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Ein Frachtschiff mit vielen Container fährt auf dem Meer. Im Hintergrund ist Festland
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Aktuelle Lage im Iran: Was das für Österreichs Wirtschaft bedeutet

Die Kampfhandlungen im Iran und der Golfregion verschärfen die geopolitische Lage mit spürbaren Folgen, auch für Österreichs Wirtschaft. Information und Service für ihre Mitgliedsbetriebe stehen für die WKÖ daher umso mehr an erster Stelle.

Lesedauer: 3 Minuten

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Aktualisiert am 04.03.2026

Die jüngsten militärischen Auseinandersetzungen im Iran und in Teilen der Golfregion verschärfen die geopolitische Lage und bedeuten für Österreichs Unternehmen erhebliche Unsicherheiten – sowohl bei bestehenden Geschäftsbeziehungen in der Region als auch mit Blick auf die Energiepreise.

Die wirtschaftliche Lage im Iran war bereits vor der aktuellen Eskalation fragil. Misswirtschaft und Korruption hatten das Land wirtschaftlich geschwächt. Für österreichische Betriebe war der Markt daher schon bisher mit hohen Risiken verbunden, insbesondere im Zahlungsverkehr aufgrund der internationalen Sanktionen. Exportiert wurden vor allem pharmazeutische Produkte und Maschinen, die Zahl heimischer Niederlassungen im Iran ist bereits vor den aktuellen Ereignissen stark zurückgegangen und mittlerweile verschwindend gering

Golfregion als wachsender Schlüsselmarkt unter Druck 

Abseits des Iran entwickelte sich die heimische Exportleistung in den Nahen Osten zuletzt positiv. 2024 exportierten österreichische Unternehmen Waren im Wert von rund 2,8 Mrd. Euro in die Region – ein Plus von rund 7,5% binnen zehn Jahren. Vor allem Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate zählen zu den wichtigsten Absatzmärkten. Eine länger anhaltende Eskalation könnte diese Dynamik jedoch spürbar bremsen.

Entwicklung der heimischen Exporte 2014 bis 2024 (in Millionen Euro)
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Industrie unter Energie- und Lieferkettenrisiko

Die wirtschaftlichen Folgen könnten vor allem die heimische Industrie treffen, die stark in globale Wertschöpfungsketten eingebunden ist. Steigende Energiepreise infolge verunsicherter Märkte sowie mögliche Lieferkettenunterbrechungen setzen energieintensive Branchen wie Stahl, Chemie und Düngemittel massiv unter Druck. Energie verteuert sich bereits durch Unsicherheit – auch ohne physische Engpässe – und mit zunehmender Dauer der Kampfhandlungen. Gleichzeitig kann eine schwächere Industrienachfrage Produktionsrückgänge auslösen und einen negativen Dominoeffekt für die heimische wie internationale Industrie nach sich ziehen.

Auch der Tourismus ist betroffen: Flugausfälle und Unsicherheiten im internationalen Reiseverkehr stellen insbesondere Reisebüros und Veranstalter vor Herausforderungen. Die Reisebranche in der WKÖ verfolgt die Entwicklungen engmaschig und steht in laufendem Austausch mit Airlines, Partnern vor Ort und Behörden. Die Lage ist komplex und volatil. Klar ist: Die Sicherheit der Reisenden steht stets an vorderster Stelle. Die Branche hat ihre Handlungsfähigkeit in früheren Krisensituationen wiederholt unter Beweis gestellt und setzt auch diesmal alles daran, alle Reisenden sicher nach Hause zu bringen.

Fazit: Stabilität sichern und Betriebe aktiv unterstützen 

Eine weitere Eskalation würde Energiepreise, Lieferketten und Absatzmärkte gleichermaßen belasten und den Druck auf den Wirtschaftsstandort erhöhen. Für Österreich sind daher Deeskalation, stabile Energie- und Handelsbeziehungen sowie verlässliche Rahmenbedingungen zentral.

Die WKÖ steht über die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA in laufendem Austausch mit ihren Mitgliedsbetrieben. Information, Service und Beratung sind gerade in einer Phase erhöhter Unsicherheit von besonderer Bedeutung. Aus diesem Grund wurde unter wko.at/nahost ein eigener Info-Servicepoint eingerichtet, der laufend aktualisiert wird und die wichtigsten Entwicklungen gebündelt darstellt.

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