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Zuverdienstgrenzen beim pauschalen Kinderbetreuungsgeld (Geburten ab 1.3.2017)

Zuverdienstgrenze - Individueller Grenzbetrag - Verzicht - Gesetzliche Grenzen

Anspruch auf pauschales Kinderbetreuungsgeld haben Elternteile, die während des Bezuges von Kinderbetreuungsgeld  

  • keiner Erwerbstätigkeit nachgehen, oder
  • eine solche Erwerbstätigkeit ausüben, deren Einkünfte die gesetzlich festgelegten Grenzen nicht überschreiten.

Zu unterscheiden sind die fixe Zuverdienstgrenze und der individuelle Grenzbetrag, wobei es sich immer um einen Jahresbetrag handelt. 

Fixe Zuverdienstgrenze 

Die gesamten maßgeblichen Einkünfte desjenigen Elternteils, der das Kinderbetreuungsgeld bezieht, dürfen € 16.200,-- pro Kalenderjahr nicht übersteigen.  

Individueller Grenzbetrag 

Als Alternative zur fixen Zuverdienstgrenze gilt seit 1.1.2010 der individuelle Grenzbetrag.  

Er beträgt 60 % der gesamten maßgeblichen Einkünfte des letzten Kalenderjahres vor der Geburt des Kindes, in dem kein Kinderbetreuungsgeld bezogen wurde. 

Tipp! 

Personen, die im letzten Kalenderjahr vor der Geburt des Kindes ein überdurchschnittliches Einkommen erzielt haben, können damit weiterhin eine - wenn auch eingeschränkte - Erwerbstätigkeit mit überdurchschnittlichen Einkommen ausüben, ohne dass dies dem Anspruch auf das pauschale Kinderbetreuungsgeld schadet. 

Beispiel:
Geburt des Kindes: 2.3.2017

Maßgebliche Einkünfte im Kalenderjahr 2016:    € 39.000,-- 

Kinderbetreuungsgeld kann bezogen werden, wenn der Zuverdienst € 23.400,-- (= 60 % von € 39.000,--) pro Kalenderjahr nicht übersteigt. 

Verzicht auf den Anspruch 

Wird auf den Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld verzichtet, bleiben die während der Dauer des Verzichtes erzielten Einkünfte bei der Ermittlung des Gesamtbetrages der maßgeblichen Einkünfte außer Betracht.

Beispiel: 
Der das Kinderbetreuungsgeld beziehende teilzeitbeschäftigte Elternteil erzielt bei regelmäßiger monatlicher Beschäftigung ein relevantes Einkommen von € 12.400,-- jährlich. Es besteht die Absicht, für die Dauer von 61 Tagen (September und Oktober) einer zusätzlichen Erwerbstätigkeit nachzugehen. Dies hätte zur Folge, dass das relevante Einkommen auf € 18.700,-- also auf mehr als das zulässige Jahreseinkommen (= € 16.200,--), steigen würde. 

Der das Kinderbetreuungsgeld beziehende Elternteil verzichtet für die Dauer von 61 Tagen (September, Oktober) auf den Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld.

Gesetzliche Grenzen übersteigende Einkünfte 

Übersteigen die gesamten maßgeblichen Einkünfte € 16.200,-- bzw. den höheren individuellen Grenzbetrag, so verringert sich das für das betreffende Kalenderjahr gebührende Kinderbetreuungsgeld um den übersteigenden Betrag.  

Beispiel: 
Der das Kinderbetreuungsgeld beziehende teilzeitbeschäftigte Elternteil erzielt bei regelmäßiger monatlicher Beschäftigung ein relevantes Einkommen von € 12.400,-- jährlich. Es besteht die Absicht, für die Dauer von 61 Tagen (September und Oktober) einer zusätzlichen Erwerbstätigkeit nachzugehen. Dies hätte zur Folge, dass das relevante Einkommen auf € 17.300,--, also auf mehr als das zulässige Jahreseinkommen (= € 16.200,--), steigen würde. 

Hat der das Kinderbetreuungsgeld beziehende Elternteil dennoch Einkünfte in dieser Höhe, muss er für das Kalenderjahr den Betrag von € 1.100,-- an Kinderbetreuungsgeld zurückzahlen.

Was gilt, wenn das Ende des Bezugszeitraumes nicht mit dem Ende des Kalendermonats zusammenfällt? 

Für die Berechnung des Zuverdienstes sind rückwirkend ab 1.1.2010 nur mehr jene Kalendermonate zu berücksichtigen, in denen an allen Tagen Kinderbetreuungsgeld bezogen wurde.  

Beispiel:
Der Vater bezieht für die Dauer von 4 Monaten bis zum 2. Geburtstag des Kindes (= 11.9.2017) Kinderbetreuungsgeld, ist aber ab 1.9.2017 wieder als Arbeitnehmer vollzeitbeschäftigt im Unternehmen tätig. 

Der Bezug für September 2017 ist nicht zu den maßgeblichen Einkünften hinzuzurechnen, weil der Anspruch auf die Auszahlung des Kinderbetreuungsgeldes nur für 11 Tage und nicht für das gesamte Kalendermonat besteht.

 

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