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Ein junger Mann sägt in der Werkstatt an einem Goldring
© Christian Vorhofer | WKO

„Goldenes Handwerk“ wird zum UNESCO-Kulturerbe geadelt

Österreichs Goldschmiedehandwerk wurde mit seinen alten Techniken als immaterielles UNESCO-Kulturerbe anerkannt.

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Aktualisiert am 10.06.2026

Handwerk hat goldenen Boden: Auf die Gold- und Silberschmieden trifft das buchstäblich zu. Jetzt kommt das traditionsreiche Handwerk in Österreich zu neuen Ehren, wurde es doch ins Nationale Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen. 

Das Handwerk, das sich seit mehr als 5.000 Jahren bewährt, umfasst traditionelle Techniken wie Schmieden, Gravieren, Ziselieren, Treiben, Fassen und das präzise Arbeiten mit Edelmetallen und Edelsteinen. Die Herstellung reicht vom ersten Entwurf über das Schmelzen, Formen und Fügen bis zum letzten Finish.

Bundesinnungsmeister Wolfgang Hufnagl sieht in der Aufnahme „eine große Anerkennung für alle, die dieses Wissen mit Leidenschaft ausüben. Unsere Arbeit verbindet handwerkliche Präzision mit Emotion, Erinnerung und kultureller Bedeutung.“ Bundesweit gibt es rund 560 Goldschmiedebetriebe.

Auch in der Steiermark wird das goldene Handwerk in 65 Betrieben umgesetzt – und viel Wissen an die nächste Generation weitergegeben. Erst kürzlich schlossen wieder sechs junge Fachkräfte ihre Lehrausbildung zum Goldschmied erfolgreich ab. „Getragen wird die Tradition von Meisterinnen und Meistern, Gesellinnen und Gesellen sowie Lehrlingen“, so der steirische Innungsmeister Rupert Hofer und Stellvertreter Georg Wiesauer. So bleibe das Wissen nicht nur erhalten, sondern entwickle sich weiter – zwischen überlieferten Techniken, neuen Ideen und einem wachsenden Bewusstsein für nachhaltige Fertigung, Recycling und Qualität.

Goldschmiede würden nicht einfach nur Schmuck schaffen, betonen die Interessenvertreter unisono: „Sie fertigen Trauringe fürs gemeinsames Leben, Ehrenzeichen für besondere Verdienste, Sakrales für Kirchenräume oder bleibende Erinnerungsstücke. Jedes Stück erzählt eine eigene Geschichte“, schließen sie.