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Alleinverdiener- und Alleinerzieherabsetzbetrag

Alle Informationen auf einen Blick

Grundsätzliches

Für die Inanspruchnahme des Alleinverdiener- oder Alleinerzieherabsetzbetrages hat der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber auf einem amtlichen Vordruck (Formular E 30) eine Erklärung über das Vorliegen der Voraussetzungen für die Berücksichtigung des Alleinverdiener- oder Alleinerzieherabsetzbetrages abzugeben. Der Arbeitgeber hat diese Erklärung in das Lohnkonto aufzunehmen.

Offensichtlich unrichtige Angaben dürfen vom Arbeitgeber nicht berücksichtigt werden. Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, den Wegfall der Voraussetzungen innerhalb eines Monats mit dem Formular E 30 zu melden.

Der Alleinverdiener-/Alleinerzieherabsetzbetrag ist bereits in den Lohnsteuertabellen eingebaut:

jährlich

monatl.

Der Alleinverdiener/Alleinerzieherabsetzbetrag beträgt

 

 

mit einem Kind

€ 494,00,-

€ 41,17,-

 mit zwei Kindern

€ 669,00,-

€ 55,75,-

  für jedes weitere Kind erhöht sich dieser Betrag um

€ 220,00,-

 

Begriff "Alleinverdiener“ und "Alleinerzieher“

Alleinverdiener ist ein Steuerpflichtiger mit mindestens einem Kind, der mehr als sechs Monate im Kalenderjahr verheiratet und von seinem unbeschränkt steuerpflichtigen Ehegatten oder eingetragenem Partner nicht dauernd getrennt lebt oder der mehr als sechs Monate mit einer unbeschränkt steuerpflichtigen Person in einer Lebensgemeinschaft lebt.

Beispiel 1:

Eine Lebensgemeinschaft wird im Juni begründet (Beziehen der gemeinsamen Wohnung). Am 30. Juni kommt ein Kind zur Welt (Anspruch auf den Kinderabsetzbetrag ab Juni). Der Alleinverdienerabsetzbetrag steht zu, wenn die Lebensgemeinschaft mit Kind bis zum 31. Dezember besteht.

Beispiel 2:

Eine Ehe besteht während des gesamten Kalenderjahres. Im August kommt ein Kind zur Welt (Anspruch auf den Kinderabsetzbetrag ab August). Der Alleinverdienerabsetzbetrag steht nicht zu.

Voraussetzung ist, dass der (Ehe-)Partner Einkünfte von höchstens € 6.000,- jährlich erzielt. Der Alleinverdienerabsetzbetrag steht nur einem der (Ehe-)Partner zu. Erfüllen beide Partner die Vorraussetzungen für den Alleinverdienerabsetzbetrag, so steht er demjenigen (Ehe-)Partner zu, der die höheren Einkünfte hat. Haben beide gleich hohe Einkünfte, so steht der Alleinverdienerabsetzbetrag dem haushaltsführenden (Ehe-) Partner zu.

Hinweis:

(Ehe-)Partner im Sinne dieses Gesetzes ist jene Person, welche mit der steuerpflichtigen Person verheiratet ist oder mit mindestens einem Kind in einer Lebensgemeinschaft lebt. Einem (Ehe-)Partner ist gleichzuhalten, wer in einer eingetragenen Partnerschaft lebt.

Alleinerzieher ist ein Steuerpflichtiger, der mit mindestens einem Kind mehr als sechs Monate im Kalenderjahr nicht in einer Gemeinschaft mit einem (Ehe-)Partner lebt.

Kinder im Sinne dieses Gesetzes sind jene, für die dem Steuerpflichtigen oder seinem (Ehe-)Partner für mehr als sechs Monate ein Kinderabsatzbetrag zusteht.

Ein Kinderabsetzbetrag steht einem Steuerpflichtigen zu, dem Familienbeihilfe gewährt wird. Für Kinder, die sich ständig im Ausland aufhalten steht kein Kinderabsetzbetrag zu.

Ermittlung der Jahreseinkünfte (des Partners) für den Alleinverdienerabsetzbetrag

Maßgebend für die Ermittlung ist der Gesamtbetrag aller Einkünfte. Von den tatsächlich erzielten Einnahmen sind die Sozialversicherungsbeiträge und die Werbungskosten, mindestens der Werbungskostenpauschalbetrag von € 132,- in Abzug zu bringen.

Bei der Ermittlung der Jahreseinkünfte bleiben steuerfreie Einkünfte (z.B. sonstige Bezüge bis zur Freigrenze von € 2.100,- steuerfreie Überstundenzuschläge und SEG-Zulagen) außer Ansatz.

Zu berücksichtigen sind aber:

  • Wochengeld nach dem Mutterschutzgesetz und vergleichbare Bezüge aus der gesetzlichen
        Sozialversicherung sowie dem Grunde und der Höhe nach gleichartige Zuwendungen aus
        den Versorgungs- und Unterstützungseinrichtungen der Kammern der selbstständig
        Erwerbstätigen
  • begünstigte Auslandstätigkeit und Bezüge der Fachkräfte der Entwicklungshilfe
  • Einkünfte als Abgeordneter zum EU-Parlament sowie
  • auf Grund zwischenstaatlicher Vereinbarungen steuerfreie Einkünfte.

Auch Einkünfte, die dem Grunde nach steuerpflichtig sind und im Einzelfall nur auf Grund von Tarifvorschriften zu keiner Einkommensteuer führen, sind für die Berechnung des Grenzbetrages heranzuziehen. Dies gilt auch für Abfertigungen, für die bei Anwendung der Vergleichsrechnung im Einzelfall keine Steuer anfällt, sowie für Pensionsabfindungen, für die aufgrund von Tarifvorschriften keine Steuer einzubehalten ist.

Einkünfte des (Ehe)Partners aus Kapitalvermögen (z.B. Zinsen, Aktiendividenden) sind zu berücksichtigen, auch wenn sie endbesteuert sind. Einzubeziehen sind auch steuerpflichtige Einkünfte aus Grundstücksveräußerungen.

Beispiel:

Bruttobezüge   € 7.000,-
Steuerfreie sonstige Bezüge innerhalb des Jahressechstels     € 1.000,-
Sozialversicherungsbeiträge für laufende Bezüge    € 1.080,-
Werbungskostenpauschale   €    132,-
Für den Grenzbetrag maßgebliche Einkünfte     € 4.788,-

Es ist immer von den Jahreseinkünftenauszugehen. Daher sind bei Verehelichung, Scheidung oder bei Tod des (Ehe)Partners für die Ermittlung des Grenzbetrages immer die Gesamteinkünfte des (Ehe)Partners maßgeblich. So sind dann, wenn die Verehelichung im Laufe eines Kalenderjahres erfolgt, die Einkünfte des (Ehe)Partners sowohl aus der Zeit vor wie auch nach der Verehelichung in die Ermittlung des Grenzbetrages einzubeziehen.

Analog dazu sind bei einer Scheidung die Einkünfte des (Ehe)Partners nach der Scheidung miteinzubeziehen. Auch der Bezug einer Witwen(Witwer)Pension nach dem Tod des Ehepartners in einer den Grenzbetrag übersteigenden Höhe ist für den Alleinverdienerabsetzbetrag schädlich.

Bereits geringfügige Überschreitungen dieser Grenzbeträge führen zum Verlust des Alleinverdienerabsetzbetrages. Überschreiten beide (Ehe)Partner nicht die Einkommensgrenzen, so steht ein Alleinverdienerabsetzbetrag dennoch nur einem der beiden (Ehe)Partner zu.

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