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Fallweise Beschäftigte - sozialrechtlich

Definition - Sozialversicherungsrechtliche Aspekte - Anmeldung bei der Gebietskrankenkasse

Was ist eine fallweise Beschäftigung?

Fallweise beschäftigt sind Mitarbeiter, die

  • in unregelmäßiger Folge,
  • tageweise, zumindest aber für eine kürzere Zeit als eine Woche,

beim selben Dienstgeber beschäftigt sind.

Fallweise Beschäftigungen sind daher letztlich unregelmäßige, unterbrochene Abfolgen einzelner kurzfristig befristeter Dienstverhältnisse. Jedes dieser befristeten Dienstverhältnisse, die im Laufe eines Monats bzw. Beitragszeitraumes anfallen, muss für sich genommen kurzer als eine Woche sein.

Es besteht für keinen der Partner eine rechtliche Verpflichtung, wieder solche Dienstverhältnisse abzuschließen. 

Sozialversicherungsrechtliche Aspekte

Jede fallweise Beschäftigung gilt als eigenes Dienstverhältnis, auch wenn sie nur einen Kalendertag dauert. 

Vorsicht!
Fallweise Beschäftigung alleine sagt noch nichts über die Versicherungspflicht aus.

Liegt die Entgeltsumme des betreffenden Kalendermonats für die fallweise Beschäftigung unter der Geringfügigkeitsgrenze (2019: € 446,81 brutto), gilt das Dienstverhältnis als geringfügige Beschäftigung und es besteht keine Kranken- und Pensionsversicherungspflicht, sondern nur Teilversicherung in der Unfallversicherung.

Liegen in einem Kalendermonat mehrere fallweise Beschäftigungen vor, und übersteigt die Entgeltsumme innerhalb des Kalendermonats die Geringfügigkeitsgrenze, so liegt in diesem Kalendermonat für alle Dienstverhältnisse eine Vollversicherung vor.

Beispiel 1:
Im Kalendermonat Jänner 2018 wird ein Student wie folgt fallweise beschäftigt:

8.1.2019:   € 150,-
12.1.2019: €   73,-
23.1.2019: € 165,-
31.1.2019: € 241,-
Gesamt:    € 629,-

Da die Entgeltsumme der fallweisen Beschäftigungen über der Geringfügigkeitsgrenze (2019: € 446,81 brutto) liegt, unterliegt jede fallweise Beschäftigung der Vollversicherungspflicht.

Anmeldung bei der GKK

Die Anmeldung bei der Gebietskrankenkasse hat jeweils vor jedem Arbeitsantritt zu erfolgen, mittels einer Mindestangaben-Anmeldung.

Im Anschluss an diese Mindestangaben-Anmeldung hat innerhalb von sieben Tagen nach dem Ende des Kalendermonats in dem die einzelnen Beschäftigungstage liegen, eine vollständige An- und Abmeldung zu erfolgen. Eine vollständige An- und Abmeldung sowie die Mindestangaben-Anmeldung gilt nur dann als erstattet, wenn diese mittels ELDA-Datensatz übermittelt wird.

Vorsicht!
Meldungen mittels E-Mail, in Papierform oder telefonisch gelten als nicht erstattet.

Tipp!

Wird die fallweise Beschäftigung an einem vorab gemeldeten Tag nicht angetreten, so reicht die Stornierung dieses Tages innerhalb der Meldefrist von sieben Tagen nach Ende des Kalendermonats, für den die Meldung erfolgte.

Dienstgeberabgabe auch für fallweise Beschäftigte?

Der Dienstgeber hat für alle bei ihm geringfügig beschäftigten Personen, eine Dienstgeberabgabe von insgesamt 16,4 % der Beitragsgrundlage zu leisten, wenn die monatliche Lohnsumme (ohne Sonderzahlungen) aller geringfügig Beschäftigten das 1,5-fache der Geringfügigkeitsgrenze (für 2019: € 446,81x 1,5 = € )670,22 übersteigt.

Beitragsgrundlage ist die Summe der den betroffenen geringfügig Beschäftigten – einschließlich der tageweise geringfügig Beschäftigten – bezahlten monatliche Entgelte.