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Statistik-Sujet
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Sparte Industrie

Industriestatistik

Wichtige Kennzahlen auf einen Blick

Lesedauer: 5 Minuten

03.09.2026

Die Industrie ist fest verankert in der heimischen Wirtschaftsstruktur

Die Industrie ist ein zentraler Erfolgsfaktor für den Wirtschaftsstandort Österreich. Als Netzwerkakteur, Investor, Arbeitgeber, Stabilitätsanker und Wachstumstreiber schafft sie Wertschöpfung, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und trägt maßgeblich zu Wohlstand und Beschäftigung in Österreich bei. Die folgenden Kennzahlen zeigen die wirtschaftliche Bedeutung der heimischen Industrie auf einen Blick:

  • 21% der Wertschöpfung bzw. 23 % der Bruttoinvestitionen der Gewerblichen Wirtschaft kommen aus den heimischen Industrieunternehmen.
  • 35 % des Produktionswerts der Gewerblichen Wirtschaft werden in der Industrie erwirtschaftet.
  • Rund 450.000 Menschen arbeiten in heimischen Industrieunternehmen.
  • Die Industrie besteht nicht nur aus Großunternehmen: 87 % der Industrieunternehmen sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU).
  • Die Industrie investiert pro Jahr mehr als 6 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung. Rund 35.000 F&E-Vollzeitäquivalente treiben Innovation und technologischen Fortschritt voran.
  • Mit einer Exportintensität von 68 % ist die Industrie stark international ausgerichtet und ein wesentlicher Träger der österreichischen Wettbewerbsfähigkeit.

Bedeutung der Industrie in der Gewerblichen Wirtschaft

Wabengrafik
© Bundessparte Industrie Anm.: Mit Ausnahme der Exportintensität und der KMU-Intensität beziehen sich die Anteilswerte auf die Gewerbliche Wirtschaft. Exportintensität = Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz. Die F&E-Anteilsberechnung findet ohne sonstige nicht der Wirtschaftskammer angehörende Einheiten statt.
Quelle: Statistik Austria, Sonderauswertungen der Leistungs- und Strukturerhebung (Referenzjahr: 2024) bzw. Konjunkturerhebung (R.: 2025 vorläufig) bzw. F&E-Vollerhebung (R.: 2023) in der Kammersystematik

Mehr Zahlen, Daten und Fakten finden sich in der aktuellen Kennzahlenbroschüre der Sparte Industrie.

Die Ind

Weitere Informationen

Branchendaten Fachverbände: Industrie

Die Industrie ist der leistungsstärkste Bereich der gewerblichen Wirtschaft bei Produktion und Investitionen

Die Industrie nimmt innerhalb der gewerblichen Wirtschaft eine Spitzenposition ein. 35 % des Produktionswerts, 21 % der Wertschöpfung und 23 % der Bruttoinvestitionen der Gewerblichen Wirtschaft stammen aus Industrieunternehmen. Bemerkenswert ist dabei, dass diese Leistung von lediglich rund 1 % der Unternehmen der Gewerblichen Wirtschaft erbracht wird. Dies hängt zum einen mit Unternehmensgeflechten (rechtlichen Einheiten) zusammen und zum anderen mit den Größenstrukturen, die sich daraus ergeben. Aber: Die Industrie besteht nicht nur aus großen Unternehmen. Sie ist vielfältiger, als man auf den ersten Blick vermuten mag.

Industrie-KMU und -Großunternehmen vereinen ihre Kräfte

87 % der Industrieunternehmen sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit bis zu 250 Beschäftigten. 13 % der Industrieunternehmen sind folglich Großunternehmen, konkret sind das in der heimischen Industrie rund 450. Die großen Industrieunternehmen erwirtschaften gemeinsam mehr als drei Viertel der industriellen Wertschöpfung. Zudem entfallen auf sie rund 75 % der Bruttoinvestitionen und rund 90 % der Umweltschutzausgaben und -investitionen der Industrie.

Großunternehmen tragen wesentlich zum Wohlstand und zur Wettbewerbsfähigkeit Österreichs bei. Ihr Erfolg beruht jedoch auf dem engen Zusammenspiel mit den vielen KMU entlang der industriellen Wertschöpfungsketten. Dieses Netzwerk reicht weit über die Industrie hinaus: Zahlreiche Unternehmen aus Gewerbe, Transport, Handel und Dienstleistungen sind Teil industrieller Wertschöpfungsketten. Die Leistungsfähigkeit der Industrie stärkt damit auch viele andere Bereiche der österreichischen Wirtschaft.

Gemeinsam erwirtschaften die KMU und Großunternehmen der Industrie Österreichs mehr als 210 Mrd. Euro an Produktionswert bzw. mehr als 50 Mrd. Euro an Wertschöpfung und investieren rund 10 Mrd. Euro.

Wo die Industrie regional stark aufgestellt ist

Die Industrie ist in ganz Österreich vertreten, weist regional jedoch unterschiedliche Schwerpunkte auf. In absoluten Zahlen liegen Oberösterreich, Niederösterreich und die Steiermark vorne. Gemeinsam werden in diesen drei Bundesländern mehr als 30 Mrd. Euro der industriellen Wertschöpfung erwirtschaftet und rund 6 Mrd. Euro der gesamten Industrieinvestitionen getätigt.

Neben der absoluten Größe zeigt die Statistik auch die relative Bedeutung der Industrie innerhalb eines Bundeslandes. Besonders stark ist die Industrie – neben Oberösterreich und der Steiermark – auch in Kärnten und Vorarlberg verankert. In Kärnten stammen 34 % der Bruttowertschöpfung der Gewerblichen Wirtschaft aus Industrieunternehmen, in Vorarlberg 30 %. Auch bei den Investitionen zeigt sich diese hohe Bedeutung: In Kärnten entfallen 40 %, in Vorarlberg 34 % der Investitionen der Gewerblichen Wirtschaft auf die Industrie.

Industrieunternehmen investieren kräftig in den Umweltschutz

Die österreichische Industrie zählt zu den größten Investoren in den betrieblichen Umweltschutz. Die Ausgaben fließen unter anderem in Klimaschutz, Luftreinhaltung, Abfallwirtschaft und Gewässerschutz (Abwassermanagement). Im Jahr 2024 investierten die heimischen Industrieunternehmen insgesamt 1,6 Mrd. Euro in Umweltschutzmaßnahmen. Davon entfallen rund 63 % auf laufende Ausgaben und 37 % auf Investitionen in technische Anlagen und integrierte Umwelttechnologien. Rund 90 % dieser Ausgaben und Investitionen werden von industriellen Großunternehmen getragen.

Hinweis
Statistik Austria (2026), Sonderauswertung der Leistungs- und Strukturerhebung in der Kammersystematik, 2024

Die Industrie ist stark exportorientiert

Aufgrund des vergleichsweise kleinen Heimmarktes sind österreichische Industrieunternehmen stark international ausgerichtet. Im Durchschnitt werden rund sieben von zehn Euro Umsatz im Ausland erwirtschaftet. Die Exportintensität der Industrie liegt bei 68 %. Besonders hoch ist die Exportintensität unter anderem in der Fahrzeugindustrie, der Papierindustrie, der Textil-, Bekleidungs-, Leder- und Schuhindustrie oder in der Elektro- und Elektronikindustrie.

Die Metalltechnische Industrie zählt neben der Elektro- und Elektronikindustrie, den Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen oder der Chemischen Industrie zu den Fachverbänden mit den höchsten Auslandsumsätzen. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Industrie sichert nicht nur Wertschöpfung und Beschäftigung in den Industrieunternehmen selbst, sondern schafft Aufträge und wirtschaftliche Impulse für zahlreiche weitere Unternehmen in Österreich.

Kontakt

Mag. Sandra Lengauer