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Begegnungszonen

Bestimmungen im Überblick

Was ist eine Begegnungszone?

Seit 2013 gibt es in Österreich Begegnungszonen, also Straßen deren Fahrbahn für die gemeinsame Nutzung durch Fahrzeuge und Fußgänger bestimmt ist, und die als solche gekennzeichnet sind. Diese Zonen entstammen dem Schweizer Vorbild und haben den Zweck, den Verkehr zu beruhigen, aber dennoch angemessene Durchfahrtsgeschwindigkeiten zu ermöglichen.

Was gilt es in einer Begegnungszone zu beachten?

In der Begegnungszone stehen sich alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt gegenüber. Das heißt auch, dass ein mutwilliges Behindern anderer Verkehrsteilnehmer unzulässig ist. Vielmehr soll die gegenseitige Rücksichtnahme zu erhöhter Aufmerksamkeit führen.

Im Gegensatz zur Wohnstraße ist in einer Begegnungszone die Durchfahrt gestattet. Ein Spielen auf der Straße ist nicht erlaubt. Wenn in einer Begegnungszone ein Gehsteig vorhanden ist, müssen Autos und Fahrräder die Fahrbahn benutzen.

Begegnungszone 30 km/h
Höchstgeschwindigkeit links: 20 km/h; rechts 30 km/h

Wie schnell darf man in der Begegnungszone fahren?

Grundsätzlich sieht die Straßenverkehrsordnung 20 km/h als Höchstgeschwindigkeit vor. Sofern die Verkehrssicherheit es zulässt, kann durch ein entsprechendes Verkehrszeichen (siehe Bild) die Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h erhöht werden. 

Halten und Parken in der Begegnungszone

Das Parken in einer Begegnungszone ist nur an eigens dafür gekennzeichneten Stellen erlaubt. Das ist besonders wichtig, da aufgrund dieser Bestimmung kein Parkverbotsschild aufgestellt werden muss! Die Kennzeichnung der Stellen, an denen geparkt werden darf, kann durch Bodenmarkierungen für Parkflächen oder das Hinweiszeichen „Parken“ erfolgen.

Halten (max. 10 Minuten oder Dauer einer Ladetätigkeit) ist in einer Begegnungszone grundsätzlich erlaubt, allerdings dürfen andere Lenker nicht behindert werden. Insbesondere darf nicht in dem für Fußgänger reservierten Bereich gehalten werden und es muss auch auf der Fahrbahn ausreichend Platz für den Fließverkehr verbleiben.

Zusätzlich kann es Lade-, Taxi- und Behindertenzonen geben. Wenn solche Halteverbote zeitlich begrenzt sind, kann außerhalb der zeitlichen Gültigkeit innerhalb der Bodenmarkierung geparkt werden:

  • Bei einer Zusatztafel „Halteverbot von 8 bis 16 Uhr, ausgenommen Taxi“, kann zwischen 16 und 8 Uhr innerhalb der zugehörigen Bodenmarkierung geparkt werden.
  • Lautet die Zusatztafel hingegen „Halteverbot, ausgenommen Taxi von 8 und 16 Uhr“ gilt in der verbleibenden Zeit ein Halteverbot.

Schneeräumung

Die Frage der Schneeräumung in Begegnungszonen lässt sich nicht eindeutig beantworten. Wenn ein Gehsteig vorhanden ist (Abtrennung durch Bodenmarkierung, Randsteine oder Ähnliches) gilt die normale Räumpflicht. Ist jedoch kein Gehsteig vorhanden, könnte die Räumpflicht ähnlich der Fußgängerzone ausgelegt werden. Derzeit gibt es zur Schneeräumung in der Begegnungszone keine Judikatur. Zusätzlich sind hier auch die landesgesetzlichen Bestimmungen maßgeblich, weshalb eine individuelle Beratung sinnvoll ist.

Rechtsgrundlagen 

§§ 2 Abs. 1 Z. 2a, 53 Abs. 1 Z. 9 lit. e und f, 76c, 23 Abs. 2a Straßenverkehrsordnung (StVO)
Stand: