreich in die EU derzeit 53% des Laderaums unausgelastet.
  • Nach dem Rekordjahr 2025 ging das Luftfrachtaufkommen am Flughafen Wien von Jänner bis Mai 2026 um 0,8% zurück. Im Passagierverkehr setzte sich das Wachstum zunächst fort, seit April werden jedoch ebenfalls Rückgänge verzeichnet.
  • Das Güteraufkommen auf der Schiene stieg 2025 zwar um 1,8% auf 96,2 Mio. Tonnen, liegt aber weiterhin deutlich unter dem Niveau der Jahre 2021 und 2022. Auf der Donau wurden 5,8 Mio. Tonnen Güter transportiert – ein Rückgang um 11,6% im Vergleich zu 2024.
Konjunkturtest Transport und Verkehr