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Dienstgeberabgabe der Gemeinde Wien (DGA, U-Bahn Steuer)

Alles auf einen Blick

Wer ist verpflichtet die Dienstgeberabgabe abzuführen?

Die Dienstgeberabgabe müssen alle Dienstgeber, die in Wien mindestens einen Dienstnehmer beschäftigen, abführen.

Als in Wien beschäftigt gilt ein Dienstnehmer, wenn sein Beschäftigungsort in Wien liegt. Wird eine Beschäftigung abwechselnd an verschiedenen Orten ausgeübt, aber von einer festen Arbeitsstätte aus, so gilt diese als Beschäftigungsort.

Wird eine Beschäftigung ohne feste Arbeitsstätte ausgeübt, so gilt der Wohnsitz des Dienstnehmers als Beschäftigungsort.

Als feste Arbeitsstätte ist hierbei jedenfalls die Geschäftsleitung aber auch Zweigniederlassungen, Fabrikationsstätten, Warenlager u.a. zu verstehen.

Hinweis:
Bei Bauausführungen, die länger als 6 Monate dauern oder voraussichtlich dauern werden, ist die Bauausführung selbst die feste Arbeitsstätte.

Wann liegt ein Dienstverhältnis vor?

Ein Dienstverhältnis liegt vor, wenn der Dienstnehmer dem Dienstgeber seine Arbeitskraft schuldet. Dies ist der Fall, wenn die tätige Person in der Betätigung ihres geschäftlichen Willens unter der Leitung des Dienstgebers steht oder im geschäftlichen Organismus des Dienstgebers dessen Weisungen zu folgen verpflichtet ist. Der U-Bahn-Steuer unterliegen daher nicht GmbH-Gesellschafter mit einer Beteiligung von zumindest 50% oder Minderheitsgesellschafter mit Sperrminorität.

Freie Dienstnehmer fallen ebenfalls nicht unter die U-Bahn-Steuerpflicht. 

Welche Befreiungen gibt es bei der Dienstgeberabgabe?

Von der Abgabe befreit sind:

  • Dienstverhältnisse mit Dienstnehmern, die das 55. Lebensjahr überschritten haben

  • Dienstverhältnisse im Sinne des Behindertengesetzes, Opferfürsorgegesetzes und Behinderteneinstellungsgesetzes

  • Lehrverhältnisse iSd Berufsausbildungsgesetzes

  • Teilzeit - Dienstverhältnisse, bei denen die vom Dienstnehmer zu leistende Arbeitszeit wöchentlich das Ausmaß von zehn Stunden nicht übersteigt

  • Dienstverhältnisse während der Zeit, für die ein gesetzliches Beschäftigungsverbot für werdende Mütter und ein gesetzliches Beschäftigungsverbot nach der Entbindung besteht. Ebenso Dienstverhältnisse während der Zeit, für die ein auf einem gesetzlichen Anspruch beruhender Karenzurlaub gewährt wird.

  • Dienstverhältnisse mit Hausbesorgern

  • Dienstverhältnisse während der Zeit, in der der Dienstnehmer den ordentlichen oder außerordentlichen Präsenzdienst leistet.

  • Gebietskörperschaften mit Ausnahme der von ihnen verwalteten Betriebe, Unternehmungen, Anstalten, Stiftungen und Fonds

Welche Begünstigungen für Kleinbetriebe gibt es?

Die Dienstgeberabgabe ist jedenfalls zu entrichten, kann jedoch über Antrag rückerstattet werden, wenn die vom Dienstgeber monatlich gezahlten Entgelte insgesamt den Betrag von € 218,02 nicht erreichen und das steuerpflichtige Ein­kommen im Kalenderjahr € 2.180,19 nicht überstiegen hat. Dieser Betrag erhöht sich für einen Ehegatten um 20% und für gegenüber dem Steuerpflichtigen Unterhaltsberechtigte um jeweils weitere 10%.

Der Antrag ist bis zum Ende des folgenden Kalenderjahres einzubringen.

Wie hoch ist die Dienstgeberabgabe?

Die Dienstgeberabgabe beträgt für bestehende Dienstverhältnisse seit 1.6.2012 € 2,- pro Dienst­nehmer pro angefangene Arbeitswoche (bis 31.5.2012  € 0,72).

Wer schreibt die Dienstgeberabgabe vor?

Die Dienstgeberabgabe ist eine Selbstberechnungsabgabe und wird daher nicht vorgeschrieben, sondern ist vom Dienstgeber selbst zu berechnen.

Auf schriftlichen Antrag der Abgabepflichtigen (beispielsweise durch Online-Antrag) wird von der kontoführenden Stelle der Gemeinde Wien (MA 6 – Buchhaltungsabteilung 33) ein Abgabenkonto eröffnet.

Wann ist die Dienstgeberabgabe zu bezahlen?

Die Dienstgeberabgabe ist monatlich zu berechnen und bis zum 15. des Folgemonats an die Stadtkasse (Magistrat) zu entrichten. Dienstgeber, die bis zu drei Dienstnehmer beschäftigen, können die Abgabenschuld vierteljährlich entrichten.

Wann ist die Jahreserklärung abzugeben?

Die Jahreserklärung ist bis zum 31. März des folgenden Jahres beim Magistrat abzugeben. 

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