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Grundinformation zur Pension

Pensionsarten - Versicherungszeiten - Pensionshöhe - Bemessungsgrundlage und Versicherungsdauer - Antragstellung

Stand:

Gewerblich Selbständige sind regelmäßig in der Pensionsversicherung nach dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz (GSVG) pflichtversichert. Im Folgenden wird ein Überblick über die Leistungen aus der Pensionsversicherung gegeben.

Pensionsarten

Man unterscheidet Alterspension, Erwerbsunfähigkeitspension und Hinterbliebenenpension.

Die Alterspension kann als

  • normale Alterspension
  • vorzeitige Alterspension bei langer Versicherungsdauer
  • Korridorpension
  • Schwerarbeitspension

in Anspruch genommen werden.

Die Hinterbliebenenpension kann als

  • Witwen(r)pension oder
  • Waisenpension

in Anspruch genommen werden.

Versicherungszeiten

Damit ein Pensionsanspruch gebührt, muss ein Mindestausmaß an Versicherungszeiten vorliegen.

Versicherungszeiten (für bis 31.12.1954 geborene Personen = Altrecht) sind

  • Beitragszeiten und
  • Ersatzzeiten.

Beitragszeiten sind Zeiten einer Pflichtversicherung und einer frewilligen Versicherung. Ersatzzeiten sind z.B. Zeiten des Präsenzdienstes oder des Krankengeldbezuges.

Beispiel:
Für einen Anspruch auf normale Alterspension sind z.B. 180 Beitragsmonate oder 300 Versicherungsmonate erforderlich.

Versicherungszeiten (für ab 1.1.1955 geborene Personen und Pensionszeiten ab 1.1.2005 = Neurecht) sind

  • nur mehr Beitragszeiten. Im Pensionskonto gibt es keine Ersatzzeiten mehr.

Beispiel: 
Für einen Anspruch auf normale Alterspension sind z.B. 180 Versicherungsmonate erforderlich, von denen mindestens 84 Monate auf Grund einer Erwerbstätigkeit erworben wurden.

Pensionshöhe

Für die Pensionshöhe sind im Altrecht

  • die Bemessungsgrundlage und
  • die Versicherungsdauer (Prozentsatz)

und im Neurecht

  • die Gesamtgutschrift im Pensionskonto

maßgeblich.

Die Pensionssicherungsreform 2003 und die Pensionsharmonisierung haben gravierende Änderungen bei den Versicherungszeiten und bei der Pensionsberechnung mit sich gebracht.

Siehe dazu unsere Zusatzinfos "Pensionsberechnung nach Altrecht“, "Pensionsberechnung nach Neurecht: Pensionskonto“ und "Pensionsberechnung ab 1.1.2014: Kontoerstgutschrift“.

Antragstellung beim zuständigen Versicherungsträger

Voraussetzung für die Gewährung einer Pension ist ein entsprechender Antrag. Dieser Antrag ist bei einem der Sozialversicherungsträger zu stellen.

Es ist jener Pensionsversicherungsträger für die Gewährung der Pension zuständig, bei dem der Pensionswerber in den letzten 15 Jahren vor der Pensionierung die meisten Versicherungszeiten erworben hat (Ausnahme: Tritt während eines Pensionsbezuges ein weiterer Pensionsversicherungsfall ein, bleibt der bisherige Versicherungsträger zuständig).

Dabei sind Versicherungsmonate, die sich zeitlich decken, nur einfach zu zählen. Ein Beitragsmonat der Pflichtversicherung geht einem Ersatzmonat vor. Bei gleichartigen Versicherungsmonaten gilt die Rangordnung ASVG – GSVG – BSVG.

Beispiel:
Eine Person war in den letzten 15 Jahren 5 Jahre unselbständig und zehn Jahre gewerblich selbständig. Es findet das Gewerbliche Sozialversicherungsgesetz (GSVG) Anwendung.

Eine Person war in den letzten 15 Jahren 7,5 Jahre unselbständig und 7,5 Jahre gewerblich selbständig. Es ist jener Versicherungsträger zuständig, bei dem der letzte Versicherungsmonat liegt.

Tipp!

Vor dem Stellen eines Pensionsantrages ist eine individuelle Beratung bei Ihrer Wirtschaftskammer empfehlenswert.

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