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© Wagner Stahl

Nachhaltig erfolgreich mit ÖKO-PLUS

Als kleines KMU einen Nachhaltigkeitsbericht erstellen – macht das Sinn?

Lesedauer: 3 Minuten

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11.03.2026

Die Alfred Wagner Stahl-Technik & Zuschnitt GmbH ist ein familiengeführtes Unternehmen, hinter dem drei Generationen für Kontinuität und nachhaltige Entwicklung stehen. Das Unternehmen aus Pasching ist in der Stahlbearbeitung und im Stahlhandel seit 1946 erfolgreich tätig. 

„Wie kann ich mein Unternehmen in unruhigen Zeiten für die Zukunft ökonomisch gut aufstellen und gleichzeitig die Vorgaben des EU-Greendeals meistern?“ Christine Wagner, Geschäftsführerin von Wagner Stahl, beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit Themen der CSR und der Transformation ihres Unternehmens in vielen Bereichen des ökologischen Wirtschaftens.
„Wir haben uns entschieden, die ÖKO-PLUS-Förderung der Wirtschaftskammer Oberösterreich in Anspruch zu nehmen. Anhand einer Expertenberatung konnten wir in Förderstufe 1 einen umfassenden Nachhaltigkeitscheck in unserem Betrieb durchführen. Aus der Beratung hat sich ergeben, dass ein freiwilliger Nachhaltigkeitsbericht sinnvoll für uns ist. Unsere Kunden, Lieferanten und Banken innerhalb der Wertschöpfungskette die selbst direkt von der Berichtsplicht betroffen sind fordern die ESG-Daten von KMU-Betrieben wie uns, dadurch sind wir indirekt betroffen. Wir möchten weiterhin gute Geschäftsbeziehungen mit unseren Stakeholdern pflegen und daher unsere Daten rechtzeitig zur Verfügung stellen. Für ein konkretes Umsetzungskonzept stand uns noch die Förderstufe 2 der ÖKO-PLUS Förderung zur Verfügung. Dieses Konzept für die Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichtes konnten wir mit der Unterstützung einer Unternehmensberaterin aus der CSR-Expertsgroup der Fachgruppe UBIT, WKO Oberösterreich ausarbeiten lassen. Nun veröffentlichen wir – noch ohne Verpflichtung - als KMU mit rund 35 Mitarbeiter:innen, unseren ersten Nachhaltigkeitsbericht.“ 

Christine Wagner hatte Sorge, sich als Unternehmen der Metalltechnischen Industrie vor allem dem heiklen Thema der Zulieferkette zu stellen und wollte diesen Bereich für den ersten Bericht ausklammern - hat sie aber nicht. Heute ist sie froh darüber, denn da selbst ihre großen Zulieferer bei den EPDs bereits ihre Hausaufgaben gemacht haben, war es ihr auch möglich den CO2-Fußabdruck ihres Unternehmens zu berechnen. Zudem wurde sie im Laufe des Jahres immer wieder gefragt, ob sie schon eine Nachhaltigkeits-Strategie und valide Daten zu verschiedensten Bereichen ihres Wirtschaftens hat. Die Information, dass ein Nachhaltigkeitsbericht in Bearbeitung ist, hat immer wieder für Erstaunen und gleichzeitig für positives Feedback bei den Stakeholdern gesorgt. 

Christine Wagners Fazit, nun da der Nachhaltigkeitsbericht fertig und veröffentlicht ist: „Große Unternehmen bewerten uns immer mehr nach gewissen Nachhaltigkeitsrichtlinien. Diese sind oft Grundlage generell als Lieferant gelistet zu sein bzw. sie wirken sich am Ende des Jahres in der Lieferantenbewertung aus. Für mich als Unternehmerin ist es schön zu sehen, dass die Fülle dessen, was wir in unserem Unternehmen seit Jahren mit einer Selbstverständlichkeit im Umweltbereich und Gemeinwohl tun, kompakt sichtbar ist. Zugleich ist ein Nachhaltigkeitsbericht, das perfekte Medium um nach innen und außen unser wirtschaftliches und nachhaltiges Tun allen Stakeholdern zu kommunizieren.“

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