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IHK Niederbayern
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Außenhandel, Landesgremium

Barrieren abbauen und Chancen nutzen

Die IHK Niederbayern und die WKO Oberösterreich setzen gemeinsame Impulse für einen starken europäischen Binnenmarkt

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16.07.2026

Der Fachausschuss Aussenwirtschaft der IHK Niederbayern und das Landesgremium OÖ des Außenhandels setzen zusammen mit der Abteilung Außenwirtschaft der WKO Oberösterreich gemeinsame Impulse für einen starken europäischen Binnenmarkt.

Passau, 9. Juli 2025 – Unter dem Motto „Barrieren abbauen und Chancen nutzen“ trafen sich die Mitglieder des Fachausschusses Außenwirtschaft der IHK Niederbayern mit Vertreterinnen und Vertretern der Abteilung Außenwirtschaft der Wirtschaftskammer Oberösterreich sowie des Landesgremiums Oberösterreich des Außenhandels der WKO Oberösterreich zu einem grenzüberschreitenden Austausch in Passau. Im Mittelpunkt standen konkrete Maßnahmen zum Bürokratieabbau, die Weiterentwicklung des europäischen Binnenmarktes sowie die Stärkung der gemeinsamen Wirtschaftsregion Niederbayern–Oberösterreich,

Gerade für exportorientierte Unternehmen beiderseits der Grenze sind verlässliche und einheitliche Rahmenbedingungen entscheidend. Diskutiert wurden unter anderem praxisnahe Übergangsfristen bei der europäischen Verpackungsverordnung, Vereinfachungen bei der Entsendung von Arbeitnehmern, digitale Meldeverfahren für kurzfristige Arbeitseinsätze sowie mehr Rechtssicherheit beim Einsatz digitaler Fahrtenschreiber. Ziel ist es, die erarbeiteten Vorschläge zu bündeln um gegenüber der Politik auf nationaler und europäischer Ebene Stellung nehmen zu können.

Neben dem Abbau bürokratischer Hürden stand die Frage im Mittelpunkt, wie sich Niederbayern und Oberösterreich als gemeinsame Wertschöpfungs- und Exportregion weiterentwickeln können. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehen großes Potenzial in resilienten Lieferketten, Nearshoring, einer stärkeren Vernetzung der Unternehmen sowie gemeinsamen Matchmaking-Formaten – insbesondere in den Bereichen Green Tech und industrienahen Dienstleistungen.

Dr. Max Frank, Vorsitzender des IHK-Fachausschusses Außenwirtschaft, unterstrich die Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen für die exportorientierte Wirtschaft in der Grenzregion: „Starke industriell und exportorientierte Wirtschaftsräume wie Niederbayern und Oberösterreich brauchen Planungs- und Rechtssicherheit im europäischen Binnenmarkt, um ihre Stärken und Potenziale entfalten zu können. Dem Abbau von Barrieren, die ihren Ausgang oft in nationalstaatlichen Protektionismen haben, muss Vorrang eingeräumt werden.

Andreas Neuhauser, Obmann des Landesgremiums Oberösterreich des Außenhandels der WKO Oberösterreich, betonte die Bedeutung eines wettbewerbsfähigen Europas: „Unsere Unternehmen brauchen keine zusätzlichen Hürden, sondern bessere Rahmenbedingungen. Europa muss wieder stärker auf Leistung, Innovation und Bildung setzen. Weniger Bürokratie und ein funktionierender Binnenmarkt sind entscheidend, damit unsere Betriebe auch künftig im internationalen Wettbewerb bestehen können.

Im anschließenden Impulsvortrag beleuchtete Dr. Volker Treier, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), die aktuelle Lage der deutschen Außenwirtschaft. Er machte deutlich, dass die Wettbewerbsfähigkeit Europas, weniger Bürokratie, ein leistungsfähiger Binnenmarkt und diversifizierte Handelsbeziehungen entscheidende Voraussetzungen sind, um den Wirtschaftsstandort Europa nachhaltig zu stärken.

5 gemeinsame Handlungsfelder

Als konkretes Ergebnis des Treffens verständigten sich die Teilnehmer auf fünf Handlungsfelder für einen starken europäischen Binnenmarkt:

  • Einheitliche und praxisnahe Umsetzung europäischer Regelungen
  • Abbau bürokratischer Belastungen
  • Erleichterung der grenzüberschreitenden Mobilität von Waren, Dienstleistungen und Fachkräften 
  • Digitalisierung grenzüberschreitender Verwaltungsverfahren 
  • Stärkung der gemeinsamen Wirtschaftsregion Niederbayern–Oberösterreich.

Barrieren abbauen und Chancen nutzen“ war damit nicht nur das Motto der Veranstaltung, sondern zugleich der gemeinsame Ansatz von IHK Niederbayern und WKO Oberösterreich, um den europäischen Binnenmarkt einfacher, digitaler und wettbewerbsfähiger zu gestalten und die Potenziale der Grenzregion Niederbayern– Oberösterreich als gemeinsamen Wirtschafts- und Lebensraum konsequent weiterzuentwickeln.

IHK Niederbayern
© IHK Niederbayern V. l. n. r.: Thomas Graupe (stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Niederbayern), Dr. Max Frank (Vorsitzender des IHK-Fachausschusses Außenwirtschaft der IHK Niederbayern), KommR Andreas Neuhauser (Obmann des Landesgremiums Oberösterreich des Außenhandels), Dr. Robert Leitner (Leiter der Abteilung Wirtschaftspolitik und Außenwirtschaft der WKO Oberösterreich) und Thomas Kern (Fachgruppengeschäftsführer der Wirtschaftskammer Oberösterreich) bei der gemeinsamen länderübergreifenden Sitzung.


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