Oswald Kienbacher GmbH
Mit System zur besseren Klimabilanz: Oswald Kienbacher GmbH setzt auf ÖKO-PLUS und nachhaltige Unternehmensentwicklung
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Pfarrkirchen (Bezirk Steyr-Land) – Die Oswald Kienbacher GmbH, langjähriger Spezialist für hochpräzise Kunststoffteile und komplexe Baugruppen, erweitert ihre unternehmerische Kompetenz um ein strategisch wichtiges Feld: die strukturierte Auseinandersetzung mit dem Thema Klimaschutz. Möglich wurde dieser Schritt durch die Teilnahme an der ÖKO-PLUS Initiative der Wirtschaftskammer Oberösterreich.
Das Unternehmen ist seit Jahrzehnten verlässlicher Partner im Bereich form- und temperaturstabiler Kunststoffverarbeitung – insbesondere für Anwendungen mit höchsten Qualitätsanforderungen, etwa in der Automobilindustrie. Seit Kurzem ergänzt eine klar definierte Nachhaltigkeitsstrategie das Leistungsprofil. Die zentrale Maßnahme: eine umfassende CO₂-Bilanzierung des Unternehmens.
Fundierte Analyse als Ausgangspunkt
Im Rahmen der ersten Förderstufe stand eine Impulsberatung im Mittelpunkt. Ziel war es, betriebliche Abläufe, Potenziale und Einflussfaktoren im Hinblick auf Umweltwirkungen systematisch zu durchleuchten. Die wichtigste Erkenntnis: Eine unternehmensweite Klimabilanz schafft Transparenz – und wird zunehmend zu einem relevanten Kriterium für Geschäftspartner und Kunden.
„Unsere CO₂-Bilanz liefert nicht nur eine verlässliche Grundlage für die Kommunikation nach außen, sondern zeigt uns intern sehr klar, wo wir gezielt ansetzen können, um Emissionen weiter zu reduzieren“, betont die Geschäftsführung der Oswald Kienbacher GmbH.
Wertschöpfungskette im Fokus
In der zweiten Förderstufe wurde die Berechnung des CO₂-Fußabdrucks durchgeführt. Das Ergebnis ist ein detaillierter Bericht über die unternehmensweiten Treibhausgasemissionen im Kalenderjahr 2023, der künftig als Standardauswertung dient. Die CO₂-Bilanz macht deutlich: Der größte Teil der Emissionen entsteht in Bereichen, die außerhalb des direkten Einflusses des Unternehmens liegen – insbesondere in der Beschaffung von Serienmaterialien (49 %) und der Entsorgung der Produkte (37 %). Diese vor- und nachgelagerten Prozesse entlang der Wertschöpfungskette tragen gemeinsam rund 86 % zum gesamten Treibhauspotenzial (GWP – Global Warming Potential) bei.
Nachhaltige Alternativen sind in vielen Fällen noch nicht ausreichend verfügbar.
Auch beim Transport bestehen Einschränkungen: Die Auswahl der Spediteure obliegt meist den Auftraggebern, wodurch der direkte Einfluss des Unternehmens begrenzt ist. Dennoch zeigt sich, dass dort, wo die Oswald Kienbacher GmbH selbst gestalten kann, bereits erhebliche Fortschritte erzielt wurden.
Effizienz als messbarer Erfolg
So verursachen der betriebliche Energieverbrauch und der firmeneigene Fuhrpark gemeinsam weniger als 1 % der gesamten Emissionen. Ein klarer Hinweis darauf, dass Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Ressourcenschonung bereits erfolgreich umgesetzt wurden – und weiterhin gezielt verfolgt werden.
Nachhaltigkeit als unternehmerisches Prinzip
Die Beschäftigung mit ökologischer Verantwortung ist für die Oswald Kienbacher GmbH kein neues Thema. Seit Januar 2021 ist das Unternehmen nach ISO 14001 zertifiziert. Das Umweltmanagement erfolgt damit nach international anerkannten Standards: Alle relevanten Umweltauswirkungen werden strukturiert erfasst, bewertet und kontinuierlich verbessert.
Die Klimabilanz 2023 unterstreicht diesen Weg: Sie schafft belastbare Entscheidungsgrundlagen für weitere Maßnahmen – und trägt gleichzeitig zur Transparenz gegenüber Kunden und Partnern bei. Denn in einer Branche, in der Qualität und Verlässlichkeit zentrale Werte sind, gewinnt auch ökologische Nachvollziehbarkeit zunehmend an Bedeutung.
Ein Zeichen für die Branche
Mit der Teilnahme an der ÖKO-PLUS Initiative hat die Oswald Kienbacher GmbH gezeigt, wie auch Unternehmen der kunststoffverarbeitenden Industrie aktiv und realistisch zur Erreichung von Klimazielen beitragen können – ohne dabei Kompromisse bei Qualität oder Lieferfähigkeit einzugehen. Die systematische Herangehensweise und die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für weiteres verantwortungsvolles Wachstum.